Die Leidtragenden!!!!

Allgemeines Scheidungskinder Forum - Dies ist eine virtuelle Selbsthilfegruppe für Kinder und Eltern in allen Fragen rund um Trennung und deren Folgen.

Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon Jani » 11. März 2005 20:08

Hallo


Ich finde es sind immer die Kinder die die Leitragenden sind. Oft habe ich gehört das die anderen Eltern teile über den anderen schlecht reden üm die Kinder dazu zu bringen zu ihnen zu kommen. dardurch wird es dem Kind doch nur noch schwerer gemacht. Man sollte es den Kindern so eihnfach wie möglichmachen und den Kontag zum jeweiliegen elternteil. und das Kind sein anderes Elternteil so oft wie möglisch sehen lassen


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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon Lissy » 11. März 2005 20:34

naja,
als sich meine eltern scheiden ließen war es ein Schock,
aber ich und meine Brüder waren dennoch ein wenig erleichtert,
denn wir hofften, dass so endlich die ganzen Streitereien aufhörten, ich weiß gar nicht mehr worum es so oft ging, vielleicht war es immer wieder was neues oder auch immer dasselbe.

Naja, da es nur mein Stiefvater war, wusste ich, dass er sich nun nicht mehr um mich kümmern würde, da ich oft mich eingemischt hatte, wenn die Steitereien zu weit gingen. Ich hatte so lange geschweigt gehabt, aber als ich dann 16 Jahre alt war, da musste dann alles raus. Da hatte ich dann endlich den Mut gefasst gehabt, und das konnte mein Stiefvater aber leider nicht ab.
Naja, meine Brüder geben die Hoffnung auch schon so langsam auf.

Mein Stiefvater hat ein Problem, besser gesagt meine Mutter hat dies nun, er kann sie einfach nicht gehen lassen, wir haben jetzt sogar erfahren das er meine Mutter beschattet von einem Privatdetektiv (für Unterhalt meiner Brüder hat er kein GEld, aber dann dafür). Er weiß nun wann der neue Freund meiner Mutter Schicht hat und so was. Ich versteh das einfach nicht.
Und er kommt auch am Wochenende meine Brüder nicht abholen wegen ihnen, sondern um meine Mutter zu sehen oder wieder in den Wahnsinn zu treiben. Jedesmal quetscht er meine Brüder dann aus, wie der neue Freund so ist und erzählt ihnen immer einen Müll, dass sie diesem Mann ja nichts glauben sollen und ihn nicht in die Wohnung lassen oder all so was.

Ich versteh dass alles nicht,
gerade deswegen hatte ich einmal beschlossen NIE erwachsen zu werden, ich wollte das nicht. Ich will nicht so werden!!
Ich weiß, dass ich irgendwann mal erwachsen werden muss, aber nicht so
„Und wenn deine Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben einzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer.
Und wenn dein Fuß dir Anlass zur Sünde gibt, so hau ihn ab! Es ist besser für dich, lahm in das Leben einzugehen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden...“
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon Jani » 11. März 2005 20:39

Hallo


Ich finde es sind immer die Kinder die die Leitragenden sind. Oft habe ich gehört das die anderen Eltern teile über den anderen schlecht reden üm die Kinder dazu zu bringen zu ihnen zu kommen. dardurch wird es dem Kind doch nur noch schwerer gemacht. Man sollte es den Kindern so eihnfach wie möglichmachen und den Kontag zum jeweiliegen Elternternteil haltten. die Kinder sollten ihr jeweilieger Elternteil so oft wie möglich sehen.



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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon Lissy » 11. März 2005 20:46

naja,
aber ich glaube so einfach ist das nicht, wirklich parteilos und neutral zu sein, besonders dem verlassenen wird es sehr schwer fallen.
klar, auch wenn die meisten Eltern versuchen nachts zu streiten, wenn sie hoffen, die kinder bekommen es dann nicht mit, naja... auch dann bekommen wir es doch mit...


Scheidung ist irgendwie, kommt mir zumindest so vor, noch ein TabuThema in unserer GEsellschaft, wo man nicht wirklich drüber reden tut
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon Gerda » 17. Juni 2005 23:20

Ich finde, dass es etwas sehr Moralisches und Wertendes hat, wie gesagt wird, dass alles auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird. Tatsache ist offensichtlich, dass sehr viele Eltern das tun, ihre Konflikte auf dem Rücken der Kinder auszutragen. Und es ist für die betroffenen Kinder so schrecklich und grausam. Dabei wird aber immer verschwiegen, dass es für die Eltern ebenfalls grausam ist. Sie sind ja auch grausam zueinander. Sind diese Eltern bösartige Menschen? Ich glaube nicht. Ich glaube, dass sie völlig überfordert sind von dem, was durch eine Trennung in Gang kommt. Existenzängste, Verlassenheit, Angst, die Beziehung zu den Kindern aufgeben zu müssen, auch hier grenzenlose seelische Schmerzen. Alle leiden entsetzlich.
Aber anstatt zu sehen, dass alle Beteiligten in gewisser Weise Opfer sind, werden die Eltern verurteilt und die Kinder aus der Ferne bedauert.
Aber was passiert tatsächlich? Der Staat bietet die Möglichkeit, einander vor Gericht zu zitieren und Unmenschliches miteinander zu tun. Scheidungen erfordern als juristisches Merkmal unbedingt, zu streiten, was das Zeug hält, den anderen schlecht zu machen, nur so und nicht anders kann ein Elternteil das alleinige Sorgerecht erstreiten. Da Anwälte an den Streiten verdienen und nicht entfernt so viel an friedlichen Lösungen, wären sie ja schön blöd, einen langwierigen und schwierigen Friedensprozess zu fördern.Meist waren während der Ehe Machtkämpfe der Paare Ursache für die Trennung. Und nun wird es noch einmal geschürt, miteinander zu kämpfen, den anderen in die Knie zu zwingen. Frieden wird nicht als höchsten Wert in diesem Verfahren gefördert, sondern es geht nur um Sieg und Niederlage. Am die Seite der streitenden Paare stellen sich dann der Rest der Gesellschaft. Die einen halten zum Vater und verurteilen die Mutter. Die anderen halten zur Mutter und verurteilen den Vater. Die nächsten halten zu keinem sondern klagen die Eltern an, den Kindern zu schaden. Wer unterstützt denn wirklich und aus ganzem Herzen diese armen zerbrochenen Familien? Wer hat die Kraft, Zeit, Geduld, Toleranz, so einer zerbrochenen Familie alle Liebe zu schenken, die sie brauchen , um diese schwierige Krise zu meistern? Wer oder welche, die hier schreiben und lesen, verfolgen systematisch und kompromisslos den Weg, Frieden zwischen Paaren zu fördern?
Ich finde das eine unsagbar schwere Aufgabe. Ich wünsche mir sehr, von gleichgesinnten Menschen zu hören und andere Wege zu gehen. In meiner eigenen Scheidung, die fast auf den Tag genau 10 Jahre zurückliegt, habe ich nur den Weg des Kampfes und der Grausamkeit gehen können. Ich fühlte mich dabei fast ausschliesslich als Opfer. Ich wollte keine Scheidung, ich wollte keinen Krieg, ich wollte nicht diese schrecklichen Atmosphären für die Kinder. Aber ich habe einfach keinen Weg da heraus gefunden, konnte meinen Exmann nicht für Frieden gewinnen und habe folglich selberr gekämpft, gekämpft, gekämpft. Ich habe unendlich gelitten, bin innerlich allerdings viel gewachsen, was meine Fähigkeit, meine Interessen zu vertreten, angeht. Der Preis war allerdings mein gebrochenes herz, dass bis heute noch nicht wieder heil zusammengewachsen ist.
Heute versuche ich zumindest, dann, wênn ich Aussenstehende bin, Frieden zu säen bei Menschen, die sich trennen, mich nicht mehr auf die Seite von einem Elternteil zu schlagen und ihnen so gut ich kann dabei zu helfen, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu fokussieren undwichtig zu nehmen. Es gelingt aber nur ganz ganz wenig. Ich wünsche mir mehr Unterstützung von anderen und viel mehr innere Kraft, Weisheit und Liebe.

Gerda
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon MissCalifornia » 23. August 2005 14:21

hallo erstmal, bin neu hier wie man sieht!
also ich bin selbst scheidungskind. seit der ersten oder was weiß ich denn klasse sind meine eltern geschieden. mein dad schon wieder neun mal umgezogen aber wohnt zum glück in der nähe. Aber ich hasse meine eltern immer noch dafür. wieso heiraten die und nach 8 jahgren oder so wollen sie einander nicht mehr. der grüßte schwachsinn der welt. und wieso heiraten beide noichmal? das war das schlimmste vona allem für mich. sie heiraten neue partner und ich kann die nicht leiden. wieso? ich hasse diese neuen partner und verbringe sehr wenig zeit mit meinen eltern alleine. und dann ist ja noch meine schwester da. ich weiß nicht wann ich das letze mal mit meinem dad alleine war :-( und dann wäre da noch die ätzende stievschwetser (kotze schon bei dem wort). wenn meine schwester und ich bei meinem dad sind, ist sie natürlich auch da. und sie ist immer besser als wir, macht alles richtig.. immer ist sie die tollste. und dann schreibt meine scheiß stievmutter meiner ma eine mail und m!
eint sie kümmere sich nicht genug um uns. nur weil meine ma uns einmal einen tag früher zu dad bringen wollte!!! ICH HASSE DIESE FRAu..
lg nadine
Devorces SUCKS!!!
_.-._.-._.-._.-._.-._.-._.-._.-._.-._.-._
WeLcOmE tO ThE oC b*tCh!
<<The OC forever>>
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LIEBE ist der Entschlss,
das Ganze eines Menschen zu BEJAHEN,
die EINZELHEITEN mögen SEIN,
wie sie WOLLEN.
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon vidia » 18. April 2006 21:57

Simi postete
Hallo ihr alle!


In letzter Zeit habe ich viel mit Elternteilen, teils Müttern und Vätern, gechattet.

Immer wieder das Gleiche: Mutter bekriegt Vater oder/und Vater bekriegt Mutter.

Was aber auch immer wieder das Gleiche ist: Immer geht es über den Rücken der Kinder!!!!

Ich habe noch nie erlebt, das das Kind rausgehalten wird.

Es werden ihnen Schauermärchen über den jeweiligen andren Elternteil erzählt, das es schlimmer nicht geht, es wird boykottiert wo es nur geht, aus Rache, verletzter Eitelkeit oder warum auch immer man das tut. Ja, warum eigentlich?

Ist es nicht scheißegal, ob man den andren hasst, noch liebt oder sonstiges, wenn es dem Kind gutgeht? Das Kind ist der Leidtragende in einer Scheidung..... Warum es noch schlimmer machen? Anstatt das es gefördert wird, mit Mama oder Papa Kontakt zu haben, das alles getan wird, das der andre Elternteil immer noch da ist.... Das es dem Kind so leicht wie möglich gemacht wird, wenn sich die Eltern schon trennen...

Denkt jemand an die Kinder? Leider durfte ich es noch nie erleben...

Nein, es wird getan was man kann, um den andren schlecht zu machen, ihn kaputt zu machen ect.

WARUM?

Es trennen sich die Eltern, aus tausend verschiedenen Gründen: Auseinander gelebt, keine Liebe mehr vorhanden, Fremdgegangen ect.
Aber kommt es je vor, das man sich wegen den Kindern trennt? Nein. Warum auch? Sie haben mit einer Scheidung, bzw mit dem Grund der Scheidung nichts zu tun.

Warum den Kindern weh tun, es ihnen schwer machen, ihnen so zuzusetzten, das sie in Therapie müssen???? Und das ist wirlich kein Einzelfall!

Kann mir das jemand sagen??????

Ich bin selbst Scheidunskind, war allerdings schon 19 Jahre als meine Eltern sich getrennt haben. Hab nicht mehr daheim gewohnt, es ging um keinen Unterhalt, nicht ums Umgangsrecht oder andren Sachen....
Ich habe das nicht erlebt, was ich jetzt von andren höre oder noch schlimmer, bei den Kindern von meinem Lebensgefährten selbst mit erlebe!

Es sind 2 Mädchen, 5 und 7 Jahre alt. Lebenslustig und fröhlich. Wenn sie bei uns sind. Wie es daheim ist, keine Ahnung.
Was ich mitkriege, ist folgendes: Sie kommen zu mir her, mit ihren 5 und 7 Lenzen, fragen mich: "Simi, warum darf ich der Mama nicht erzählen, was wir bei euch machen, warum schimpft sie mich dann?! Warum kann ich ihr nicht sagen, das ich euch lieb hab und es mir Spaß macht, bei euch zu sein?!"

Ja WARUM? Die Mama schimpft sie, wenn sie ihnen erzählt, was wir mit ihnen machen oder wie lustig sie es fanden, das sie gerne bei uns sind.
Ist sie eifersüchtig, neidisch, traurig oder wie soll ich es nennen? Könnt ihr es mir sagen?

Die Kinder haben Angst, daheim was zu erzählen, wenn sie von uns kommen. Wenn sie was sagen, werden sie geschimpft. Ihnen werden Sachen erzählt, da kommt kein normaler Mensch drauf: Sie würden krank werden, wenn sie mit mir kuscheln oder mich zum Abschied umarmen. Der Papa hätte noch eine andre Freundin, der Papa ist blöd, die Simi eine dumme Kuh.
Ich könnte euch Sachen erzählen, nur traurig.

Die Frau vom Jugendamt sagte mir, das das ein Loyalitätskonflikt ist. Sie stecken zwischen Mutter und Vater.
Warum? Die Eltern trennen sich und die Kinder leiden ihr Leben lang darunter.

Viele Beispiele findet ihr hier in unserem Forum!

WARUM? Es macht mich so traurig.

Die Eltern lassen sich scheiden, bekriegen sich: Auf dem Rücken ihrer eigenen, so geliebten Kinder!

Liebe Grüße,
Eure Simi, die auch nur ein Mensch ist!

PS: Es tut mir leid, wenn ich ein bißchen aus der Rolle gefallen bin, aber ich trage das so lange mit mir rum, es mußte raus. Entschuldigt, für meinen teils rüden Ton!
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon vidia » 18. April 2006 21:58

Simi postete
Hallo ihr alle!


In letzter Zeit habe ich viel mit Elternteilen, teils Müttern und Vätern, gechattet.

Immer wieder das Gleiche: Mutter bekriegt Vater oder/und Vater bekriegt Mutter.

Was aber auch immer wieder das Gleiche ist: Immer geht es über den Rücken der Kinder!!!!

Ich habe noch nie erlebt, das das Kind rausgehalten wird.

Es werden ihnen Schauermärchen über den jeweiligen andren Elternteil erzählt, das es schlimmer nicht geht, es wird boykottiert wo es nur geht, aus Rache, verletzter Eitelkeit oder warum auch immer man das tut. Ja, warum eigentlich?

Ist es nicht scheißegal, ob man den andren hasst, noch liebt oder sonstiges, wenn es dem Kind gutgeht? Das Kind ist der Leidtragende in einer Scheidung..... Warum es noch schlimmer machen? Anstatt das es gefördert wird, mit Mama oder Papa Kontakt zu haben, das alles getan wird, das der andre Elternteil immer noch da ist.... Das es dem Kind so leicht wie möglich gemacht wird, wenn sich die Eltern schon trennen...

Denkt jemand an die Kinder? Leider durfte ich es noch nie erleben...

Nein, es wird getan was man kann, um den andren schlecht zu machen, ihn kaputt zu machen ect.

WARUM?

Es trennen sich die Eltern, aus tausend verschiedenen Gründen: Auseinander gelebt, keine Liebe mehr vorhanden, Fremdgegangen ect.
Aber kommt es je vor, das man sich wegen den Kindern trennt? Nein. Warum auch? Sie haben mit einer Scheidung, bzw mit dem Grund der Scheidung nichts zu tun.

Warum den Kindern weh tun, es ihnen schwer machen, ihnen so zuzusetzten, das sie in Therapie müssen???? Und das ist wirlich kein Einzelfall!

Kann mir das jemand sagen??????

Ich bin selbst Scheidunskind, war allerdings schon 19 Jahre als meine Eltern sich getrennt haben. Hab nicht mehr daheim gewohnt, es ging um keinen Unterhalt, nicht ums Umgangsrecht oder andren Sachen....
Ich habe das nicht erlebt, was ich jetzt von andren höre oder noch schlimmer, bei den Kindern von meinem Lebensgefährten selbst mit erlebe!

Es sind 2 Mädchen, 5 und 7 Jahre alt. Lebenslustig und fröhlich. Wenn sie bei uns sind. Wie es daheim ist, keine Ahnung.
Was ich mitkriege, ist folgendes: Sie kommen zu mir her, mit ihren 5 und 7 Lenzen, fragen mich: "Simi, warum darf ich der Mama nicht erzählen, was wir bei euch machen, warum schimpft sie mich dann?! Warum kann ich ihr nicht sagen, das ich euch lieb hab und es mir Spaß macht, bei euch zu sein?!"

Ja WARUM? Die Mama schimpft sie, wenn sie ihnen erzählt, was wir mit ihnen machen oder wie lustig sie es fanden, das sie gerne bei uns sind.
Ist sie eifersüchtig, neidisch, traurig oder wie soll ich es nennen? Könnt ihr es mir sagen?

Die Kinder haben Angst, daheim was zu erzählen, wenn sie von uns kommen. Wenn sie was sagen, werden sie geschimpft. Ihnen werden Sachen erzählt, da kommt kein normaler Mensch drauf: Sie würden krank werden, wenn sie mit mir kuscheln oder mich zum Abschied umarmen. Der Papa hätte noch eine andre Freundin, der Papa ist blöd, die Simi eine dumme Kuh.
Ich könnte euch Sachen erzählen, nur traurig.

Die Frau vom Jugendamt sagte mir, das das ein Loyalitätskonflikt ist. Sie stecken zwischen Mutter und Vater.
Warum? Die Eltern trennen sich und die Kinder leiden ihr Leben lang darunter.

Viele Beispiele findet ihr hier in unserem Forum!

WARUM? Es macht mich so traurig.

Die Eltern lassen sich scheiden, bekriegen sich: Auf dem Rücken ihrer eigenen, so geliebten Kinder!

Liebe Grüße,
Eure Simi, die auch nur ein Mensch ist!

PS: Es tut mir leid, wenn ich ein bißchen aus der Rolle gefallen bin, aber ich trage das so lange mit mir rum, es mußte raus. Entschuldigt, für meinen teils rüden Ton!
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon Anna0766 » 25. April 2006 11:32

Hallo Simi und all ihr anderen,

es schreibt euch jemand, der, Zitat: "auch nur ein Mensch ist".

ich wurde mit den Kids alleine gelassen und JA und nochmals JA, es ist Neid, Verletztheit, Wut und noch einiges mehr dabei, wenn die Kids am Wochenende bei dem Turteltäubchen-Paar ist. Denn, wie gesagt, ICH bin auch nur ein Mensch ! Muss ich mich dafür schämen, dass ich Gefühle habe. Ich habe diesen Mann geliebt, wirklich und aufrichtig geliebt. Und wenn die Kids in der Schule die 10 Gebote durcharbeiten und mein Jüngster mich frägt, ob WIR - seine Eltern - nicht nach den Geboten leben (U.A. DU SOLLST NICHT EHE BRECHEN !!!!!!!) - wie glaubt ihr, fühlt man sich da ?????? Wunder über Wunder, dass die Kids mir gegenüber loyal und solidarisch sind, da ja ihr Vater - den sie dennoch und richtigerweise trotz allem lieben - die Ehe gebrochen hat !!

Ich halte die Kids dazu an, ihrem Vater zum Geburtstag zu gratulieren, ihm was zu basteln, aus dem Urlaub zu schreiben ecc....... von ihm kommt nur - pflichtgemäß - ein Schoko-osterhase, ein Schoko-Nikolaus, Geschenke zu Weihnachten, Geburtstagen, - alles in bester Ordnung ????? Aber zum Geburtstag vom Jüngsten, beispielsweise, war eine Auslandsreise mit seiner Lebensgefährtin wichtiger !!!!!!!!! Planung und Organisation sind etwas, das von mir jeden Tag gefordert werden und auch gerne erledigt wird.

Aber, wir sind eben alles "nur" MENSCHEN !!!!!!!

Entschuldigung, ich bin erst ganz neu hier - aber es gibt zu allem im Leben zwei Sichtweisen und vielleicht sollte man den Standpunkt der "anderen" auch mal näher betrachten.

Sorry, wenn ich zu heftig klinge.

Liebe Grüsse an ALLE

Rita
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon Gerda » 30. April 2006 12:16

Liebe Rita,

es tut mir sehr leid, dass Du eine Trennung mit so schrecklichen Gefühlen erleben musst, alleine mit 3 Kindern und der Vater hat sich aus der gemeinsamen Liebe und Sorge für die Kinder herausgetan und sich eine "Neue" ins Leben geholt. Das tut auf allen Ebenen grausam weh. Und dafür gibt es auch keine wirkliche Lösung. Das ist eine unmenschliche Belastung, mit solchen Gefühlen fertig werden zu müssen und die Anforderung, die Kinder damit nicht zu belasten ist nicht menschenmöglich. Im Gegenteil, es belastet zusätzlich, wenn Du auch noch den Druck hast, etwas zu tun, was nicht geht, nämlich alle Gefühle vor den Kindern wegzuschliessen und eine liebende sorglose Mama zu sein.

Ich selbst plädiere dafür, dass wir hier sehen, dass die Kinder Opfer von Menschen sind, die selbst Opfer geworden sind und das wir mit Anklagen nicht weiterkommen. Wenngleich es vollkommen üblich ist in unserer Gesellschaft, in Scheidungen einen der Eheleute zu bedauern und den anderen zu verurteilen und auch ich selbst gerate da immer wieder hinein und vermag meinen Wunsch, das Opfersein bei allen zu sehen, noch nicht so häufig zu verwirklichen. Alles Liebe wünscht Dir Gerda
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon camimi » 30. April 2006 14:03

Hallo,

das ist das erste Mal, dass ich hier bin.
Also, auch ich in Scheidungskind. Dies liegt allerdings schon 30 Jahre zurück.
Mit der Scheidung selbst hatte ich nie meine Schwierigkeiten. Allerding sehr stark mit der Umwelt und wie darauf reagiert wurde.
Ständig hieß es "die armen Kinder" Man kam sih vor, als hätte man eine Behinderung.
Uns ging es nach der Scheidung in unserer neuen, friedlichen, ohne ständige Streitereien und spürbarer Kälte wesentlich besser. Leider hatte mein Vater, den ich natürlich über alles liebte, nicht das Rückrat, seine Besuchstermine wahrzunehmen. Das tat weh.
Für mich stellt nicht die Scheidung das Problem dar, sondern wie Eltern und auch die Umwelt damit umgeht. Das es auch anders geht, habe ich oft genug in meinem Bekanntenkreis erlebt.
Menschen, die sich entschlossen haben, getrennte Wege zu gehen, ohne dass es zu einer Schlammschlacht kommt, die auf dem rücken der Kinder ausgetragen werden. Natürlich tut Scheidung erst mal weh.
Ich zitiere hier mal den 10 jährigen Sohn meiner Freundin, als beide Elternteile ihm mitteilten, dass Mama und Papa sich trennen.

"Das habe ich doch schon lange gewusst, Mama. Du warst doch schon sehr lange unglücklich und hast oft geweint. Das hat mich immer sehr traurig gemacht."

Nun sind die Beiden getrennt, der Vater nimmt den Jungen jede Woche, wann immer es machbar ist. Ohne Besuchsrecht oder dergleichen. Und der kleine Mann ist wesentlich ausgeglichener, als früher. Es geht also auch anders.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine kaputtene Ehe nicht wegen der Kinder aufrecht erhalten werden soll.
Nicht, das ich falsch verstanden werde. Ich bin kein Freund davon, wegen jeder kleinen Hürde oder Schwierigkeit, die das Leben nun mal mit sich bringt, gleich die Flinte ins Korn zu werfen und nach Scheidung zu schreien, nur weil es in der heutigen Zeit leicht gemacht wird.
Aber, wenn keine Basis mehr da ist, die Ehe total zerüttet ist...........dann sollte man auch die Konsequenzen ziehen.

Gruß
Camimi
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Cami
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon mikesch » 26. Mai 2006 17:55

Hallo ih
der Beitrag von Simi zeigt, was uns alle in dieses Forum geführt hat.
Ich komme aus einer glücklichen intakten Familie und mir blieb die Erfahrung Scheidungskind erspart. Dafür kenne ich die Situation als Verlassene und als Zweitfrau. Von seinem Mann verlassen zu werden, wenn das Kind gerade 9 Monate alt ist, ist sehr hart. Ich mußte mein Leben komplett neu organisieren. Wohnung, Arbeit u.s.w. und ich war so richtig stinkig mit meinem Ex und seiner Freundin, die mal meine Freundin war. Aber ich hatte keine Lust auf ewigen Streit und wir haben sehr schnell einen Weg gefunden, dass mein zweiter Mann und ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis mit meinem Ex und seiner gesamten Familie haben. Ich bekomme immer wieder gesagt, dies wäre selten und kaum umsetzbar. Aber warum eigentlich? Ich liebe meinen Sohn (heute fast 17) über alles, also muss ich doch auch mal über meinen Schatten springen und ab und zu geben. Natürlich gab es immer mal wieder Diskussionen, aber wenn es gar nicht mehr ging haben wir abgebrochen und uns dann später an einem öffentlichen, neutralen Ort getroffen. Wir haben alles besprochen und konnten uns außerdem nicht anschreien. Klappte gut! Mein Großer ist auf jeden Fall sehr dankbar dafür, weil er sich nie Gedanken machen mußte, ob er Papa oder Mama verletzt oder irgendwas nicht erzählen konnte. Vor allen Dingen seit er mitbekommt, was seit 5 Jahren in denen ich meinen zweiten Mann kenne mit der Ex abgeht.
Jetzt bin ich die Zweitfrau und ich wollte von Anfang an eigentlich ein Miteinander; der beiden Kinder wegen. Gott war ich naiv.
Dieses ewige Draufhauen und bloß nichts positiv sehen und das nach 8 Jahren Trennung. Mein Mann kümmert sich wirklich sehr um seine Kinder und bekommt nur Steine in den Weg gelegt. Seine Bemühungen für ein positives Miteinander sind alle gescheitert.
Und das ist etwas, was ich nie verstehen werde und was sich in vielen Beiträgen hier im Forum wiederspriegelt. Geht es um Genugtuung der Erwachsenen oder um die Bedürfnisse der Kinder? Mein Mann und ich haben jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass die Ex nicht ihm schadet, sondern nur den Kindern. Leider sieht sie das nicht. Vielleicht begreift sie es, wenn die Kinder entgültig zu uns kommen, was die Beiden sich sehr wünschen.
Entschuldigung, aber ich bin so sauer auf diese Frau, weil diese ganzen Aktionen von ihr sind so unnötige wie ein Kropf.

Liebe Grüße
mikesch
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon me » 8. August 2006 20:42

ich will versuchen, eine antwort auf das warum zu geben:

weil die welt so ist, wie sie ist.
wie ist sie?
sie ist gefühllos, emotionslos und kalt. diese welt bietet nurnoch was für den geldbeutel, aber nichts mehr fürs herz. soziale netze haben keinen bestand mehr. die großfamilie ist ausgestorben, warum? weil unsere jobs von uns verlangen, ständig wegzuziehen und die heimat aufzugeben. weil unsere jobs unsere leben sind. weil wir keine zeit haben, uns tradition und werte vermitteln zu lassen, da tradition und werte für diese welt zu konservativ sind und jemand, der sich an solche hält, schon bald nicht mehr fortschrittlich ist und stillsteht, und stillstand bedeutet tod.

was erfreut uns noch in unseren leben? was gibt uns geborgenheit und sicherheit, wenn wir jeden tag um unseren job bangen müssen und ein kaputter kühlschrank unsere existenz bedrohen kann (danke bildzeitung)? was gibt uns eine rückzugsmöglichkeit? was gibt uns ein sicherndes netz während wir versuchen auf dem drahtseil des lebens zu balancieren? was gibt uns selbstvertrauen, stärke und mut?

na klar:
die liebe.

nur die liebe kann das. nur liebe kann uns das leben ertragen lassen. nur die ehrliche, tiefe liebe, von der goethe schreibt, wie sie keine freundschaft und keine familienbeziehung gibt.

und wenn man uns die liebe wegnimmt, zerhaut man die stützpfeiler unseres glücks. und dann rasten wir aus und verlieren die kontrolle.

und dann tragen wir streits auf den rücken unserer kinder aus.
dann kennen wir keine vernunft mehr. dann werden wir wie der stier in der arena - rasend vor wut und keinen ausweg kennend.

so ist das leben. nicht die einzelnen menschen sind schuld daran. kein vater und keine mutter haben schuld daran, wenn ihr kind wegen einer trennung leiden muss.

schuld ist jemand anders. nämlich wir alle. wir, und die art, wie wir das menschliche leben organisiert haben. nennt den schuldigen wie ihr wollt: evolution, zufall, menschheitsschicksal, gott. die art und weise die wir leben macht uns zu wehrwölfen und trennungen und scheidungen zu vollmondnächten.

wenn man den mensch mit einem tier vergleicht, kann man sein verhalten verstehen. wie viel wert sind z.b. ein vogel, ein affe, ein kaninchen, eine mücke oder ein tiger, wenn sie sich niemals paaren? nichts. sie erhalten ihre art nicht. sie tragen nichts bei zur evolution, zum fortschritt. ihre existenzen sind sinnlos.

beim menschen ist das genauso. was sind wir wert, wenn wir keinen partner haben? nichts. wir leben so vor uns hin und wenn wir alt werden sind wir einsam.

ich weiß dass das eine sehr deprimierende ansicht der welt ist.
aber momentan denke ich so.
vielleicht versteht mich ja jemand.
Zuletzt geändert von me am 8. August 2006 20:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon Gerda » 9. August 2006 09:34

Lieb Me,
vielen Dank für Deine lebendige und kompromisslose Antwort auf Simis Frage. Ich finde es gut, dass Du so deutlich benennst, dass die Liebe fehlt, Werte, Traditionen und dass wir letztlich in einer kapitalistischen Gesellschaft leben, in der Geld und nicht LIebe der höchste Wert sind, eine Tatsache,unter der wir alle sehr leiden.
Dass Deine Antwort einen depressiven Anstrich hat, liegt sicher an Deiner Lebenssituation; denn es ist tatsächlich nicht so, dass es gar keine Liebe mehr gibt. Z. B. hier im Forum wird sehr viel im Geiste der Liebe geschrieben, und es wird deutlich, dass hier ganz viele Menschen daran arbeiten und dafür sorgen, dass die Liebe wachsen kann. Und wenn Du in Deine Umgebung wirklich genau schaust, wirst Du sehen, dass es über all auch Nischen gibt, in denen die Liebe leben kann und gepflegt wird.
Sei herzlich und in Liebe gegrüsst von Gerda
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Re: Die Leidtragenden!!!!

Beitragvon luckyluke » 13. November 2006 19:13

Warum lesen viel zu wenige Väter/Mütter die sich trennen wollen diesen Strang? Der gibt doch soooo viele Antworten!
Und wenn eine Trennung nicht mehr zu ändern ist, dann bitte mal"Wünsche der Kinder" lesen!!
Sagt Rene 14 Jahre der gerade durch den Trennungs-Wolf gedreht wird ohne das er gefragt wird! :-(
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