Unendliche Schmerzen

Allgemeines Scheidungskinder Forum - Dies ist eine virtuelle Selbsthilfegruppe für Kinder und Eltern in allen Fragen rund um Trennung und deren Folgen.

Unendliche Schmerzen

Beitragvon peter 1965 » 20. September 2005 00:12

Bin nun in der Trennungsphase und hatte ein Gespraech mit einem neutralen "Moderator" (Bruder meiner Frau).

9 Stunden Bekenntnisse, Austausch von Informationen und Zukunft - und Zahlungsplaenen.

Muss nun als Vater aus dem Haus ausziehen. Es fiel mir sehr schwer es meinen Soehnen
zu berichten (10 und 13). Es gab viele Traenen. Ich habe alles versucht, um die Situation zu entschaerfen und Bruecken fuer meine Kinder gebaut, damit sie die Trennung "positiv" begreifen.
Sie haben nun die Moeglichkeit, wenn Sie moechten, bei der Mama zu sein oder bei Papa
(Donnerstags abends bis Sonntags, ansonsten leider im Ausland taetig). Wir suchen gemeinsam eine neue 2. Wohnung, die nah an der Schule liegt. So koennen die beiden Kiddies
zu mir kommen.

Obwohl eigentlich alles im Sinne der Kinder geregelt ist, weiss ich nicht mehr woher ploetzlich diese "Schmerzen" kommen. Ich habe staendig das Gefuehl, dass ich nonstop weinen muss. Habe eine unendliche Traurigkeit erfahren und kann es einfach nicht begreifen. Mein Leben bricht zusammen. Mir tut es so Leid, dass meine Kinder diesen Trennungsschmerz erleben muessen. Ich habe Angst, dass diese Erfahrung sich spaeter auf ihr Leben negativ auswirkt.

Was kann ich als Vater noch tun, um meinen Kindern zu helfen ???
Peter
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon Hammer » 20. September 2005 09:56

Lieber Peter,

eine Trennung bedeutet immer auch Schmerz.
Du trennst dich von deiner Frau aber dadurch
eben auch ein Stück von deinen Kindern.
So wie früher wird es nie wieder sein.
Ich denke das wird dir jetzt erst so richtig bewußt
und deshalb dein Schmerz.

Auf deine Frage was du tun kannst damit es deinen
Kindern gut geht,zieht sie nicht in eure Probleme mit rein.
Was du mit deiner Frau zu klären hast das regle mit
ihr und nicht im bei sein der Kinder.
Weiterhin sollte der Kontakt zu den Kindern regelmäßig sein,
wenn es mit dem besuchen schwierig wird gibt es noch das
Telefon und Briefe.
Dies ist für sie wichtig damit sie merken das du sie lieb hast.

Alles Liebe
Dani
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon catwoman » 20. September 2005 15:27

Hallo Peter,
ich kann Deinen Schmerz nur zu gut verstehen, ich bin in ähnlicher Lage wie Du im Moment und es zerreißt mir das Herz, wenn ich daran denke, meiner Tochter schon bald die bittere Wahrheit zu sagen, nämlich dass ihre Eltern sich trennen. Morgen haben mein Mann und ich einen Termin bei einer Therapeutin meines Vertrauens, um abzuklären, wie wir es der Kleinen (8 Jahre) am "besten" sagen. Mir wurde der Boden unter den Füßen weggerissen, aber ich weiß eines ganz genau: Ich werde alles dafür tun, dass mein Kind die Trennung verkraftet. Morgen bekomme ich bestimmt ein paar Tipps und ich werde sie dir dann gerne mitteilen. Ansonsten gilt auch für mich als oberste Priorität - wie Dani schon geschrieben hat - das/die Kind/er aus Streitigkeiten raushalten und in einem vernünftigen Ton in Anwesenheit der Kinder reden und das andere Elternteil nicht vor den Kindern schlechtmachen.

Liebe Grüße
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon Miraluna » 20. September 2005 17:34

Hallo Peter,

ich glaube du bist auf dem richtigen Weg. Du machst dir Gedanken, wie es so positiv wie möglich laufen kann. Wobei natürlich der Beigeschmack der Trennung ein Kind selten positiv sieht. Erst dann, wenn es älter ist, wenn es vielleicht erfahren konnte, daß Eltern sich auch fair trennen können. Dann kann es sein, daß man als erwachsenes Kind versteht, daß es der Weg der bessere war oder vielleicht der einzige? Warum auch immer.

Ich hoffe, deine Frau zieht hier mit dir an einem Strang.

Was kann man noch tun? Sei einfach da. Höre zu, fange sie auf, wenn sie ängstlich sind, soweit du es kannst. Kinder brauchen Geborgenheit und die, denke ich, kann man immer geben. Wie alle anderen vor mir schon erwähnt haben sollte Fairneß das oberste Gebot sein.

Schmerz wird eine Trennung immer bedeuten, auch für die Erwachsenen. Ich glaube Scheitern tut immer weh. Da gibt es leider kein Mittel dagegen, auch wenn man sich manchmal wünschte.

Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg und nach dem durchlebten Schmerz auch wieder Sonnenschein im Herzen.

Liebe Grüße Miraluna
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon peter 1965 » 20. September 2005 22:57

Vielen Dank fuer Eure Hilfestellung.

Ich liebe meine Kinder so sehr und moechte sie niemals verlieren. Ich kann es nicht verstehen, dass meine Frau und deren Verwandten immer nur an Geld denken und
Versorgungsansprueche geklaert wissen wollen.

Ich bin und werde doch auch an mindestens 3 Tagen in der Woche fuer meine Kinder da sein.
Ich bin bereit in eine Miniwohnung zu ziehen und nun jaehrlich 50.000 km zu fahren um meine
Kinder zu sehen und mit zu erziehen. Ich moechte fuer die beiden immer da sein.

Natuerlich streite ich nicht vor den Kindern mit meiner Frau, noch mache ich meine Frau vor den Kindern schlecht. Das Scheitern der Ehe ist fuer mich nicht das Problem. Es sind einfach nur meine Kinder. Die Traenen meines Sohnes haben mir mein Herz zerbrochen. Er war so entsetzt als er erfuhr, dass ich ausziehen werde. Er hat geschrien und sich gleichzeitig die Ohren zugehalten und wollte uns nicht mehr sehen. Erst eine Stunde spaeter konnte ich ihn
beruhigen und ihm erklaeren, dass er doch seine Eltern nicht verlieren wird. Es trennen sich nur Mama und Papa. Wir werden beide fuer Ihn auch in Zukunft da sein.

Trotzdem muss ich nonstop weinen. Fuer mich ist diese Erfahrung die schlimmste Erfahrung meines Lebens. Ich fuehle mich so alleine und verloren.

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob eine Scheidung nicht doch besser ist als eine Trennung.
Gibt die Scheidung nicht doch mehr Klarheit den Kindern gegenueber ?

Vielen Dank fuer Eure Hilfe.
Peter
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon Hammer » 21. September 2005 07:43

Lieber Peter,

wo ist der Unterschied für die Kinder?
Ihr geht in Zukunft getrennte Wege,was bedeutet
Papa wohnt nicht mehr bei ihnen.
Daran ändert auch die Scheidung nichts.
Die Scheidung würde vorallem finanzielle Dinge zB.Unterhalt
regeln sowie das Besuchsrecht.

Wenn du der Meinung bist das es für dich besser ist
dann reiche die Scheidung ein.
Noch etwas wo bei ich deiner Frau nichts unterstellen will.
Lass dich beraten wie hoch deine Unterhaltsverpflichtung
gegenüber deiner Frau und deinen Kindern ist.
Diesen Betrag lass schriftlich festhalten.

Leider gibt es Fälle wo Väter aus Liebe zu ihren Kindern
finanziell runiert werden.
Wenn du über den Unterhalt hinaus deine Kinder absichern willst,
kannst du zB.auf ein Sparbuch Geld einzahlen.

Alles Liebe
Dani
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon peter 1965 » 21. September 2005 22:29

Hallo Dani,

vielen Dank fuer deine Hilfe, die ich gerne annehme. Die Ideen sind gut und ich werde die Beratung sicherlich aufsuchen.

Ich werde sicherlich spaeter berichten. Offensichtlich zieht sich eine Trennung/Scheidung ueber auf einen laengeren Zeitraum hin. Hoffentlich habe ich die Kraft dazu, die Kinder
immer in den Mittelpunkt zu stellen. Momentan klappt es ja ganz gut, aber meine Frau hat
mir klar gemacht, dass im Falle der Scheidung die gemachten Vereinbarungen nicht mehr gueltig sein werden. Sie droht damit, dass ich unsere Kinder dann nur noch alle 14 Tage sehen kann. Sie weiss, wie sehr ich an unseren Kindern haenge. Aus diesem Grunde zweifel ich an die Ernsthaftigkeit ihrer gemachten Aussagen und Vereinbarungen.

Hoffentlich geht das alles gut ...

Gute Nacht.
Peter
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon Hammer » 22. September 2005 09:00

Lieber Peter,

was deine Frau macht nennt man Erpressung.
Es muß und wird eine Lösung gefunden werden
müssen zum Wohle der Kinder!
Eure Kinder sind 10 und 13 Jahre alt das heißt,
sie können ihre Meinung schon gut äußern.
Weiterhin wird es in diesem Alter schon schwerer
sie zu beeinflußen.

Um was geht es deiner Frau wirklich?
Sie will die Trennung aber keine Scheidung,warum?
Das sie eurer Beziehung noch Hoffnung gibt,oder um ihren
eigenen finanziellen Vorteil?
Bei dem Alter der Kinder würde sich ihr Anspruch auf Unterhalt
verringern da sie zumindest halbtags arbeiten gehen könnte.
Sie behält die Kinder und setzt dir Bedingungen von denen sie
es abhängig macht wann du deine Kinder sehen darfst.

Es ist richtig das es ein 14 tägisches Besuchsrecht gibt
aber wenn beide Eltern das wollen gibt es auch andere
Reglungen.
Ihr werdet auch beide das Sorgerecht behalten,das heißt das
du auch weiterhin zB.über die schulische Entwicklung deiner
Kinder ein Mitspracherecht hast.

Bei deinen Schilderungen beschleicht mich das Gefühl das es
hier in erster Linie um die finanzielle Absicherung deiner Frau
geht.Ich kann mich auch täuschen.
Erkundige dich im Vorfeld und bringe deine Befürchtungen zum Ausdruck
dannach kannst du immer noch entscheiden.
Am besten wäre ein Fachanwalt für Familienrecht,da
es ständig Neuerungen gibt ist er auf diesem Gebiet immer
auf dem neusten Stand.

Wäge für dich und deine Kinder ein für und wieder ab,
aber lass dich nicht unter Druck setzen.

Alles Liebe
Dani
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon Any » 22. September 2005 16:38

Ich hoffe von ganzem Herzen , das Deine Frau nicht den gleichen Fehler macht wie mein "Noch-Mann" der sich über die Kinder an mir rächt...es ist so traurig..so schlimm..und es zerreißt mir jeden Tag aufs neue das Herz wie meine Kinder darunter leiden....
Mein Sohn ist auch 10 Jahre alt und er leidet still, wärend meine Töchter extrem zeigen was sie durchmachen...
Ich möchte manchmal am liebsten schreien .." hör endlich auf..."

Deine Söhne sind alt genug um Ihre Meinung zu sagen...aber es wäre für sie besser, wenn sie nie in die Situation kommen müssten hier klar Stellung zu nehmen...sei es nun vorm Jugenamt oder Richter. Es ist einfach nicht gut für zarte Kinderseelen...und es bleiben immer Narben zurück.....

Ich hoffe, Deine Frau ist sich darüber im klaren......es geht hier um Kinder, nicht um verletzten Stolz !
Any
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon Rockingmom » 22. September 2005 22:10

Lieber Peter,
weine um deine Zerronnenen Träume, weine um das, was ihr gemeinsam errichten wolltet,
beweine, daß du deine Söhne nicht mehr immer um dich haben kannst.
Aber sei dir gewiß, daß sie dich wollen und brauchen.
Sie sind groß genug, ihre eigene Meinung zu haben.
Aber ihre Mutter zwingt sie in einen "Loyalitäts-Konflikt"
wahrscheinlich, weil sie mit eurer Beziehung nicht abgeschlossen hat.
Aber wenn du an den Jungs dranbleibst, (bitte bitte)
werden sie auch spüren, wer ihnen wohl will.
Liebe Grüße
Rocki
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon peter 1965 » 22. September 2005 22:37

Liebe Dani, Rocki und Any,

Ihr habt mir die Augen geoeffnet. Ich werde mich immer (egal was auch passiert) um meine
beiden Kinder kuemmern und alle Konflikte vor den Augen der Kinder vermeiden. Die Kinder haben ein Recht auf eine schoene Kindheit.

Die Erpressung muss ich sicher vermeiden und ich werde mir den entsprechenden Rat einholen. Leider muss ich nun auf eine 2 wöchige berufliche Reise nach Asien. Ich werde
aber via Internet mir die Rechtsberatung und nach der Reise einen Termin wahrnehmen.

Die schriftlich fixierten Vereinbarungen meines Schwagers werde ich demnach nicht unterschreiben, ich kann auch nicht klar denken.

Trotzdem bleibt der Schmerz, es ist so ein Gefuehl, welches ich in meinem Leben noch nie
gefuehlt habe. Immer wenn mich meine Frau anruft oder ich einfach nur nach Loesungen suche, an die Kinder denke, habe ich zwischen Brust und Magen ein dumpfes Gefuehl. Nachts kann ich nicht mehr schlafen, weine sehr oft, obwohl mir rational eigentlich bewusst ist, dass
ein neues anderes Leben fuer mich anfangen wird.

Vor einer Stunde wollte ploetzlich meine Frau nicht, dass ich ausziehe. Sie bekommt gerade mit, wie ich intensiv nach Wohnungen im Umfeld der Kinder suche.

Es tut mir auch einfach so gut, wenn man seine Probleme mit Euch diskutieren kann.....

Alles Gute und gute Nacht.
Peter
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon Hammer » 23. September 2005 07:55

Lieber Peter,

jeder von uns hat rationale und emotionale
Gefühle.
Die rationalen Dinge einer Trennung sind schnell
geklärt aber die emotionalen leider nicht.

Wie Rocki schon schrieb du hast ein Recht auf
deine Gefühle,wenn dir nach weinen ist dann
weine.

Es sind so viele Gefühle die auf dich einstürmen
und Fragen ohne Ende,auf die nur die Zeit dir
Antwort geben kann.
Wenn es dir hilft fang an Tagebuch zu schreiben,
halte sie fest deine Gedanken.

Du wirst einen Weg finden für dich und deine Kinder,
um sie geht es vorrangig.
Unterschreiben würde ich an deiner Stelle garnichts!

Wir freuen uns wenn wir dich ein Stück weit begleiten
können und das eine oder andere Problem somit
etwas kleiner wird.

Alles Liebe
Dani
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon Any » 23. September 2005 09:13

Ich kann so gut nachfühlen , wie es Dir geht...auch ich kenne diesen Schmerz und diese nicht enden wollenden Nächte...aber glaube mir..der Schmerz lässt mit der Zeit etwas nach und der Schlaf kommt wieder.
Versuche immer für Deine Jungs da zu sein..ohne Deine Frau zu provozieren, weil Sie dann versuchen wird Dich über die Kiddys zu verletzten....
Sei vorsichtig...wenn sie nicht will das Du ausziehst liebt sie Dich vielleicht noch und dann dann geht der ganze Kampf erst richtig los....
Ich drück Dir ganz fest die Daumen, das es bei Euch "friedlich" bleibt.....
Any
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon peter 1965 » 24. September 2005 20:14

Hallo,

in der Tat ueberstuerzen sich die Ereignisse. Nun wollte meine Frau nochmals überdenken, ob ich nicht doch im Hause bleiben sollte, obwohl eigentlich diesbezueglich alles zu Gunsten der Kinder geklaert war. Offensichtlich versteht sie erst jetzt wie "ernst" es ist.

Ich kenne aber schon jetzt den weiteren Verlauf, wenn ich bleiben wuerde. Ein spaetere
" Peanuts " Situation wuerde wieder zu einer Katastrophe führen. Das möchte ich meinen Kindern aber nicht antun.

Habe heute mit meinem älteren Sohn wieder Wohnungen gesucht. Nun sind wir ganz happy, da wir eine ideale Wohnung gefunden haben. Sie ist nur 150 m von der Schule entfernt, sodass mich meine beiden Jungs jederzeit (wenn sie Lust haben) mich besuchen koennen.
Ich werde für sie eine zweite "Schlafmöglichkeit" einrichten. So haben sie immer die Moeglichkeit zu waehlen, wo Sie bleiben moechte ohne das irgendein Elternteil boese ist, wenn die Entscheidung anders ausfaellt, als erwartet.

Auch waren wir gestern bei einem Kinderpsychologen, der uns empfohlen hat eine " langfristige" Therapie für unseren älteren Sohn durchzuführen. Er leidet (e) offensichtlich an der bisher ungelösten Situation.

Vielen Dank für Eure Hilfe. Leider muss ich morgen frueh nun fuer 2 Wochen weg, bleibe aber immer "online".

Alles Gute
Peter
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Re: Unendliche Schmerzen

Beitragvon Rockingmom » 24. September 2005 20:37

Hallo Peter,
na, deine Frau schlägt ja so einige Kapriolen, da fällt es nicht leicht, Schritt zu halten :/
Vielleicht ist der zweiwöchige Abstand zu allem ja gar nicht so schlecht für dich.
Durchatmen, eine neue und interessante Umgebung. Das kannst du auch als Chance für dich sehen, selbst wenn deine Trauer dich begleitet.
Ich wünsche dir, daß du etwas zur Ruhe kommst.
Liebe Grüße von
Rocki

PS: Ich habe noch eine Frage: Warum ist der Bruder deiner Frau ein objektiver Mediator?
Ist er Anwalt oder sowas? Und selbst wenn, wäre es nicht klüger, einen Mediatoren aufzusuchen, der mit euch nicht bekannt oder verwandt ist?
Ist nur etwas, über das ich stolperte, sorry.
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