Spiegel-Artikel

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Beitragvon Yvaine » 30. Juni 2011 08:42

Hallo liebes Forum,

Heute neu bei Spiegel: ein Artikel über pendelnde Scheidungskinder.
Was haltet ihr davon?

Viele Grüße,
Yvaine

http://m.spiegel.de/deinspiegel/a-764608.html
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Re: Spiegel-Artikel

Beitragvon MarliJo » 30. Juni 2011 23:02

Hallo Yvaine !

Vielen Dank für den Hinweis !
Habe den Artikel gelesen und finde ihn nicht herrausragend. Er spiegelt (unbaabsichtigtes Wortspiel =) ) meiner Meinung nach nicht wieder, was wirklich bei den Betroffenen danhinter steckt. Das meiste bleibt an der Oberfläche die typisch journalistisch herangezogenen Zitate lassen die Probleme nur wenig erahnen, die Pendelkinder (und ihre Eltern) haben können.
Meinen Auszubildenden (und meinem Sohn) sage ich immer: wenn ihr über etwas berichten sollt, dann schreibt es So, dass ein Aussenstehender sich vorstellen, worum es geht - das leistet der Artikel meiner Ansicht nach nicht..aber dafür ist er auch zu kurz gehalten.

Liebe Grüße
MarliJo
MarliJo
 

Re: Spiegel-Artikel

Beitragvon Yvaine » 1. Juli 2011 07:42

Lieber MarliJo,

so in etwa empfand ich den Artikel auch. Klar, es ging darum, ein paar Worte für einen kleinen Artikel zu finden, der sich mit irgendwas beschäftigen musste, was zieht.

Das Zugpferd war also die Fliegerei (wo ich nicht weiß, was daran anders ist, ob mein Kind jetzt in nen Zug steigt oder in nen Flieger... außer dass es im Flieger nicht falsch aussteigen kann :D und manche Fluglinien, z.B. British, in Sitzordnungen vermerken, dass keine Männer neben allein reisenden Kindern sitzen dürfen. Klar, der Zeitfaktor wird angesprochen. Dabei vergisst DeinSpiegel aber leider völlig, dass nicht die Warterei am Gate die Zeit für Hobbys kostet, sondern allgemein die Tatsache, 2 zu Hause zu haben und nicht nur die Reisezeit sondern auch die Umgewöhnungszeit völlig vom Konto gezogen werden muss. Nicht zu vergessen die Zeit, zweimal am Tag zu erzählen was passiert ist, zuerst bei Mittag und dann nach den Hausaufgaben am Telefon, etc, pp. Aber klar, das war nicht Gegenstand des Artikels.)

Alles in Allem soll der Artikel ja für DeinSpiegel sein, also für Kinder. Dafür finde ich ihn zu wenig auf die Kinder bezogen. Die Kleinen dürfen kurz sagen, dass sie es doof finden, wenn sie Geburtstage verpassen (die Problematik, in Entscheidungsschwierigkeiten zu geraten bleibt dabei aussen vor - ist aber auch nicht Gegenstand des Artikels. Also OK) - was alle Erwachsenen Leser mit Achselzucken und "ist doch toll, man kann doch zu Papa fliegen, ist doch viel besser, sollen sich nicht so haben" quittieren.
Für Erwachsene geht er aber nicht in die Tiefe genug.

Naja, für das worum es gehen soll war zu wenig Story für einen Artikel, dann nochmal eben an der Oberfläche gekratzt, ein paar allgemeingültige Scheidungsproblematiken raufgepackt und online gestellt.
Nicht ein Glanzstück von Journalistenarbeit. Schade - aber wir wissen jetzt: es gibt junge Vielflieger.

Viele Grüße und Danke für deine Einschätzung,
Yvaine
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