Pausenbrot?!

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Pausenbrot?!

Beitragvon Tinkaa » 22. Dezember 2011 09:23

Ich starte jetzt einfach mal das leidige Thema "Pausenbrot".
Wie macht Ihr das, wenn der Kühlschrank voll ist, zwei der Kinder finden immer etwas leckeres, nur eins "sieht" nie was richtiges, was schmeckt. Mama solle doch mal was ordentliches kaufen.... Auf die Frage, was es denn sein sollte, kommt keine Antwort.

Wie reagiert Ihr, wenn das Kind aufgrund des "leeren Kühlschrankes" nichts mitnehmen kann, eben hungern soll - gebt Ihr dann trotzdem was mit oder bleibt die Brotdose leer - dann soll es eben mal Hunger haben!?

Eure manchmal ratlose Tinka
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Re: Pausenbrot?!

Beitragvon Ansa » 4. Januar 2012 12:10

Hej Tinka,

bevor also die Schule wieder beginnt, widmen wir uns doch noch mal Deinem Thema, verzeih, das es über die Feiertag ein wenig unter gegangen ist..... Ich hab`s damals gelesen und gedacht "antworte später" ist grad nicht sp präsent....

Ich kenne das aus grauer Vorzeit von meiner Jüngsten. Egal was ich ihr angeboten habe (aber beim Frühstück), sie wollte nix - es ging um andere Dinge als um Essen. Müsli. Cornflakes, Joghurt, Toast oder Brot - also die ganze Palette - immer kam "och, da hab ich aber keinen Hunger drauf" Irgendwann begriff ich, es geht um meine Aufmerksamkeit und dann hab ich gesagt "weißte was, hier ist alles zum Essen was ich habe - iss oder lass es bleiben!" Drei Tage ging sie weinend aus dem Haus, hungrig auch - dann war ihr klar "Frühstück ist meine Sache!" Und das Thema war vorbei. Wenn sie heute fragt, nehm ich sie ernst und sie die Frage auch. (und ich hatte ihr schlicht immer ein Brot mehr eingepackt ,) )

Zu den Pausenbroten kann ich nur sagen, das wir die Abmachung haben, das die Kinder sagen dürfen, worauf sie Hunger haben, wenn sie, bevor die Brote fertig sind, sagen, was sie möchten, ansonsten gibt es das, was ich darauf lege. Da ich die Brote immer dann mache, wenn die Mädels frühstücken, ist das auch machbar..... Kein Pausenbrot (bei 8 Stunden Schule) verweigere ich, weil ich weiß, das sie zwischendurch etwas essen müssen. Hunger macht a. unkonzentriert und b. aggressiv - das braucht kein Mensch. Und meist sind die Dosen dann, trotz Gemaule, auch leer. Wenn nicht, freut`s die Hunde..... oder sie nehmen das Brot am nächsten Tag wieder mit. Dazu gibt`s Obst, geschnitten oder auch Gemüsesticks. Das kommt gut an. Und manchmal lasse ich mich breit schlagen und es gibt ein bisserl Kleingeld, weil es Donnerstag am Schulkiosk belegte Brötchen gibt, oder Pizza - ist auch okay.

Also, Du kannst mit ihnen gemeinsam einkaufen gehen - dann kann sich jedes Kind für die kommende Woche etwas aussuchen. Und natürlich auch nicht meckern ,) hat es sich ja ausgesucht.... oder Du ignorierst das Gejammer und packst einfach etwas ein.... Hunger ist ein guter Koch. :D

Liebe Grüße
Ansa

P.S. eine andere Lösung wäre es eben auch, sie machen sich ihr Brot selbst - das klappt bei einigen Bekannten ganz gut - aber wenn das der Punkt ist, an dem es scheitert - übernimm Du das einfach. Mein Liebster mault immer, weil ich den Kids ihre Brote mache - aber ich finde das nach wie vor ganz schön, ich mag so früh noch nichts essen und mache dann, während sie frühstücken, die Schulbrote fertig und wir haben Zeit, ein wenig zu plaudern.... Gemeinsamkeit ist mir auch hier wichtig.
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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Re: Pausenbrot?!

Beitragvon Bolz » 5. Januar 2012 09:16

Hallo Tinka,

ich denke auch, dass es um Deine Aufmerksamkeit geht, evtl. auch um eine Klärung der Frage "wie weit kann ich gehen/wie lieb hat sie mich?"

Ich mache meiner Stieftochter nach dem Papawochenende Montags morgens die Brote. Da gibt es dann auch die Möglichkeit wenn vorhanden die Brotsorte oder den Belag auszuwählen. Manchmal gibt es auch einen kleinen Holzspieß mit Gürkchen / Oliven/Käsen/was sonst noch aufspießbar ist, oder ein paar Gemüsestreifen mir einem Klecks Kräuterquark in einem umfunktionierten Pizzabrötchen-Kräuterbutterdöschen.

Allerdings habe ich am Anfang auch mal zufällig erfahren, dass etwas nicht gegessen wurde und bei der Mutter dann weggeworfen wurde. Darauf hin habe ich 2x kein Brot mehr gemacht und sie musste sich das Brot selbst machen, wenn sie eins mitnehmen wollte. Ich habe dabei auch absichtlich nicht mitbekommen, ob sie sich etwas gemacht hat oder nicht. Das hat ihr gar nicht gefallen und sie hat regelrecht darum gebettelt, dass ich ihr wieder etwas mitgebe.

Ich habe insgesamt beim Essen sehr das Gefühl, dass es bei meiner Stieftochter um Aufmerksamkeit geht, denn sie verhält sich so, als gäbe es "kleinere Spielereien" mit dem Essen bei ihr zu Hause bei der Mutter nicht. Jedenfalls ist sie total scharf drauf und ist oft überrascht darüber, was man mit Essen schönes machen kann. So gibt es bei uns z.B. ab und zu mal ein Glas Saft mit buntem Zuckerrand ( Glasrand in Kirschsaft tauchen und danach in Zucker ), oder in Spiralen / Formen geschnittenes Gemüse, oder ein in Herzform gebrachtes gebratenes Spiegelei. Besonders wenn sie Freundinnen mitbringt gibt sie damit regelrecht an. Vielleicht ist das ja auch eine Idee für Dich bei Deinen Kindern ein wenig Spaß an Lebensmitteln allgemein zu wecken ?

Lg
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