Stiefvater "beleidigt" Stieftochter

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Stiefvater "beleidigt" Stieftochter

Beitragvon stuff » 28. April 2014 10:03

Hallo ihr Lieben,

nach vielen Jahren Ruhe ist nun wieder ein kritischer Punkt gekommen, so dass ich nach Rat fragen möchte:

Zur Vorgeschichte:
Meine Stieftochter (inzwischen fast 13 Jahre alt) lebt seit dem sie 4 1/2 Jahre alt ist bei ihrem Vater und mir. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten hat sich in den letzten Jahren eine gewisse Ruhe und Kontinuität eingerichtet. Nun erzählt die Große seit längerem, dass ihr der neue Mann ihrer Mutter immer wieder erzählt wie dumm sie sei, wie hässlich, dass sie bei ihrer Mutter nur Gast sei, hält sie aus Familienaktivitäten mit ihren 3 (bald 4 Halbgeschwistern) außen vor. Zwischenzeitlich haben wir bereits zwei Zettel von ihr gefunden, auf denen sie schreibt, dass sie deshalb nicht mehr leben möchte.

Dadurch alarmiert haben wir a) die Mutter angesprochen und b) Kontakt zu einer Kindertherapeutin aufgenommen (vor allem weil noch weitere Probleme wie fehlendes Selbstbewusstsein, indirekte Schulverweigerung vorlagen). Die Mutter meinte nur, dass sie ihren Mann schon darauf angesprochen habe, sie aber nichts tun könne, da er nicht auf sie höre :dampf:
Die Große hatte eine Therapie angefangen, diese dann aber abgebrochen, da nach dem regulären Schulwechsel viele Probleme sich von selbst lösten und sie der Meinung ist, sie kommt alleine klar und braucht keine Unterstützung mehr :/: Wir konnten sie nach gutem Zureden nicht dazu überreden die Therapie weiterzuführen.

Nun hat sie mir wieder erzählt, dass ihr Stiefvater Lieder über sie singt, sie beleidigt - sie und ihre Mutter schlecht macht.

Wir haben vor uns beim Jugendamt beraten zu lassen. Ich hätte trotzdem gerne vielleicht ein paar Tipps, wie man noch vorgehen kann. Den Umgang auszusetzen geht leider nicht, da die Große unbedingt zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern möchte.

Was könnt ihr uns raten?

LG Stuff
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Re: Stiefvater "beleidigt" Stieftochter

Beitragvon Ansa » 28. April 2014 11:19

Moin,

was für eine grässliche Situation und was für ein hässliches Benehmen eines Erwachsenen....da bleibt mir die Spucke weg.

Euch bleibt nur, das Kind stärken. Ich möchte Dir dazu das Buch von Theo Schönaker nahe legen "Mut tut gut" - es geht darum nicht um eine solche Problematik, aber um in anderes Erleben. Erst mal für Dich und Euch.

Ansonsten, viele liebevolle Gespräche, Aufklärung darüber, das "kleine" Menschen sich über so ein Verhalten selbst stärken und sich auf Kosten anderer profilieren. Das sie ein wunderbares Mädchen ist und er das spürt und sie deshalb klein machen möchte. Dir fallen da bestimmt die richtigen Worte ein, trotzdem braucht es, glaub ich, Hilfe von außen.

Ggfs. würde ich (weil mich so ein Verhalten rasend macht) eine Anzeige wegen Kindeswohlgefährdung (das ist psychische Kindesmisshandlung) in Erwägung ziehen. Seelische Grausamkeiten, so sagt das BGB dazu, sind in der Kindererziehung zu unterlassen! Zwar kann man so etwas nicht nachweisen oder beweisen, in den seltensten Fällen, aber vielleicht ist das ja ein Ansatz.

Einen Brief, per Einschreiben, schicken in welchem eine Forderung kurz, knapp und klar nach einem vernünftigen Verhalten verlangt wird und in dem ihr klar macht, "WIR wollen das so nicht haben." Ihr dürft Euch auch an das Familiengericht wenden und um Lösung des Konfliktes bitten, zumal die Mutter sagt "kann ich doch nichts machen....." Das Gericht kann möglicherweise anordnen, das der Stiefvater nicht da zu sein hat, wenn die Tochter kommt. Oder es schränkt die Besuche ein, auf Tage oder Nachmittage. So etwas kann man formlos machen, Gericht anschreiben und um Hilfe bitten. Es wird dann eine Anhörung geben.

Möglich, dass das nichts nutzt, davon würde ich ausgehen, aber einen Versuch ist es wert.

Und für die Tochter würde ich, falls es das bei Euch gibt, eine Ermutigungsgruppe nach dem ADI (Adler-Dreikurs-Institut) suchen, das sind 10 Stunden, die unglaublich gut tun und sie stärken, mehr, als Eltern das gelingt. Ihr könnt auch zusammen hingehen, das ist keien Therapie. Anschriften für Eure Gegend gibt`s beim Institut (google mal).

Ansa
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Re: Stiefvater "beleidigt" Stieftochter

Beitragvon stuff » 30. April 2014 21:37

Hallo Ansa,

vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Ja, unsere Hoffnung ist es auch den Umgang mit ihm einschränken zu können. Schwierig ist es bloß, weil er sie meistens zu den Umgängen abholt und bringt. Ihre Mutter hat noch nie was von öffentlichen Verkehrsmitteln gehört und mein Mann wird sich weigern (was ich voll verstehe) sie zu ihrer Mutter zu bringen. Aber da muss dann auch mal die Mutter ein wenig Engagement zeigen (welches sie leider auch nie wirklich gezeigt hat - aber das ist eine andere Kiste).

Wie bestärken die Große so gut es eben geht. Sagen ihr das sie genauso wichtig ist wie ihre Geschwister, ein tolles Mädchen ist usw...
Häufig kann sie es annehmen und es gelingt ihr auch häufiger sein Verhalten zu ignorieren - was aber meiner Meinung nach nicht der Sinn der Sache ist.

Mal sehen, wann wir einen Termin beim Jugendamt bekommen. Vielleicht hilft ja eine "offizielle" Ansage, wer weiß. Er muss sie ja nicht lieben, aber zumindest akzeptieren und respektieren - das konnte er früher gut, aber seitdem er nun 3, bald 4, eigene Kinder hat, ist sie nur noch ein lästiges Anhängsel :(

Wenn das Jugendamt nicht weiterhelfen kann, dann wird uns wohl der Gang zum Gericht nicht erspart bleiben.

Bei den Kursen bin ich noch nicht fündig geworden, aber ich werde mal intensiver googeln.

LG Stuff
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Re: Stiefvater "beleidigt" Stieftochter

Beitragvon Ansa » 1. Mai 2014 07:15

Guten Morgen,

Du schreibst:

Wir bestärken die Große so gut es eben geht. Sagen ihr das sie genauso wichtig ist wie ihre Geschwister, ein tolles Mädchen ist usw...
Häufig kann sie es annehmen und es gelingt ihr auch häufiger sein Verhalten zu ignorieren - was aber meiner Meinung nach nicht der Sinn der Sache ist.


einerseits, genau das ist der richtige Weg - andererseits auch der Einzige der Euch vermutlich bleiben wird. Zwar könnt Ihr versuchen ( und ja, das würde ich tun) ihm den Mund zu verbieten - aber seine Einstellung zu Eurer Tochter wird das nicht ändern. Er mag sich, angeordnet zurück halten, aber ob er Einsicht gewinnt und "erkennt" was er da anrichtet, das bezweifle ich. Und da wir andere Menschen nicht ändern können, ist der einzige Weg der über das Ändern des eigenen Verhaltens, also, die Tochter ist (leider) die einzige, die hier gezielt etwas tun kann, ihr eigenes Verhalten ändern - und das ist für ein so junges Mädchen entsetzlich schwer.

Ich fühle mich da angesprochen, mein Vater war ähnlich, er machte mich runter, fand einen Namen für mich bei dem er mich rief, hängte garstige Zettel an meine Zimmertürund zwang mich, erniedrigende Sätze über mich bei Tisch nachzusprechen. In "ich bin" Form. Noch heute, wenn ich den Namen höre, schaudert es mich.... noch vor einigen Jahren zuckte ich zusammen und ich werde dies Jahr 50 - solche Dinge machen viel mehr mit einem Kind, als es Schläge tun - jedenfalls bei den meisten. Da entstehen einfach unbewusste Prozesse, die man schwer wieder los wird - gut das Ihr jetzt schon etwas dagegen unternehmt. Mit Hilfe kann man so etwas überwinden.

Ansonsten einfach mal beim ADI Institut anrufen, die haben natürlich bundesweit alle Anschriften und wissen bestimmt, wer Euch in Eurer Nähe helfen könnte.

Liebe Grüße und einen schönen 1. Mai
Ansa
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Re: Stiefvater "beleidigt" Stieftochter

Beitragvon Nikita » 10. Mai 2014 17:04

Hi,
wow das sich Erwachsene Kindern gegenüber so verhalten können ist mir unbegreiflich. Die Situation mit getrennten Eltern und Patchworkfamilien ist so schon schwer genug. Man fühlt sich so schon teilweise ausgeschlossen, benachteiligt und weniger geliebt, ohne dass das jemand einem auch noch direkt ins Gesicht sagt.
Persönlich denke ich nicht, dass man viel an seinem Verhalten kann, wenn er das nicht will. Wichtig ist es deiner Stieftochter zu helfen Selbstvertrauen aufzubauen, und zwar ihr nicht (nur) zu sagen wie hübsch, klug usw. sie ist, sondern ihr zu helfen sich auch wirklich so zu fühlen. Das könnte man zum Beispiel , indem man Hobbys fördert, Sachen in denen sie eh schon gut ist und die sie gern macht (selbst wenn es etwas banales wie Kuchen backen ist), indem man shoppen geht, ein neues cooles Top kaut, in dem sie sich hübsch fühlt usw.
Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, dass sie öfters mal etwas mit ihrer Mutter alleine unternimmt, einfach etwas "quality time" zu zweit verbringen, dass würde ihr zeigen, dass sie auch wichtig ist. Was mir persönlich viel geholfen hat, war mit anderen Mädchen, die ähnliches erlebt haben, über sowas zu Unterhalten, denn in den Augen einer 13-Jährigen hat "so ein alter, glatzköpfiger Psychodoktor eh keine Ahnung" und man kann sich einfach nicht vorstellen wie jemand, der sowas vielleicht nie erlebt hat, oder bei dem das wenn dann schon vor eine halbe Ewigkeit passiert ist, einen verstehen kann. Mir persönlich hat meine Psychologin nicht viel weitergeholfen, aber daür ein Mädchen, dass ich beim HipHop Training kennengelernt habe.

Liebe Grüße
Nikita
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Re: Stiefvater "beleidigt" Stieftochter

Beitragvon stuff » 15. September 2014 13:48

Hallo ihr Lieben,

ich wollte euch mal berichten, was seit meinem letzten Post geschehen ist und freue mich über Rat und Meinungen.

Zunächst hatten mein Partner und ich ein Gespräch bei der Familenberatung und haben die Situation geschildert. Viele Lösungsmöglichkeiten konnte die Mitarbeiterin uns nach dem einen Gespräch natürlich nicht anbieten - hat aber Handlungs-/Beratungsbedarf gesehen. Sie wollte, dass wir zum nächsten Gespräch seine Tochter mitbringen, damit sie auch ihre Sichtweise kennenlernt. Das alles war kurz vor den Sommerferien. Die Große sollte dann gucken wie es in den Ferien läuft und dann entscheiden, ob sie an einer Familientherapie mitwirken möchte oder ob das die Erwachsenen unter sich klären.

In den Sommerferien kam dann das völlig unerwartete. Nachdem die Große nun nach 3 Wochen bei ihrer Mutter wieder nach Hause kam, war sie ganz hibbelig und fragte, ob ein Brief für sie angekommen sei und das wir den nicht öffnen sollen (machen wir sowieso nicht). Nach einigem Hin und Her kam dann heraus, dass sie mit ihrer Mutter einen Brief an das Jugendamt geschickt hat - sie will zu ihrer Mutter ziehen!! :oah:

Ich war geschockt!!! Noch vor 4 Wochen zuvor hat sie sich bei mir ausgeheult, wie gemein sie dort behandelt wird - dass ihr immer wieder bei Krankheiten unterstellt wird, dass sie simuliert usw... und nun das!
Die nächsten Wochen waren relativ normal außer dass ich ziemlich nah an einem Nervenzusammenbruch war, weil mein schlimmster Albtraum wahr geworden ist. Ihr Vater hat das alles zu dem Zeitpunkt nicht so gravierend gesehen.

Inzwischen hatten wir ein Gespräch mit der Mutter, meinem Partner, deren Tochter, mir und einem Mitarbeiter des Jugendamtes. Mein Partner hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Trotzdem wurde ihm mitgeteilt, dass der Wunsch seiner Tochter einen starken Stellenwert hat und wir uns doch im Sinne der Tochter einigen sollen. Wir sollen jetzt zu einer Familientherapie. Als Grund für den Umzugswunsch gab die Große an, dass sie ja dort ihre (Halb-) Geschwister hat (7 Jahre, 6 Jahre, 4 Jahre, und 2 Monate) und ihre Mutter. Sie hätten sich geändert und nun sei alles toll.

Dass sie dort jahrelang seelisch misshandelt wurde, interessiert auf einmal nicht mehr. Dass ihre Mutter sie nach einem "schlimmen" Unfall nicht im Krankenhaus besucht hat, dass sie in den letzten 5 Jahren bei keiner Aufführung oder Vereinsmeisterschaft war, Kindertage "vergessen" wurden, Krankheiten als Faulitis hingestellt wurden...das alles zählt nicht mehr. Dass ihr Stiefvater mehr als beleidigend war ... das macht er ja jetzt nicht mehr. Dass mein Partner und ich alles für sie gegeben haben, gefördert und unterstützt haben - sieht sie alles nicht - macht Mama ja dann (ja nee is' klar).

Wir haben wahnsinnige Angst sie zu verlieren. Sie hat so viele Jahre gebraucht um Selbstvertrauen zu entwickeln. Kann nun endlich normal am Unterrichtsgeschehen teilnehmen. Ist so ein tolles Mädchen geworden. Wie soll sie zwischen Grundschülern und Kleinkindern die Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommen, die sie benötigt?

Die Mutter wohnt ca. 45min Autofahrt entfernt. Sie müsste auch die Stadt und die Schule wechseln. Laut der Mutter ist die Schulplatzsituation in ihrer Stadt äußerst bescheiden, so dass sie ggf. in einer anderen Stadt zur Schule gehen müsste...lauter Sachen, die der Großen mitgeteilt werden, die aber nicht beachtet werden. Hauptsache sie kann zu ihrer Mutter.

Wir wissen, dass eine Mutter wichtig ist. Wir haben ihr auch immer den Umgang mit ihrer Mutter ermöglicht. Aber seitens ihrer Mutter kam wenig bis nichts und wenn meistens nur negatives. Deshalb haben wir Angst, dass alles was wir und das Kind erreicht haben, nach ein paar Monaten zunichte gemacht ist. Deswegen sind wir dagegen. Wir haben nur Angst, dass dem Wunsch der Großen entsprochen wird...und dann?

Traurige Grüße
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Re: Stiefvater "beleidigt" Stieftochter

Beitragvon Ansa » 16. September 2014 17:34

Hej Stuff,

ich kann so gut verstehen, das Du traurig bist, bitte sei mit nicht böse, das ich nur kurz antworte, ich hab grad soviel um die Ohren, das ich selbst kaum aufrecht schauen kann.

Aber, ich denke, das sie deshalb zu Mama will, genau deshalb, genau wegen der erfahrenen Ablehnung... sie hofft, all das zu finden, das sie bei Mama schmerzlich vermisst hat und sie glaubt tatsächlich, das alles gut wird. Töchter und Mütter das ist eine stille, immer währende Sehnsucht, fatal.... ganz sicher und ich glaub nicht, das alles dauerhaft ist und so bleiben wird. Nicht, nachdem was war, manches kann sich ändern aber vieles nicht, schon gar nicht langfristig.

Mach den Vorschlag, sie kann wechseln, ein halbes Jahr und dann entscheidet ihr entgültig. Das nimmt Auseinandersetzungen die Spitze, lässt ihr Raum und man wird sehen, was daraus wird.

Ansonsten, fühl Dich einfach ganz doll gedrückt.

Ansa
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Re: Stiefvater "beleidigt" Stieftochter

Beitragvon stuff » 18. September 2014 06:17

Hallo Ansa,

danke für deine Rückmeldung.

Sie gehen zu lassen wird der letzte Schritt sein. Ganz einfach aus dem Grund, dass da zusätzlich zu den befürchteten Missständen auch ein Städte- und Schulwechsel anstehen würde. Wir sehen es wie du, dass die "heile" Familie dort nicht lange vorhalten wird. Und ein 13jähriges Mädchen wäre doch ein perfekter Babysitter...ach man kommt auf so viele Gedanken, wenn man die ganze Zeit grübelt...

Zum Glück "rebelliert" sie nicht, aber man merkt ihr schon an, dass dieses Hin- und Hergerissensein an ihr nagt :(
Wir haben ihr unsere Sicht der Dinge erklärt, damit sie auch versteht, warum wir dagegen sind, dass sie zu ihrer Mutter zieht - unsere Ängste und unsere Sorgen. Sie sagt, sie versteht das - aber sie möchte halt zu Mama...Wenn man sicher sein könnte, dass sie dort gut aufgehoben ist, aber so?...Wir werden sehen, was die Familienberatung bringt.

Liebe Ansa, vielen Dank, dass du dir trotz deiner eigenen Probleme/ Sorgen Zeit für mich genommen hast. Ich wünsche dir viel Kraft!

Liebe Grüße
Stuff
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Re: Stiefvater "beleidigt" Stieftochter

Beitragvon stuff » 2. März 2015 09:50

Hallo ihr Lieben,

ich wollte nach knapp einem halben Jahr einen kurzen Zwischenstand mitteilen.

Die Große lebt weiterhin bei uns und die Situation hat sich ein wenig beruhigt. Ihre Mutter war zweimal mit bei der Familienberatung. Dann wurde ein Termin seitens der Familentherapeutin abgesagt. Auf Nachfrage bzgl. einer erneuten Terminabstimmung kam dann von der Mutter nichts mehr.

Die Große hat in der Zwischenzeit selber immer wieder erleben müssen, dass sie bei Mama an letzter Stelle steht, in den unterschiedlichsten Situation. Das Fass zum Überlaufen hat dann die Nachfrage der Großen bei ihrer Mutter bezüglich der Teilnahme an der Jugendfeier gebracht. Ohne groß darüber nachzudenken, wurde eine Absage erteilt. Sie könne da nicht.
Danach war das Mädel wieder zwei Tage krank. :(

Sie hat sich entschieden, dass sie doch nicht zu ihrer Mutter ziehen möchte (vorerst :/: ). Sie möchte in den Ferien manchmal länger oder ab und an eine zusätzliches Wochenende dort sein - das lässt sich sicherlich einrichten. Der Wunsch dorthin zu ziehen, wird sicherlich weiter bestehen, aber sie sieht und versteht nun (leider) langsam auch, wie ihre Mutter tickt.

LG Stuff
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