20 Bitten an geschiedene Eltern

Allgemeines Scheidungskinder Forum - Dies ist eine virtuelle Selbsthilfegruppe für Kinder und Eltern in allen Fragen rund um Trennung und deren Folgen.

Re: 20 Bitten an geschiedene Eltern

Beitragvon Girl-Soccer » 27. Oktober 2009 17:42

hey

herzlich willkommen hier bei uns :winken:

hier ist es so, dass man bei einer anfrage ein eigenes thema erstellt.
das macht es leichter für andere user, dir zu antworten und das ganze übersichtlich zu halten.
mach dir keine gedanken, ich glaub ich hab am anfang den selben "fehler" gemacht.
sobald du das in ein eigenes thema gestellt hast, werde ich dir höchstwahrscheinlich auch detailliert antworten =)

grüßle von einer girl-soccer, die langsam wieder unruhig wird.
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Re: 20 Bitten an geschiedene Eltern

Beitragvon GriefandSorrow » 27. Oktober 2009 20:10

tut mir leid ;)^^

hat nur grad zum thema gepasst - und bin auf den threat über google gekommen

danke für den hinweis
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Kind ist zufrieden

Beitragvon meerwind7 » 5. Januar 2010 21:27

Ich habe meiner 14-jährigen Tochter die Liste gezeigt, und sie gefragt, wo größere Defizite bestehen ... sie war aber ganz zufrieden, wir halten die 20 Punkte wohl einigermaßen ein

... selber wäre ich schon etwas selbstkritischer.
Nachteil: Meiner Freundin :umarmen: ist das einigermaßer befriedete Verhältnis zu meiner Ex-Frau :nein: etwas suspekt (und das zu meiner Mutter auch :dampf: )
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Re: 20 Bitten an geschiedene Eltern

Beitragvon Schnatterinchen » 19. März 2015 11:42

Hallo zusammen,

keine Ahnung wie oft ich diese Liste schon durchgelesen habe, nicht aus Sicht eines Scheidungskindes und auch nicht aus Sicht von getrennt lebenden Eltern... Sondern aus Sicht der neuen Freundin...

Und die Bitte Nummer 19 irritiert mich doch sehr und ich dachte vielleicht können wir darüber mal diskutieren / schreiben / Meinungen austauschen... Es sind vielleicht doch ein paar Scheidungskinder hier die mir sagen könnten wie Scheidungskinder sich fühlen...

Es geht ja drum, es wäre schön, wenn Mama und Papa bald wieder jemand neuen zum Liebhaben finden würden... Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Scheidungskind sich das wünscht. Ich kann mir nur vorstellen, dass ein Scheidungskind sich wünscht, dass die Familie also Mama und Papa wieder zusammen kommen, damit sein schwieriges Leben wieder einfacher wird. Ein neuer Mensch an der Seite von Mama oder Papa - das kann ich mir für ein Scheidungskind nur als Bedrohung vorstellen oder dass damit klar wird: Mama und Papa kommen nicht wieder zusammen - was ja auch keine schöne Erkenntnis ist.

Jemand hier hat geschrieben, die Bitten sind aus Sicht eines Erwachsenen formuliert und ich glaube ehrlich gesagt genau bei dieser Bitte entsteht da ein Problem, ich persönlich glaube kein Kind würde so denken und dass der Tenor ehr ist, dass neue Partner nerven und unerwünscht sind, was ich total verstehen kann!!! Das will ich gar nicht weg diskutieren. Ich finde nur diese Bitte in der Liste deplatziert.

Kann sich irgendein Kind getrennt lebender Eltern mit dieser Bitte wirklich identifieziern???


Bin total gespannt auf Meinungen!

Liebe Grüße
Carpe Diem!
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Re: 20 Bitten an geschiedene Eltern

Beitragvon Ansa » 19. März 2015 15:19

Hallo Schnatterinchen,

natürlich wünschen sich Scheidungskinder das ihre Eltern wieder zusammen kommen, immer..... entweder ganz offen oder heimlich und versteckt, aber die allermeisten träumen davon, mitunter jahrelang.

Deshalb machen es Eltern, die meinen, sie würden ihren Kindern helfen, wenn sie noch allerlei zusammen machen, zusammen Ausflüge, Essen, all die Dinge des gemeinsamen Alltags, auch besonders schwer, weil die Kinder nicht erkennen können, das ihre Eltern getrennt sind.

Ja, der Wunsch ist aus der Sicht der Großen, keine Frage - aber er hilft den Kindern -ihnen fehlt die Lebenserfahrung und sie wissen zu wenig vom Leben ansich um so einen Wunsch in Worte zu fassen.

Es gibt Eltern, deren ganzes Sein dreht sich nach einer Trennung um das Kind. Da werden Kinder "missbraucht" und als Partnerersatz gesehen, da ziehen Kinder ins Ehebett und bekommen so ein völlig falsches Bild vom Zusammen leben. Sie glauben dann irgendwann, das Mama oder Papa niemand anderen mehr braucht, nehmen sich selbst als Partner wahr, auch wenn die Eltern das nie im Sinn hatten. Und daraus können sich heftige Entwicklungsstörungen ergeben, Kinder können verlernen Kind zu sein und das schadet ihnen.

Davon, dass ein neuer Partner zum Gelingen eine lebendig vorgelebten Beziehung beitragen kann und als Beispiel dienen kann, wie Mann etwa mit Frau umgeht oder wie man zusammen lebt ohne Gewalt und Allkohol - so dass Kinderseelen auch heilen können, ganz zu schweigen.

Das mal kurz, ich würde mich, so wie Du freuen, wenn sich andere noch dazu melden.
Ansa
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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Re: 20 Bitten an geschiedene Eltern

Beitragvon Schnatterinchen » 19. März 2015 18:53

Ansa hat geschrieben:Deshalb machen es Eltern, die meinen, sie würden ihren Kindern helfen, wenn sie noch allerlei zusammen machen, zusammen Ausflüge, Essen, all die Dinge des gemeinsamen Alltags, auch besonders schwer, weil die Kinder nicht erkennen können, das ihre Eltern getrennt sind.


Ach Ansa, ich wünschte echt, mein Freund würde das mal kapieren, dass es auch nicht unbedingt im Sinn der Kinder ist, wenn er so viel mit der Ex-Frau zusammen ist. Ich bin immer nur die böse, wenn ich sage, dass das nicht so besonders gut ist, dann heißt es, ich will ihn von den Kindern weg holen. Aber ich denke auch, dass die gemeinsamen Abendessen für die Kinder ehr verwirrend sind.

Ansa hat geschrieben:Ja, der Wunsch ist aus der Sicht der Großen, keine Frage - aber er hilft den Kindern -ihnen fehlt die Lebenserfahrung und sie wissen zu wenig vom Leben ansich um so einen Wunsch in Worte zu fassen.


Das ist mir klar, dass den Kindern die Worte fehlen um so einen Wunsch zu äußern. Ich denke nur daran liegt es gar nicht, sondern daran, dass dieser eine Wunsch gar nicht existiert, also dass gar kein Wunsch da ist, der in Worte gefasst werden müsste.

Was du sonst schreibst ist sicherlich alles richtig! Gar keine Frage, dass es vielleicht okay oder manchmal sogar besser ist für die Kinder, wenn ein neuer Partner da ist, psychologsch gesehen oder so. Aber ich denke aus der Sicht des Kindes ist es nicht erstrebenswert, dass ein neuer Partner da ist.
Carpe Diem!
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Re: 20 Bitten an geschiedene Eltern

Beitragvon Ansa » 20. März 2015 18:48

Hallo Schnatterinchen,

ich hab es auch nicht besser gewusst, wir haben damals in einem Haus gewohnt und gearbeitet, Selbstständig, der Papa zog aus, war aber jeden Morgen da, weil er den Betrieb führen musste und wir haben zusammen gefrühstückt und Mittags zusammen gegessen, oft noch Abendbrot miteinander, ein Spiel gespielt und dann sind die Kinder ins Bett gegangen und er fuhr zu seiner Liebsten. Bis die Psychologin dann, nach erfolgloser Paartherapie, sagte, wir müssten nun ein Zeichen setzen, für die Kinder - ihnen verdeutlichen, das wir getrennt sind und nicht nur, das Papa woanders schläft.

Das hab ich dann getan, weil mir ihre Erklärung einleuchtete.

Nein, Kinder würden den Wunsch, "es wäre schön,wenn Du bald wieder jemanden zum Lieb haben hättest" so nie formulieren und vermutlich niemals haben, dieser Wunsch - aus der Sicht kluger Erwachsener - wird erst hinterher, wenn sie älter und größer sind, ein guter Wunsch, weil er ihnen die Kindheit erhält und sie eben nicht missbraucht, als Partnerersatz in jedweder Form. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie viele Eltern ihren Kindern eine derartige Verantwortung aufhäufen ohne zu ahnen, was sie damit anrichten. Von "Du bist jetzt der Mann im Hause" bis hin zu "ich brauche niemanden, ich hab ja Dich" ist alles dabei.

Richtig schlimm für die Kinder, die diesen Platz natürlich gern einehmen, wird es erst, wenn dann mal tatsächlich ein neuer Partner ins Leben kommt. Plötzlich werden Kinder aus dem Ehebett verbannt - das nehmen sie natürlich dem "Neuen" übel, denn er ist der Grund für den Verlust unzähliger Privilegien und das kann richtig schwierig werden. Plötzlich wird das "Du bist der Mann im Haus" zum "was denkst Du Dir, das ist die Sache der Erwachsenen" mitsamt allen Folgen.

So kann das Kind nicht erkennen, das ein neuer Partner ihm die Kindheit und die Freiheit dieser Zeit ermöglicht, nein, Kinder würden sich das nicht wünschen, bestimmt nicht - es sei denn sie sind in äußerst schwierigen Situationen und in Gefahr vor einem Elternteil und froh, wenn dieses nicht merh im Alltag vorhanden ist - aber nein - dies ist tatsächlich ein Wunsch den sie so nicht haben oder hätten.

Nichts desto trotz ist es ein guter Wunsch und er hat seine Berechtigung.

Ansa
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