Plaudern im Februar

Für Plaudereien, Smalltalk, Klönschnack und all das, was in keinen Fachbereich passt

Plaudern im Februar

Beitragvon Yvaine » 9. Februar 2013 16:42

Liebes Forum,
über eine Woche ist der Februar nun schon alt - da dachte ich mir, ich fang mal an zu plaudern.

Bei uns liegt Schnee, aber im Vergleich zu der Ostküste Amerikas (wo ich jetzt viel lieber wär) ist das nichts. Trotzdem wünsche ich mir Sommer (ultimativ sollte ich mich also eher in die südliche Hemisphäre wünschen... Irgendwo mit Strand und Sonne). Vor allem lange Tage fände ich auch schön, aber es wird ja langsam aber sicher besser. Und dazuhin ist Wochenende - muss jemand von euch Samstags Arbeiten? Ich heute nicht und das genieße ich einfach sehr.

Fröstelige Grüße,
Yvaine
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Re: Plaudern im Februar

Beitragvon Ansa » 9. Februar 2013 19:54

Hej Hej,

unser Tag begann, wie immer Samstag mit einem Familiienfrühstück. Seit mein Mittelchen ausgezogen ist, kommen sie und ihr Liebster Samstags zu uns zum Frühstück und wir genießen das sehr. Das ist so eine richtig schöne Tradition und ich freue mich, das die beiden jungen Leuts auch immer gern kommen.

Und wir haben heute unsere Große besucht, im Vorharz und beim spazieren gehen schneite es dicke weiße Flocken, das war soooo schön, ich hab das wirklich genossen. Zudem es ein tag war, ohne Missverständnisse, ohne Streit und Zank (ist ja leider nicht immer so) und ich mit einem wohligen Gefühl nach Hause gefahren bin. Uns fehlen solche "schönen" Dinge, Leichtigkeit - heute hab ich den Eindruck, wir haben ein Stück davon wieder gefunden und das tut unglaublich gut.

Ansonsten ist mir schon noch winterlich, aber ich freue mich auf den Frühling. Bei mir stehen um diese Jahreszeit immer Tulpen auf dem Tisch und ich freue mich, wenn sie wild durch die Vase wachsen. ,)

Habt ein schönes Wochenende

Liebe Grüße
Ansa
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Re: Plaudern im Februar

Beitragvon Traum-Tänzerin » 9. Februar 2013 22:31

Guten Tag,

ich habe schon länger eure Plauderrunde still gelesen :) Hier im Rheinland steht die Welt Kopf und alles feiert Karneval, gerade singt Brings- da fällt mir ein Satz aus einem ihrer Lieder ein (frei übersetzt ,) ) "Solang wir noch am leben sind"....gerade suche ich genauso wie Ansa, die Leichtigkeit des Lebens und ich habe schreckliche starke Sehnsucht nachdem Frühling....nach vorwärts gehen und trotzdem entspannt sein....

@Yvi Samtags arbeiten muss ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr, seltsamer Weise immer noch und manchmal vermisse ich es...es war ein verdammt anstrengender Job und doch hat er mich so wunderbar ausgefüllt!

LG TT
An dem Tag, an dem
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Re: Plaudern im Februar

Beitragvon Yvaine » 10. Februar 2013 22:22

Hallo ihr Lieben :winken:

dazu fällt mir doch auch noch eine Geschichte ein. Nachdem ich Samstags immer weniger arbeite als ich eigentlich sollte... da könnte man ja so schön viel auf die Reihe kriegen. Ich habe mir also Anfang Januar eine Liste gemacht mit Dingen, die ich erledigen möchte und muss. Da sind Kleinigkeiten drauf (regelmäßig und ordentlich 1x die Woche einkaufen und daraus dann für die Woche vorkochen), aber auch etwas größere Dinge (Wände streichen, z.b.).

Und wisste ihr, was ich davon auf die Reihe krieg? Nichts...

Liebe Ansa,
ich freue mich, dass dein Wochenende so harmonisch war. Du hast es verdient und es ist eines der Wochenenden zum Akkus laden, von denen man einfach ein bisschen zehren kann. Schließ es ins Herz ein und kram es raus, wenn du es brauchst.

Liebe TT,
Womit verbringst du dann jetzt deine Samstage? Dinge-die-auf-der-Liste-stehen-nicht-tun, so wie ich?
Und Frühling, oh ja, da freue ich mich auch schon drauf. Schon allein nach der Arbeit auf dem Balkon sitzen und am Wochenende draußen frühstücken... darauf freue ich mich schon so sehr.

Eure Yvaine
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Re: Plaudern im Februar

Beitragvon Traum-Tänzerin » 11. Februar 2013 14:39

Hallo Yvaine,

was ich mit meinen Samstagen tue....viel zu oft lasse ich sie ungenutzt und es stört mich, ändern kann man das nur in dem aufsteht und einfach tut was man schon solange tun will....

Frühling ist toll und ich kann es kaum erwarten....hier muss sich was verändern, irgendwie mehr Leben in die Sache und ich fühle mich momentan so orientierungslos und doch wieder nicht. Ein bisschen fühlt es sich an, wie als Kind wenn ich langeweile hatte und nicht so richtige wusste wohin mit mir.

LG TT
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Re: Plaudern im Februar

Beitragvon Ansa » 11. Februar 2013 19:49

Guten Abend Ihr Lieben,

ach je, die Nummer mit den Listen kenne ich auch, ich glaub ja beinahe, man setzt sich damit ganz schön unter Druck? Jedenfalls fühl ich mich immer unfähig, wenn ich das dann nicht hinbekommen habe.... nicht gut.

Das Treffen mit meiner Tochter war wirklich schön, grade weil wir so unsere Probleme haben, seit sie den evangelikalen Glaubensweg eingeschlagen hat, denn natürlich, alles was mir etwas Wert ist - ablehnen muss. Toleranz ist für strenggläubige Menschen kein Wert sondern eine Bedrohung und das ist mitunter sehr schwer. Wir müssen lernen, miteinander umzugehen und einen Weg finden, wie wir damit leben können und auch, ob überhaupt.

Das sind dann so Sachen wie, mein ältester und liebster Freund hat geheiratet, seinen Lebensgefährten. Sie ist mit ihm aufgewachsen, er gehörte immer zur Familie, ist auch Weihnachten hier.... würde dem Liebsten und mir etwas passierne, er wäre sofort hier.... und sie gratuliert nicht..... "Homosexualität ist nicht Gottgewollt" und sie ist natürlich dagegen. Das hat mich echt schwer getroffen, fand ich ungezogen und unglaublich, versteht mich richtig, das sie Homosexualität aus Glaubesngründen ablehnt, okay - damit kann ich leben - aber das sie einem, uns so nahe stehenden Menschen kein Glück wünschen mag - das haut mich um. Das kann man ja trennen, "ich finds sch..... das ihr sowas macht, aber ich wünsche Euch alles Gute" lässt jeden stehen, so wie er ist. Will sie aber auch nicht, dann würde sie falsch handeln. Und ich steh dann da und sag "wie unchristlich ist das denn!"

Und was mir schwer fällt ist, früher war das für sie Normalität, Schwul? Na Und, ist halt so..... aber jetzt will sie einfach glauben, dass das schlecht ist, dabei sind die Menschen alle die Gleichen.... na ja und so gibt es dutzende Themen, die plötzlich ganz anders sind. Schwierig..... und schmerzhaft, jedenfalls für mich.

Und deshalb hab ich die unbelasteten Stunden einfach wirklich genossen. Weil sie mittlerweile so selten sind. Mal sehen, auch das ist eine Frage des Lernens, miteinander.

Heute war es hier richtig kalt, Sternenklar und kalt.... aber immerhin trocken und sonnig und das ist ja auch was wert. Langeweile ist etwas Tolles, daraus erwachsen die allerbesten Ideen. Ich bin gespannt.

Euch liebe Grüße
Ansa
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Re: Plaudern im Februar

Beitragvon Traum-Tänzerin » 12. Februar 2013 18:42

Hallo ihr Lieben,

ja, Lange-Weile ist gut und sie dient der Entwicklung! Und ich habe gerade mal wieder den Beweis erhalten, dass wenn man sie aushält die Lange-Weile dann kommt man dem Kern des Gefühls nahe. Während ich über dem Fallbeispiel für's Studium sitze, mich schwer damit tue das Leben des Menschen den ich "beurteilen" soll in Koordinaten darzustellen, um zu einer schlüssigeren Diagnose zu kommen, umso deutlicher wird mir aber auch ich bin da schon auf dem richtigen Weg. Ich habe mich das ganze Semester mit Zweifeln herum geplagt und mit den berühmten "W- Fragen" und ob ich das tatsächlich Richtige tue. Mich gefragt, ob ich das die nächsten 40 Jahre machen möchte...ja, ich möchte und ich habe auch die nötige und wichtige Überzeugung- ich bin dem Menschen zu getan. Und ich weiß auch, ich habe die richtigen Entscheidungen getroffen in den letzten Jahren und Semestern- ich habe einfach gemacht, habe entschieden aus dem Bauch getroffen und bin meiner Intuition gefolgt und jetzt nach einem halben Jahr des Zweifelns merke ich, dass war die nötige Gegenprüfung meines Verstandes.

Es wird Zeit nochmal neue Wege zu gehen, nach rechts& links zu schauen und manchmal auch nach oben& untern und das Gras mal wieder unter den Füßen zu spüren- barfuß zu laufen, für die Erdung.

@ Ansa Ich kann deine Schwierigkeiten sehr gut nachvollziehen, solche Glaubengrundsätze nachzuvollziehen und letztendlich auch einfach so stehen zu lassen...der liebe Gott hat uns Menschen schließlich so geschaffen wie er uns haben möchte und wenn er gegen Homosexualität wäre, dann gäbe es sie schlicht einfach nicht, jedenfalls ist das meine persönliche Überzeugung.

LG TT
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