Papa zieht weg

Der Treffpunk für Alleinerziehende und Patchworkfamilien. Hier können Erfahrungen und Sorgen ausgetauscht werden.

Papa zieht weg

Beitragvon FairyQueene » 5. April 2010 02:14

Hallo alle,

eine kleine nächtliche Panikattacke will heraus: Vorm Insbettgehen fand ich eine Mail meines Ex, daß er im Sommer von unserem Dorf weg und mit seiner Lebenspartnerin in die ca. 60 km entfernte Stadt ziehen will.

Wir haben ja bisher ein Wechselmodell, mein Sohn ist 11, und es war bisher nicht klar, ob und wann es so einen Umzug geben wird (oder ob nicht die Freundin mit hier in die Gegend zieht).

Offenbat hat er es Sohni schon gesagt, der "natürlich geweint" habe, aber es sonst ganz gut aufgenommen habe ("sonst"? ... also echt ...)

Sohni will nicht mit umziehen. Das finde ich auch gut so, er hatte sich gerade mit allem einigermaßen arrangiert; einen Wechsel der kompletten Umgebung, Schule, Kumpels, Sportvereine etc. fände ich nicht gut. Darüber hatten wir Eltern uns auch vorher schon einigermaßen verständigt bzw. ich hatte darauf gedrängt, daß der Sohn im Fall des Falles hierbleibt.

Ich hatte lange gebraucht, mich daran zu gewöhnen, nur noch Teilzeitmutter zu sein (Wechselmodell läuft seit drei Jahren), kann aber seit einiger Zeit auch die Vorteile (gemeinsame Zeit mit dem Liebsten) ganz gut genießen.

Jetzt wird also alles wieder anders. Natürlich sind meine Arme weit offen für mein Kind, aber ich mache mir Sorgen, wie er damit klar kommt, wenn sein Vater nicht mehr zum Alltag gehört. Ich weiß auch nicht, wie ein häufiger Vater-Sohn-Kontakt möglich sein soll, da mein Sohn vielerlei vom Vater angeleierte Sportaktivitäten am Wochenende hat. Von einem Nachmittag in der Woche bei Papa kann bei dieser Entfernung vermutlich auch nicht die Rede sein.

Sohni und Liebster verstehen sich auch recht gut, aber ich sehe dennoch die Skepsis im Blick meines Liebsten und kann sie verstehen. Vollzeit-Ziehvater ist noch einmal etwas ganz anderes, als wenn man sich bei allem, was nicht rund läuft, sagen kann, morgen oder übermorgen sind wir wieder zu zweit. Mein Liebster hat bisher auch eher keine erziehende Rolle übernommen, und ich denke, daß sich das ganze Verhältnis vermutlich auch ändern wird, denn wir können nicht rund um die Uhr zusammenleben, und ich bin dann immer die blöde Mama, die alles verbietet, und er ist der freundliche Spaßvogel. Oder?

Dazu kommen noch praktische Probleme. Durch eine Veränderung meines Arbeitsbereiches muß ich häufiger für 2 oder 3 Tage unterwegs sein, während mein Liebster meist nachmittags und abends außer Haus arbeitet. Zwar wird der Sohn auch größer, aber im Moment ... eher schwierig. Schluck.

Wir müssen uns also neu sortieren. Hat jemand ein paar Tipps?

Ich bin froh, daß wir gerade zu dritt ein paar entspannte Urlaubstage hatten. So scheint der Neuanfang am Horizont unter einem freundlichen Stern zu stehen.

Liebe Grüße
von einer schlaflosen FairyQueene :schlafen:
FairyQueene
 

Re: Papa zieht weg

Beitragvon Gerda » 5. April 2010 11:41

Liebe FairyQueen,

so eine Umstellung ist also für alle Beteiligten voller großer Konsequenzen. Was ich schade finde, ist, dass es vor allem auch für Euren Sohn sehr viel unangenehme Veränderung gibt. Ein Wechselmodell ist ja in jedem Fall nicht möglich, wenn ein Elternteil so weit wegzieht, und ich kann immer nicht verstehen, dass das ein Elternteil macht. Ich selbst wäre gar nicht auf die Idee gekommen, wegzuziehen. Es wäre für mich immer eine Entscheidung dagegen gewesen, dass ich Kinder habe und das wäre für mich gar nicht infrage gekommen.

Bei mir war es aber dennoch so, dass mein Ex ganz plötzlich das WEchselmodell ohne Diskussion gekappt hat und unsere Tochter nur noch 14-tägig am WoE genommen hat und 3 Wo in den Soferien. Ich hatte damals keinen Partner, aber ansonsten war es so, wie du es beschrieben hast. Ich hatte mich daran gewöhnt, in jeder zweiten Woche ganz für mich zu sein, nur nach meinen Bedürfnissen zu leben. Die neue Nähe mit meiner Tochter war dann auf der einen Seite sehr schön, auf der anderen Seite mussten wir uns aber auch daran gewöhnen. Es ging nicht mehr, zu sagen, nagut, übermorgen ist sie ja weg, sondern es waren neue Konsequenzen nötig.

Rückblickend empfinde ich es so, dass das Wechselmodell, das wir fast 4 Jahre praktiziert haben, so eine Art "Auslaufphase" der Familie war, ein sanfterer Übergang in die harte Realität von völliger Trennung und völlig getrennten Leben der beiden Elternteile mit völlig neuen festen Orientierungen in die Zukuft. Sozusagen eine neue Phase von Trennung. Unsere Tochter hat sich das eine Weile angeschaut, mitgemacht, 3 Jahre lang, dann wollte sie zu Papa ziehen. Dort hat sie dann gewohnt und wollte nach ner kurzen Weile wieder zu mir und hat mir, als sie 16 war, sehr böse gesagt, dass sie es sch.......findet, nur bei einem Elternteil zu leben und dass sie das Wechselmodell am besten fand. Aber sie musste damit klar kommen. Und für sie war es am allerschwierigsten von allen Beteiligten.

Gibt es denn für dich auch eine Seite, die du begrüßt? Gefällt dir etwas daran oder ist es eher nur schwierig in deiner Vorstellung?

Aus dem, wie du schreibst, klingen Ängstlichkeit und fehlendes Vertrauen in dich selbst, in Euren Sohn und auch in Deine neue Beziehung. Das sind ja alles "Baustellen", die sich nun neu eröffnen, und es ist natürlich eine berechtigte Frage, wie das wirklcih funktionieren kann. Zum Glück gibt es ja eine Vorlaufzeit, in der Ihr alle das mal durchdenken und durchfühlen könnt und besprechen könnt. Vielleicht wäre es ja auch eine Möglichkeit, dazu ein paar Stunden fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen, um im Vorfeld gute Klärungen zu treffen und Konzepte zu überdenken, damit du nicht die Blöde bist, sondern es eine Pachtworkfamiliensituation gibt, die für alle etwas Schönes und Bereicherndes ist - was es ja auch sein könnte.

Genauso ist es ja aber auch wichtig, zu klären, wie dein Ex sich die Beziehung mit seinem Sohn vorstellt. Wie er sie gestalten will. Da kannst du sicher auch im Vorfeld schon etwas Weichen stellen. Und vielleicht geht es ja dennoch, dass er z. B. Freitags nach der Schule zu Papa fährt und montags morgens von Papa weg zur Schule fährt, sodass Ihr doch längere Zeiten auch einfach nur zu zweit habt. Möglicherweise könnte Papa ja auch da, wo du 2 bis 3 Tage wegsein musst, auch einspringen. Auch wenn es 60 km sind, die sind an einem Tag zu machen. Was natürlich schwierig ist, dass dann nach der Schule bei Papa der Kontakt zu freunden und Vereinen nicht mehr möglich ist.

Vielleicht sieht es ja auch schon anders aus heute?

Liebe Grüße und alles Gute!
Gerda
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Re: Papa zieht weg

Beitragvon MarliJo » 6. April 2010 00:16

Liebe Fairy !

Ganz ehrlich, mir fehlt noch etwas "Schlaues", was ich dir hier nun schreiben könnte, nachdem ich deinen Thread gelese habe - angedeutet hattest du ja schon mal etwas in dieser Richtung. Schade, dass es nun offensichtlich leider wahr wird.

Nur zwei Dinge möchte ich kurz loswerden.
Deine kleine nächtliche Panikatacke kann ich gut nachvollziehen und ich weiß nicht, ob sie bei mir klein geblieben wäre, würde ich ähnliches von meiner Ex-Lg lesen. Denn es läutet ja erhebliche Veränderungen ein, in etwas, was sich "gerade" erst gefügt hat und mit dem alle Beteiligten gut leben lernten.

Ein Zweites.
Wenn Papa wegzieht bleibt er Papa und wird dadurch kein "schlechterer" Papa oder schon garnicht "wertloserer" Papa ! Elternsein erfordert zwar Zeit, aber das Verbindende hängt ja nicht nur vom Zeitmaß ab. Sicher, der Gedanke liegt nahe, >Papa entzieht sich seiner Verantwortung und macht sich ein schönes Leben< (aber tut er das?).
Wenn du/ihr irgendwie könnt, dann lasst diesen Gedanken nie an Sohni heran.
Mein EIndruck ist, dass du, dein Liebster und auch dein Ex obenauf genug seid, miteinander sprechen und neue Wege finden zu können, die sich für euren Sohn weiterhin gangbar anfühlen, ohne dass er an seinem Papa und seiner Papa-Verbindung zweifeln müsste.

Bis später sicher
MarliJo
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Re: Papa zieht weg

Beitragvon FairyQueene » 6. April 2010 12:07

Hi und danke für die Antworten,

nur kurz in der Mittagspause: "ein schönes Leben machen"? Nein, das denke ich nicht. Mein Ex möchte mit seiner LG zusammenwohnen, was ich vollkommen nachvollziehbar (und auch wünschbar) finde. So weit ich weiß, hatte sie sogar angeboten, sich hier einen neuen Job zu suchen, aber zum einen ist es für ihn als ortsungebundenen Freiberufler leichter umzuziehen und zum anderen ist er nur meinetwegen hergezogen. Da liegt das Wegziehen natürlich nahe. (Seine LG hat auch 3 Kinder, die bei ihrem Ex leb(t)en, und ist nicht weggezogen, sondern hat sie regelmäßig mehrmals in der Woche bekocht, betreut und versorgt - bis zum Abi. Über meinen Sohn sagt sie "ach, das ewige Hinundher ist ja viel zu anstrengend, er ist ja immer so fertig" :dampf: )

Ich denke aber, daß mein Ex seinem Sohn auf diesem neuen Weg nicht mehr viel geben kann. WE-Regelungen mit heranwachsenden Kindern sind schwierig, auch wenn alle sich Mühe geben, weil sie so viel andere Dinge auf dem Schirm haben, das kann man hier ja überall nachlesen. Und, tut mir leid, gemeinsame Zeit ist ein wichtiger Faktor. Mein Ex wird aufgrund seiner finanziellen Lage auch kein Zahlvater sein. Vielmehr werde ich seine neue Lebensgemeinschaft noch finanziell unterstützen :D Nicht, daß das wirklich von Belang ist, aber tatsächlich weiß ich nicht genau, was eigentlich sein Beitrag zum Aufwachsen des Kindes in Zukunft sein soll. Ich habe ihn gebeten, mir zu sagen, was er sich da so vorstellt. (Daß das alles gegenüber meinem Sohn kein Thema ist, versteht sich von selbst.)

Wenn ich meinen Ex für ein blödes A... hielte, wäre ich wahrscheinlich froh, daß er wegzieht. So ist es aber nicht. Auch wenn das Kind bei uns wohnt, wäre ich froh, wenn er zu seinem Vater gehen könnte, wenn ihm danach zumute ist. Und ich würde gern weiter die Kindersorgen teilen, es gibt ja 1000 Dinge wie Arztbehandlungen, Schulgeschichten, was weiß ich, in denen ich in Zukunft faktisch alleinerziehend sein werde, weil es aus der Entfernung schwierig sein wird, dazu was zu sagen. Und natürlich würde ich auch praktische Unterstützung wie Übernachtungsbetreuung während meiner Dienstreisen gern in Anspruch nehmen, zugegeben. Ja, tatsächlich schwebte mir wohl eher eine Art postfamiliäre Familie vor, die es auf lange Sicht dann wohl doch nicht geben kann. Guter Gedanke, Gerda.

Unsicher war ich auch während des Wechselmodells, in erster Linie, weil fast alle in der Umgebung sich benehmen, als sei man nicht ganz dicht. Insbesondere die professionelle Beratung hat massiv davon abgeraten (und den Psychologen, der zu mir sagte "das Kind bleibt bei ihrem Mann, der hat mehr Zeit, und kann Sie ja einmal in der Woche nachmittags besuchen, so als ob es zum Klavierunterricht geht", werde ich in diesem Leben nicht mehr vergessen). Inzwischen glaube ich, daß es vom Kind und der Situation abhängt, ob Wechseln eher gut ist oder schlecht. Mein Sohn sagte gerade vor Papas Ankündigung ungefragt, er fände das alles jetzt eigentlich ganz schön so.

Naja, die Panikattacke ist vorbei. Ich versuche, das nun eher als spannende neue Phase im Leben zu sehen. Und natürlich freue ich mich über Zeit mit meinem Sohn, wenn es auch für mich bedeutet, wieder zurückzustecken. Sport, Musik, Literatur ... das wird dann wohl mehr was für die Rente ,)

Liebe Grüße Euch allen
FairyQueene
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Re: Papa zieht weg

Beitragvon Gerda » 6. April 2010 23:06

Liebe Fairyqueen,

aus meiner Erfahrung als Mutter von 3 erwachsenen Söhnen/Tochter kann ich dir versichern, diese Zeit geht viel schneller rum, als man glaubt. Mit 11 denkt man als Eltern noch, es ist auf ewig, aber die Vergänglichkeit des Zusammenlebens ist da. In 7 Jahren ist er erwachsen, vor dem Gesetz. Bis dahin kann noch viel passiert sein. Vielleicht entscheidet er sich in dieser Zeit, doch zu seinem Vater zu ziehen. Er wird größer, und deine Ambitionen mit Sport, Musik, Literatur haben dann sicher wieder mehr Raum. Meine Kinder haben mit 13, 14 angefangen, sich sehr stark auf Gleichaltrige zu beziehen, waren sehr gerne sehr viel auf eigene Faust unterwegs und sie haben auch immer wieder viel Ideen dazu beisteuerrn können, wie bestimmte organisatorische Fragen - ich denke jetzt an deine Dienstreisen - zu lösen sind.

Deine Erfahrung, dass man mit dem Wechselmodell auf sehr viel Unverständnis, ´Kritik und sogar Urteil stößt, habe ich auch gemacht. Interessanterweise hat niemand jemals mein Kind gefragt, wie findest du das denn eigentlich. Wie schon gesagt, meine Tochter hat mit 16 gesagt, dass sie das Wechselmodell am besten fand. Da hatte sie schon einiges an Urteilsvermögen. Ich vermute, dass hinter dem urteilen der anderen so eine Haltung steckt, dass man einem Kind gegenüber so tun muss, als sei eigentlich alles fast beim Alten nach einer Trennung, nur, ein Elternteil ist weniger da, vorwiegend der nicht so wichtige, der Vater. ich persönlich sehe im Wechselmodell aber ein sehr flexibles Modell für alle 3 Seiten - Kind, Mutter, Vater - wo sehr gut alle Bedürfnisse unter einem Hut sind, so gut es nur geht bei einer Trennung.

Ich bewundere deine aufgeschlossene Haltung, dass du versuchst, das Ganze als eine neue spannende Phase in deinem Leben zu sehen. Ich wünschte, ich wäre so flexibel gewesen und hätte so viel positive Kraft in mir gehabt, wie du das offenbar hast. Gratuliere!

Bei dem Abschnitt darüber, wie denn der Vater seine Rolle ausfüllen möchte meine ich, Enttäuschung zu lesen - viellleicht, weil du nicht so gerne das gemeinsame Elternsein aufgeben möchtest?

Den Rückhalt bbei deinem Ex als Elternteil, der alle schwierigen Situationen mit dir teilt - vielleicht kannst du da auch noch das eine und andere Gespr#ch mit deinem Ex führen, um dafür einen Modus zu finden. Feste Telefonzeiten oder auch feste Verabredungen, wo ihr über die Belange von Eurem sohn sprecht und wie es euch mit dem Elternsein geht? Vielleicht gibt es auch rituelle Gemeinsamkeiten, die Ihr einrichten könnte - wie z. B. zusammen essen gehen ein Mal im Monat oder gemeinsam ins Kino gehen oder solche Dinge?

Liebe Grüße u
Gerda
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Re: Papa zieht weg

Beitragvon FairyQueene » 7. April 2010 22:15

Liebe Gerda,

danke für die vielen Gedanken. Mein Sohn ist gerade am Boden zerstört, wenn er auch versucht tapfer zu sein und das Ganze irgendwie anzunehmen.

Ich glaube, mein Ex ist desto froher, je weniger er mit mir zu tun hat. Deswegen wird es gemeinsame Essen o. ä. bestimmt nicht geben. Gesprächsbedarf habe immer nur ich gesehen. Ich warte mal ab, was ihm mit Besuchsrhythmus u. ä. so vorschwebt. Da ist er jetzt m. E. am Zug, und wenn er findet, daß er zu wenig von seinem Kind mitkriegt, bin ich natürlich gern zu Gesprächen bereit.

Leider gibt es hier nur wenig Unterstützungsmöglichkeiten für mich, was das Praktische anbelangt. Ich habe auch Hemmungen, meinen Liebsten in diese Betreuungsfragen so mit einzubeziehen wie den Vater, denn es ist eben nicht sein Kind und er hat sich die neue Situation so nicht ausgesucht. Im umgekehrten Fall möchte ich auch nicht einfach verplant werden. Naja, wie das im einzelnen gehen wird, sehen wir, wenn es so weit ist.

Im Moment tut es mir einfach nur leid für den Sohn.

So long
Fairy
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Re: Papa zieht weg

Beitragvon Gerda » 7. April 2010 22:38

Liebe Fairy,

da sind ja Mutter und Sohn sehr ähnlich - beide sind tapfer und versuchen, das Ganze irgendwie anzunehmen.

Ja, es ist zum Leidtun für Euren Sohn, denn die Veränderung hat er nicht gewählt, hatte kein Mitspracherecht und es rührt an etwas, was sowieso eine Wunde für die meisten Kinder ist - die Trennung der Eltern. Es ist sicher auch beängstigend, wenn es noch keine Signale und klaren Äußerungen von Papa gibt, wie denn die Beziehung dann in der Zukunft aussehen wird. Da wäre es vielleicht doch gut, mal drauf aufmerksam zu machen?

Ich vermute, dass es leichter wird, wenn Papa Bescheid weiß, wie es Eurem Sohn geht, dass er sehr traurig ist und dass es wichtig wäre, wenn er da klare Zukunftsperspektiven aufzeigen würde, wie es mit der Beziehung zu Eurem Sohn von seiner Seite weiter geht. Und auch, dass er den Sohn fragt - und das kannst du ja auch machen - was er sich wünscht in dieser neuen Situation und wie er es sich gut vorstellen kann. Kinder haben immer gute Ideen und oft solche, an die wir selbst gar nicht denken, und wenn es irgend möglich ist, sie zu verwirklichen, ist eine gute Zusammenarbeit von Seiten des Kindes wahrscheinlich.

Das ist eine Seite, die ich nicht wußte, dass es da wenig gute Kommunikation gibt und die auch nicht von beiden Seiten gewünscht wird. Ich wünsche dir gute Ideen und einen klaren Blick in die Zukunft, was es braucht für dich und Euch.

Hast du denn eigentlich schon mal klar mit deinem Partner darüber gesprochen, ob und wenn ja wie er dich unterstützen würde? Klar, er hat dich nicht unter diesen Vorzeichen "genommen", aber dennoch, dich gibt es nur als die, die du bist, eben auch Mutter von einem Sohn. Vielleicht findet er es gar nicht so schlimm, wie du annimmst? Oder vielleicht gibt es klare Zustimmungen und klare Abneigungen auf seiner SEite von vornherein? Ich drück dir die Daumen, dass es da schöne Wege zu örrnen gibt.

Liebe Grüße
Gerda
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Re: Papa zieht weg

Beitragvon Ansa » 8. April 2010 07:49

Liebe Fairy Queen,

ich glaube, so ein einseitiger Umzug stellt alles auf den Kopf, das ganze Leben muss neu organisiert werden, die Ecken um die man so herum lebt, neu festgelegt. Und auch klar, da das keine zweiseitige Entscheidung war, macht es nicht einfacher, sondern fühlt sich vermutlih schon irgendwie an wie ein wenig fremdgesteuert?

Ich möchte auf den Satz von Dir eingehen:
Ich habe auch Hemmungen, meinen Liebsten in diese Betreuungsfragen so mit einzubeziehen wie den Vater, denn es ist eben nicht sein Kind und er hat sich die neue Situation so nicht ausgesucht. Im umgekehrten Fall möchte ich auch nicht einfach verplant werden.


Wenn ich da an meinem Liebsten denke, hätte ihn so ein Denken schwer verletzt. Er sieht und sah uns immer als Familie, zu Beginn mit geregelten Wochenenden, die sich, mit zunehmendem Alter der Kinder schlicht in Luft auflösen; und immer steten Veränderungen und Wechseln, wie ein Leben das mit Kindern so mit sich bringt. Wie sieht das Dein Liebster? Das was Du schreibst, sind ja Deine Gedanken? Wie aber sehen seine dazu aus?

Jeder Partner/Partnerin der/die sich mit einer "Familie" einlässt muss irgendwann einmal darüber nahgedacht haben, wie es wäre wenn.... von heute auf morgen alles anders ist? Ich erinnere mich an eine frühere Angestellte von mir, neu verheiratet mit zwei eigenen Kindern und zwei Kinder auf Papa`s Seite, die aber bei der Mama lebten. Die kam, über Nacht durch einen tragischen Unfall ums Leben und plötzlich waren sie statt zu viert, zu sechst..... sie sagte damals, gedacht hab ich da ab und an dran und nun, nun machen wir das Beste daraus, das sind wir den Kindern einfach schuldig. Damals war ich noch glücklich verheiratet und jung, mich hat das schwer beeindruckt..... aber ich denke, genau um solche Momente geht es nun. Nicht so schwerwiegend und, durch die regelmässigen Wochen und Urlaube (?) ja auch schon geübt.

Erziehungsfragen sind ein anderes Thema, ich weiß nicht mal ob Miterziehung unbedint notwendig ist (das kommt sicher auf den Fall und Bedarf an) aber bestimmt geht es um Regeln des Zusammenlebens und, sind die soviel anders als in den Wochen bisher? Meine Mädchen haben so einen Ansatz ja auch mal gestartet "Du hast mir nichts zu sagen....." Das ging damals ganz ganz schnell..... derweil der Liebste sagte "stimmt, okay, dann lasse ich das......" und nicht lange warten musste, bis eines der Mädchen etwas von ihm wollte...... und dann sagen konnte "och nö.... muss ich nicht, weil ich hab ja nichts zu sagen....." Das Gesicht des Kindes war göttlich, denn das so eine Sache zwei Seiten haben könnte, darauf wäre es nie gekommen...... und da der Liebste dann sagte "ist blöd, oder? Wollen wir (!) nicht doch lieber aufeinander hören?" brauchte das Kind nur nicken und alles war gut, dauerhaft!

Ich denke, die beiden kommen sich eher näher...... denn nun ist Papa nicht mehr so erreichbar - das wird eine Folge sein, über die Papa vielleicht noch nicht so nachgedacht hat? Andererseits, 60 km kann, wenn es eine S-Bahnverbindung gibt oder eine gute Zugverbindung, sehr nah sein? Das schafft Sohni vielleicht nach einigem Üben auch fix mal allein? Jedes Wochenende hingegen würde ich kritisch sehen, denn das teilt Alltag und Entspannung sehr unrecht auf. Da wäre ich vorsichtig...... vielleicht aber kann man ja frei entscheiden? Mehr Ferienwochen anstatt regelmässige Wochenenden? Ich denke, das bekommt ihr schon irgendwie hin, wenn auch anders, als gedacht?

Liebe Grüße
Ansa



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Re: Papa zieht weg

Beitragvon FairyQueene » 8. April 2010 22:24

Liebe Ansa,

nicht, daß da irgendein falscher Ton reinkommt: Der Liebste und der Sohn verstehen sich sehr gut, und der Liebste hat sich an das derzeitige Teilzeitfamilienmodell hervorragend angepaßt: Er steht mit uns um 6 Uhr auf, obwohl er das nicht muß und in seinem früheren Leben nie tat und es eher lästig ist, damit wir morgens Familienzeit haben (weil er halt abends nicht immer da sein kann). Er hat gelernt, eine Waschmaschine zu bedienen und tut das auch unaufgefordert und ohne Murren. Er erweitert sein Kochrepertoire, ich glaube, wir sind jetzt schon bei 5 oder 6 Gerichten ,) Er spielt Fußball, auch wenn er wenig Lust dazu hat, weil ich noch weniger dazu habe usw.

Es ist aber trotzdem noch was anderes, und auch was anderes als bei Euch: Klar kann man immer plötzlich zu Vollzeit(stief)eltern werden. Du hast aber schon mit Deinen Kindern alleinerziehend zusammengelebt, als Dein Mann Dich kennenlernte. Es war sozusagen sonnenklar, daß es so bleibt. Und wenn ich Deine Posts richtig verfolge, ist Dein Mann der, der oft tagelang auswärts arbeitet und unter der Woche gar nicht so präsent ist, weswegen Du sehr viel alleine schultern mußt. Bei uns bin aber neuerdings ich das. Würdest Du Deinem Liebsten sagen, tut mir leid, in den nächsten Monaten bin ich immer von Montag bis Mittwoch 600 km weit weg, kümmer Du Dich mal schön um meine Kinder und den Haushalt, und falls Du zufällig selbst was vorhast, kannst Du das ja knicken? Würdest Du nicht. Das ist ja oft schon in Nicht-Patchwork-Familien ein Problem, wer wie viel abwesend sein kann / darf / muß.

Der Liebste neigt nicht dazu, vorab über Probleme nachzudenken und nachträglich über vergossene Milch zu weinen. Für ihn ist es jetzt eben so, wir werden sehen, wie wir klarkommen, aber freuen kann er sich darauf nicht, weil es nicht seine Entscheidung war (hat er gesagt, kann ich verstehen, wäre aber doch einfacher, wenn er irgendwas Positives entdecken könnte ...)

Ich habe schon an ein Au-pair gedacht, aber ich glaube, unsere abgelegene Provinz kann man keinem jungen Mädchen zumuten. Außerdem hält Sohni ja den Liebsten für das beste Kindermädchen :D und ist nicht scharf auf "Fremde" im Haus.

Dazu kommt, daß wir ein Einzelkind haben - einiges wird leichter, aber anderes geht auch einfach nicht. Mal einen Abend allein zu Hause lassen z. B., was bei seinen Freunden mit jüngeren Geschwistern durchaus vorkommt, denn die sind ja dann nicht allein, sondern zu mehreren.

Na ja, irgendwie werden wir uns da schon durchwurschteln. Der Sohn hat immerhin ein Zimmer in Papas neuem Haushalt. Auf den Vorschlag zur Besuchregelung kann ich wahrscheinlich warten, bis ich schwarz werde. Wechseln unter diesen Bedingungen geht natürlich gar nicht und ist auch so (Woche/Wochenende) nicht erwünscht. Wenn sich zwei Papa-Wochenenden pro Monat organisieren lassen, wäre das schon ganz schön gut, bei allem, was der Sohn sonst so vorhat.

Mal sehen. Wird schon irgendwie werden.
Herzlichen Dank für Deine (und Eure=alle) Gedanken

Fairy
FairyQueene
 

Re: Papa zieht weg

Beitragvon Ansa » 9. April 2010 09:04

Liebe Fairy,

ja - als wir uns kennen lernten, hatten die Kinder durchaus ihren Lebensmittelpunkt bei mir, aber es gab damals noch regelmässige Papawochenenden, von Freitag bis Sonntagabend, es gab regelmässige Ferien und auch kleine Ferien, wie mehrtägige Papaaufenthalte an Ostern, Pfingsten oder Himmelfahrt - das war schon noch anders als heute. Es war bei uns der Liebste, der die ausgefallenen Wochenenden für uns weniger vermisste als ich selbst. Und, ja heute ist es so, das er außerhalb arbeitet, zur Zeit in der Schweiz, aber damals gab es eine Zeit in der ich arbeiten ging, Vormittags und flugs auch Nachmittags, weil er arbeitslos wurde und es einige Zeit dauerte, bis er wieder etwas fand.

Da hat er die Familie gehalten - Mittags die Kinder begrüßt, mit ihnen Pause gemacht, bei Hausaufgaben geholfen und all das getan, was ih heute mache..... und dann gab es auch ein Jahr, indem er täglich daheim war, weil er einen Job vor Ort hatte und letztes Jahr hatte er zwei Monate Projektpause, da hatte ich Vollzeituni und er war hier - wir leben also alles bunt durcheinander und wie sagt er mitunter "Was hab ich eigentlich gemacht, als ich noch keine Kinder hatte? Na ja, in jedem Fall hatte ih mehr Zeit für meine Hobbies, aber das ist hier auch meine Entscheidung." Ich würde ihn mit meinen Kindern allein lassen und auswärts arbeiten, wenn es sich ergeben müsste. Ganz ohne Sorgen, er ist der Mann an meiner und an unserer Seite, wenn nicht er - wer dann? Und ich bin ehrlich, ich war diejenige mit dem schlechten Gewissen und dem Gedanken "Warum tut er das?" Er hingegen nie......

Ein Kind unter zu bringen ist viel einfacher als mehrere - von daher denke ich bestimmt, das würde sich finden. Ein Kind allein daheim lassen, wenn es jemanden anrufen kann - ist, finde ich, auch viel einfacher - als mehrere allein lassen. Dies Wochenende ist das erste Wochenende an dem bei mir alle drei Kinder allein dahein sein werden - das macht mir mehr Bauchweh, als wenn es nur zwei wären.....

Euer Organistaionsaufwand wird größer sein, keine Frage - aber vielleicht kann man dem auch gute Seiten abgewinnen. Und ja, ich kann verstehen das Dich solche Äußerungen wie "ist schon okay, hab ich mir aber anders vorgestellt" zum nachdenken bringen, aber ich finde das sehr ehrlich und deshalb auch wiederum gut. Meine Freundin hat, immer wenn sie ein paar Tage außerhalb arbeiten musste, eine Kinderbetreuung gehabt die dann zu ihr zog, eine Studentin - manchmal findet man auch Erzieherinnen in der Ausbildung - und dann geht es wiederum ganz fix, das alles von allein läuft. Als ich noch allein war, ging meine Tochter immer nach der Schule mit zu einer anderen Mama, aß dort zu Mittag und kam dann heim, wenn ich heim kam. Noch heute sind es die Tage an denen ich lange außer Haus bin, wo sie sich verabredet und dann auch erst Abends heim kommt, mit gemachten Hausaufgaben und allem anderen - und ich revanchiere mich, weil, in Not kommt jeder mal. Da lassen sich mit Sicherheit Lösungen finden, auf dem Land vermutlich auch viel eher als in der Stadt?

Ganz liebe Grüße
Ansa
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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Re: Papa zieht weg

Beitragvon FairyQueene » 9. April 2010 14:16

Tja, wenn mein Liebster arbeitslos würde, hätte er vielleicht auch Lust, den Helden der Familie zu geben. Ich hoffe, daß ich das nicht ausprobieren muß. M. E. ist das auch nicht wirklich das Problem. Ja, die Organisation wird schwieriger, ich werde häufiger genervt und kaputt sein, aber so klein ist mein Sohn nicht mehr, daß nicht Land in Sicht wäre. (Allerdings dieses ewige Mit-zu-Freunden-Gehen halte ich für keine gute Lösung - ich sehe das beim Kumpel meines Sohnes, dessen Mutter alleinerziehend und berufstätig ist. Das Kind ist damit nicht glücklich und wird immer flattriger und fahriger.)

Die künstige Gestaltung der Beziehung zwischen Vater und Sohn finde ich schon problematischer. Ich hoffe, der Papa kriegts hin, daß es eng bleibt zwischen den beiden. Denn der Vater bleibt der Vater, auch wenn Stiefi häufiger anwesend ist. Nach meinem Gefühl sollte es da Unterschiede in der Beziehung geben.

Na, wird spannend. Und jetzt zurück an die Arbeit.
Liebe Grüße,
Fairy
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Re: Papa zieht weg

Beitragvon Ansa » 9. April 2010 16:00

Liebe Fairy,

ich erzähle Dir diese Dinge ja nicht, weil ich glaube, man könne ein Familienmodell eins zu eins übertragen, sondern weil ich Wege aufzeigen wollte..... Möglichkeiten..... zwischen mal woanders nach der Schule hin und immer liegen ja Welten......

Schwer sind solche Veränderungen allemal. Nicht nur für Euch Große, sondern in erster Linie für Deinen Sohn. Er wird die einschneidensten Veränderungen leben müssen und er wird nicht danach gefragt.

Selbstverständlich ist der Kontakt zwischen Sohni, Papa und Deinem Liebsten etwas anderes, sollte es sein - glaub mir, ich wäre froh, wäre es bei uns anders, als es ist - bei mir ist es umgekehrt, alle lieben Papa, aber wenn sie Rat brauchen, Hilfe suchen, Trost nötig haben dann gehen sie zu meinem Liebsten, der für sie auch über Skype jederzeit erreichbar ist, auch während der Arbeitszeit. Ich sehe es aber auch als Möglichkeit, er (Dein Sohn) kann eben gewinnen, neben Papa einen wirklich guten Freund - man weiß nie wie sich die Dinge entwickeln, wenn die Pubertät voll greift. Ich hätte mir so gewünscht, die Liebste meines Ex hätte den Mädchen eine Freundin werden können?

Das wird sich bei Euch finden, es braucht, denke ich eine Zeit der Orientierung für alle Beteiligten, ein Ausprobieren, ein Mut fassen in der einen oder anderen Richtung und vielleicht ist gar nicht alles so trüb, wie es scheint? Vielleicht kann Papa jetzt mehr Ferienanteile bekommen und das dann so für sich organisieren? Es gibt ja, wenn man nicht zerzankt ist und nur auf gerichtliche Vergleiche miteinander aus ist, so viele Möglichkeiten und Freiheiten, das man im Grunde alles tun kann, was man tun mag. Aber die Gestaltung liegt jetzt auch beim Vater, jedenfalls seh ich das so.

Liebe Grüße
Ansa
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