Guten Morgen Sonnenschein,
also - erst einmal - wie lange möchte er denn allein bleiben oder eher, wie lange soll er denn? Ich finde in dem Alter ist es ein großer Unterschied ob wir von einer, zwei oder von drei Wochen reden?
Je kürzer die Zeit, desto einfacher ist das wohl für alle Beteiligten.
Das Wichtigste kannst aber auch nur Du entscheiden, denn die Frage, kann er das bewältigen, kann nur jemand beantworten, der das Kind kennt. Du weißt, wie er damit umgehen wird, wie er sich fühlt, wenn er doch überraschend allein ist, kann er dan Alltag bewältigen, sich bekochen, die Wohung versorgen (falls nötig) und auf sich achten? Hat er Ansprechpartner, Eltern von Freunden, wäre notfalls Papa in der Nähe?
Bei mir wäre so ein Vorhaben an Papa gescheitert, er ist ja, als ich meine Große mit 14 ein Wochenende zu Hause gelassen hab, gleich zum Gericht gewandert und hat mich wegen Verletzung der Aufsichtspflicht und Vernachlässigung des Kindes angezeigt. Wir haben aber nur über ein Wochenende gesprochen und da war die Tendenz, dass das schon völlig okay wäre, so ein Wochenende.....
Es gibt Kinder mit 15, die können sich nicht einmal ein Ei braten und andere die bekochen schon ganze Familien, manche wissen nicht einmal was eine Waschmaschine ist und andere bügel wie eine Fachkraft. Von daher liegt das Zutrauen sicher ganz doll bei Dir selbst.
Haushaltsgeld ist okay, das mache ich auch so..... aber nachdem die Kinder im Kaufrausch waren und meine ganzen Vorräte leer (also wir kamen nach Hause und es war absolut nichts mehr da, kein WC Papier, keine Spülmaschinentabs, keine Milch, keine Butter aber pfundweise Schokolade

) habe ich da klare Richtlinien aufgestellt und Prioritäten gesetzt. Und Anrufe sind auch okay, von Deiner Seite aus und auch von seiner Seite aus. Und wenn Du innerhalb eines Tages im Notfall daheim sein kannst? Ist doch prima, finde ich.
Ich würde noch darüber sprechen, wer kommen darf und wer nicht. Bei uns ist das so, dasich klar geregelt habe, nur Freunde die ich selbst gut kenne - die dürfen dann auch hier übernachten - und nicht mehr als drei auf mal. Also keine Party, die vielleicht aus dem Ruder läuft. Ich hab aber auch meinen Vermieter über mir wohnen, der einfach nur ein sorgsames Auge auf die Bande hat.
Bestimmte Zeiten sind auch eine gute Idee, allerdings, das lässt sich nicht überprüfen, wäre aber einen Versuch wert - wie sehr Du Deinem Sohn da vertrauen kannst, weißt Du selbst am Besten.
Ansonsten kann so eine Aktion das Selbstvertrauen der Kids enorm steigern, und es hat auch manchmal nette Nebenwirkungen, der Traum vom allein leben kann nämlich auch umschlagen in "ach weißt Du, es ist viel schöner mit Euch als ohne Euch, hab ich mir gar nicht so vorgestellt."
Also, alle Beteiligten (Papa, Nachbarn etc) ins Boot holen und dann "nur Mut"
Liebe Grüße
Ansa
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)