Plaudern im Mai

Für Plaudereien, Smalltalk, Klönschnack und all das, was in keinen Fachbereich passt

Plaudern im Mai

Beitragvon Ansa » 2. Mai 2013 09:32

Guten Morgen Ihr Lieben,

schon wieder ein neuer Monat und so zieht das Jahr seine Bahn. Mai mit allem, was den Frühling so schön macht, ich wünsche uns eine gute Zeit.

@ Tami,

manchmal passieren solche Dinge, ich bin mir sicher, jedem von uns - Kinder müssen unsere Grenzen finden, manchmal auch derart. Ich glaub eher kaum, das Du versagt hast, vielleicht nicht gut gehandelt in einem bestimmten Moment - aber das stellt ja nicht alles in Frage. Meine Kinder erkennen heute meine miesen Tage und gehen dem aus dem Weg, sie trauen sich zu sagen "red morgen wieder mit mir" und das finde ich ganz okay so.

Das aber war ein Lernprozess für uns alle, und, auch Du bist ein Mensch, der ein Anrecht auf seine Gefühle und Emotionen hat.

Ich werde mir das neue Buch von Jesper Juul kaufen, es heißt Aggression - warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist. Ich bin schon ganz gespannt darauf.Ich weiß nicht, ob Du ihn kennst, aber ich halte sehr viel von ihm, er ist nah am und im Leben und bisher konnte ich mich in dem, was er schreibt immer wieder finden. Aggression ist etwas, das in unserem Leben vorkommt und für die man einen Umgang finden und erlernen muss - vielleicht auch in der Familie, einem geschützten Ort? Weil hier jeder sicher ist, das auch solche Tage am Ende von Liebe getragen sind.

@ Kaktusbüte, bleib einfach bei Dir und horche in Dich, Du wirst wissen, was Du kannst und magst. Ansonsten, es geht um Dich und ich glaube, wenn Du so handelst, das es Dir gut tut, dann wirst Du das Richtige für Dich tun.

Euch liebe Grüße und einen schönen Tag
Ansa
Sei zärtlich mit den Kindern, mitfühlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftmütig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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Re: Plaudern im Mai

Beitragvon Yvaine » 2. Mai 2013 19:51

Hallo liebes Forum,

@Ansa: Ja, ich finde auch Aggression oft im Leben wieder. In mir leider viel zu oft (für meinen Geschmack). Ich bin gespannt, was du von dem Buch dann zu berichten hast, vielleicht gibt es ja dann einen neuen Thread in unserem Bücherforum.

Bist du jetzt mit den Feiervorbereitungen durch? Ich schick dir 2 Kuchen zur Entlastung ;)

Ich glaube, Dienstag in NL muss richtig toll gewesen sein, eine große Party! So etwas wünscht man sich in Deutschland (mal unabhängig vom Fußball) auch. Darf man aber ja nicht, zuviel nationalstolz und so...

Mein erster Mai war sehr entspannt, mit Freunden und schönem Wetter. Feiertage sind was schönes. Der Mai wird super :dafür:

Liebe Grüße,
Yvaine
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Re: Plaudern im Mai

Beitragvon Ansa » 3. Mai 2013 06:10

Guten Morgen Ihr Lieben,

mal sehen, ich werde mir das Buch heute bestellen, aber bestimmt erst nach der Feier Zeit finden, mal rein zu sehen. Jesper Juul jedenfalls schreibt sehr offen, für viele ein wenig forsch, aber ich mag das, es ist einfach schnörkellos und ehrlich. Seine Titel sind auch immer sehr prägnant "aus Erziehung wird Beziehung" etwa - da steckt so viel drin. Und für mich hat er den Begriff "romantische Eltern" geprägt, all die, die ihre Kinder ohne Konflikte und Auseinandersetzungen groß werden lassen wollen und dabei völlig übersehen, das sie etwas lebensuntüchtiges forcieren. Wie soll ein Mensch Konflikte lösen können, wenn er es in der Kindheit nicht lernt. Und ja, vielleicht ist das mit der Aggression ebenso? Ich werde mal berichten.

Meine Tochter, fällt mir grade ein, hat so einen Jungen an ihrer Schule, den muss man nur böse ansehen oder einen strafenden Tonfall haben und er zerfliesst sofort in Tränen. Nicht gut - vor allem nicht gut für das Kind. Und -nun ja - so sind Kinder, passiert das natürlich auch öfter; denn andererseits ist er wenig rücksichtsvoll, immer der Erste - das gibt auch oft Grund für Auseinandersetzungen.

Heute werde ich backen, Deine Kuchen sind herzlich willkommen, ich kann sie brauchen - mal sehen, mit dem Rest bin ich ganz gut in de Zeit, es ist aber auch so, das wir anstatt der erwarteten 70 Personen nun noch knapp 40 sein werden und das schaff ich eher ohne Probleme.

Ja, die Party in NL war sicher ein Highlight, der letzte Tag im April war ja schon immer ein Feiertag "Königinnentag" nun war es der letzte für eine lange Weile. Ich mag das auch sehr gern, aber unser deutscher Vertreter Ernst-August ist eher so ein Monarch zum Fremdschämen - da bin ich froh, das er nichts zu sagen hat. Verprügelt Fotografen (obwohl ich das durchaus nachvollziehen kann) und benimmt sich, wenn er ma irgendwo auftaucht auch nicht besonders. Na, bei uns sind die Zeiten auch vorbei, glaub ich.

So, also, heute beinahe Endspurt und an Himmelfahrt geht`s eine Woche lang nach Schweden, darauf freue ich mich schon sehr...

Euch einen guten Tag
Ansa
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Re: Plaudern im Mai

Beitragvon Tamara22 » 3. Mai 2013 08:40

Moin moin,

liebe Ansa, das Gefühl versagt zu haben entspringt natürlich der Situation, dennoch wünsche ich mir da manches anders und bekomme es trotzdem nicht hin.
Meine Batterien sind grade ziemlich leer und daher die Lunte sehr kurz. Dafür können nur die Kids nichts und ich muss nun Wege finden mich da zu entlasten und das fällt mir sehr schwer, weil mein größter Anspruch an mich ist als Mama immer da zu sein (das ist meiner Erfahrung geschuldet, da großen Mangel erlebt zu haben das weiß ich und dennoch komm ich da nicht ohne weiteres raus).

Im Juni fahre ich ans Meer, nur ein Tag, aber ich plane das grade so, dass es klappen sollte. Spricht ja immer soviel dagegen, da müssen Oma und Opa einspringen, weils unter der Woche ist und Schule, da muss das Geld passen, das ist eh immer so ein Knackpunkt, und dann komme ich schnell an den Punkt mir da was rauszunehmen, das einfach zuviel Umstände macht. Mich da zuzumuten, anderen, etwas zu nehmen, Umstände zu machen, das fällt mir enorm schwer und gleichzeitig ist da eben dann das Gefühl abhängig zu sein und mich nicht frei entscheiden zu können. Da einen Mittelweg zu finden ist mir bis dato nicht wirklich gelungen. Nur mit dem Meer, da bin ich sehr klar, irgendwie muss das klappen...ich brauch Meer ;-)

Das Buch klingt interessant, ich kenne Jesper Juul sehr gut. Er arbeitet mit bei familylab und ich hatte mit denen mal zu tun, wegen der Scheidungskindervorträge, die ich halten will. Und einmal im Jahr kommt er hier her zu einem Vortragsabend für das Familienzentrum, in dem ich nun mitarbeite.
Ich habe derzeit einiges an Büchern hier, da mag ich mich erstmal mit beschäftigen, es gibt ja soviel was man mal lesen könnte :-)

So nun ist putzen angesagt, dann bin ich verabredet. Müde bin ich von gestern und es ist auch gut, dass wir reden konnten, es wurde mal Zeit.
Komisch wie man manchmal nach so langer Beziehung einfach ohne hinterfragen miteinander funktioniert und dann knirscht es und das wird dann gleich so bedrohlich, dass beide noch fester am Funktionieren festhalten, anstatt mal hinzusehen...
Kassensturz ist das für mich grade, wo steh ich im Leben und wo mag ich hin und was will ich nicht mehr. Gar nicht so leicht das zu beantworten merke ich...ein Leben scheint machmal nicht auszureichen.

Einen tollen Geburtstag wünsch ich euch! Und eine schöne zeit in Schweden...

Alles Liebe Tami
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Re: Plaudern im Mai

Beitragvon Ansa » 3. Mai 2013 09:11

Liebe Tami,

beim Lesen (ich wart, das der Kuchen fertig ist und der zweite angerührt werden kann) kam mir spontan ein Gedanke - dies - ich möcht immer da sein, weil ich es als Mangel erlebt habe - das verstehe ich total, aber, es macht einem auch so viel Druck und spontan fällt mir halt ein, manchmal ist es gut, nicht da zu sein.

Ich war immer für meine Kinder da, zu jeder Zeit, musste ich auch, unsere Trennungsgeschichte war einfach zu schlimm, aber eines ist geblieben, der Anspruch meiner Kids, das ich immer da zu sein habe -manchmal fesselt mich das heute. So sehr es mich freut, das sie so ein gutes Verhältnis zu mir haben, wir zu einander, so sehr mich ihr Vertrauen, das ich für alles da bin, ehrt - manchmal wünschte ich mir, sie würden mit wem anders reden..... weil es so viel ist, immer noch. Und wenn ich nicht da bin, dann singen sie hier wirklich Protestlieder und schleichen um mein Büro. Ich hab da etwas versäumt.

Meinen Kindern ist nicht immer klar, das ich auch eine eigenständige Person bin und nicht nur Mutter - das ich auch Bedürfnisse habe - und Zeit für mich brauche um dann wieder voll für sie da zu sein.

Da wünsche ich Dir, das Dir der Spagat besser gelingt und das Du auf Dich achten kannst, nicht auf die Mutter in Dir, sondern auf Tami, das ist nur gut und richtig so. Manchmal ist nicht da sein, eine wichtige Lernerfahrung - zumal Deine Kinder ja nicht verlassen sind, oder unsicher.

So, nun aber wiede rzurück an den Ofen.

Liebe Grüße
Ansa
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Re: Plaudern im Mai

Beitragvon Yvaine » 3. Mai 2013 11:19

Ihr Lieben,
Ich wünschte mir, ich könnte öfter ohne schlechtes Gewissen nicht da sein.
Genau genommen kann ich es nicht.

Ich will so sein, wie alle mich haben wollen, denn dann bin ich mögenswert (Tami, da sind wir beim Thema).
Dabei verliere ich mich.

Ich wünsche euch, dass ihr da schon weiter seit und besser auf euch achtet, Ansa hat es ja schon geschrieben. Die eigenen Bedürfnisse.

Liebe Grüße,
Yvaine
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Re: Plaudern im Mai

Beitragvon Ansa » 3. Mai 2013 12:43

Moin,

Ich will so sein, wie alle m ich haben wollen - da fällt mir, nicht böse sein, folgender Spruch zu ein "everybodies Darling is everybodies Depp" ja, der ist garstig aber am Ende verliert man sich selbst, wenn man allen gefallen will und hinterher weiß man nicht, wer man ist.

Glaubt mir, ich hab das jahrelang gelebt, den Wünschen meiner Eltern entsprechen, denen meiner Schwiegereltern, meines Exmannes und egal was immer ich tat, anrichtete oder an mir veränderte - es war NIE genug. Immer noch ein bisschen, immernoch ein Stück, immer nur so viel, das ich genügte und doch war es nie genug. Nach der Trennung sagte ein Freund etwas ganz Wesentliches zu mir "Hej Süße, da bist DU ja wieder, ich hab Dich so vermisst" und mir ging da erst auf, wie sehr ich mich angepasst und verloren hatte. Deshalb sage ich heute, das Wichtigste was ich bei der Trennung für mich gefunden habe, war ich selbst..... mich selbst wieder finden."

Und natürlich, heute hüte ich mich wie einen Schatz, denn ich selbst sein zu dürfen, ist mein allergrößter Schatz. Nie wieder will ich mich verlieren. Der einzige Rahmen den ich da jemals hab gelten lassen, sind und waren meine Töchter.

Und noch eines hab ich mühsam gelernt und das fiel mir sehr sehr schwer, "wenn Du es niemandem Recht machen kannst - dann mache es so, das es sich für DICH richtig anfühlt" hat mir jemand in meiner Trennungszeit gesagt. Dieser Satz leitet mich heute noch in schwierigen Momenten und ich gebe ihn an meine Kinder in Dilemmasituationen weiter. Denn Du bist das Wichtigste in Deinem Leben, sag ich dann, wenn Du nicht rund läufst (ich nenn das mal so) dann läuft gar nichts mehr.

Ihr sollt Euch natürlich nicht trennen - aber Euch annehmen, so wie ihr seid. Nicht so Rundumschläge an Euch verteilen wie "gestern hab ich als Mutter versagt" sondern den Tag betrachten und sagen "gestern hab ich in dem einen Moment versagt" Einen Moment bekommt man hin - das nimmt man für sich selbst ganz anders wahr als so allgemein "ich habe...." ohne Begrenzung. Denn die ist ja da, die Begrenzung. Ich bin mit meinen Kindern z.B. unendlich geduldig, aber in klärungsbedürftigen Momenten bin ich die Ungeduld per Person. Sagte ich nunr "ich bin ein total ungelduldiger Mensch" würde mir das a. nicht gerecht und b. zöge ich mich runter.... wisst ihr was ich mein?

Passt auf Euch auf
Ansa

P.S. ich hab auch so meine Fehler und auch wenn ich mich dann nicht so gern mag, weiß ich, das diese Dinge zu mir gehören und nur mit ihnen bin ich so wie ich bin, rund im Ganzen. Das gehört dazu.....
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Re: Plaudern im Mai

Beitragvon Tamara22 » 3. Mai 2013 20:05

Liebe Ansa,
du hast natürlich recht. Das ist eines meiner größten Lernthemen, dass meine Präsenz nichts mit wirklich bei meinen Kindern sein zu tun hat und dass nicht präsent sein, also bei mir sein ebenso Platz haben darf und ich da keinen Schaden anrichte. Und da muss ich mich immer wieder für wach machen, dass meine Kids in einer intakten Familie leben, sie haben andere Voraussetzungen als ich damals.
Bischen schwere kost für den Plauderthread denke ich...

Sonne heute, gute Gespräche, Zukunftsplanungen im beruflichen Bereich, eine Liebeserklärung meiner Tochter, Freundschaftsbegegnungen...alles gut grade denke ich.

Schönen Abend Euch
Tami
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Re: Plaudern im Mai

Beitragvon Yvaine » 5. Mai 2013 21:17

Ansa, wie war die Party?

Ich bin heute zu fertig, um euch meine unausgegorene Gedanken "hinzurotzen" - sorry, morgen wird wieder weiter gequatscht.

Habt einen schönen Sonntag Abend und eine gute Nacht.
Ich drück euch, weil ich es gerade will! :umarmen:

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Re: Plaudern im Mai

Beitragvon Tamara22 » 5. Mai 2013 23:13

Ein Grüßlein in die Runde...und bis demnächst, bin müde und bischen beschipst vom Wein und hatte einen echt guten Tag :-)
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Re: Plaudern im Mai

Beitragvon Ansa » 7. Mai 2013 10:25

Guten Morgen Ihr Lieben,

es war eine rauschende Party, wir hatten wunderbares Wetter, blauer Himmel, knapp 20° - okay, mal ein bissle bewölkt, aber durchgehend schön, so dass wir den Tag draußen auch genießen konnten und einige Gäste lieber im Schatten ihren Kaffee genossen haben.

Meine Mädchen und ich haben geschafft und auch alles hin bekommen - okay, diesmal hab ich ein wenig zu viel Kuchen gehabt, aber so hat sich die Reiterrunde am Pferdestall noch gefreut und der Liebste durfte ein zweites Mal Muffins nach Amsterdam tragen :D , das Schwein (ich hab ein Spanferkel bestellt) ist so langsam über den Abend hindurch auch beinahe alle geworden.... kurz, es war einfach schön. es gab sehr bewegende Momente, einmal mit einem Verwandten aus meiner Exfamilie den ich sehr lange nicht gesehen habe und es unglaublich schön war mit dem alten Herrn ein wenig zu plaudern und dann auch innerhalb meiner Familie, als mein Schwiegervater nach 10 Jahren wieder auf seine Enkelin traf nach einem heftigen Streit und am Ende beide über alten Fotos ein wenig weinten. Frieden, das war sehr viel wert.... und schön.

Für mich war das allerwichtigste, das ich aus der Familie gehört habe, das ich damals nicht an der Beerdigung meiner Exschwiegermutter hab teilnehmen dürfen, das habe man als Unrecht empfunden. Da hab ich beinahe ein wenig weinen müssen..... und ich fühle mich nicht mehr so allein. Es wird mehr Menschen geben, die so denken, das ist mir klar geworden und diese Unversöhnlichkeit über den Tod hinaus ist etwas ganz Fürchterliches und Nichts, was die Gesamtheit gut heißt. Für mich der wichtigste Punkt. Und auch für m eine Töchter, die es sichtlich genossen haben, das wir so liebevoll geplaudert haben.

Als es dann langsam dunkel und kalt wurde haben wir noch ein Feuer gemacht und rundherum die Nacht genossen, also, obwohl der Tag soooo lang war, war ich auch erst am nächsten Morgen im Bett. ,) Und an dem war das Wetter noch ein bisschen besser, so dass das Aufräumen ganz gut von der Hand ging. Und, der Liebste hatte uns alle zum Frühstück ins Hotel eingeladen (wir haben eines nebenan, in dem unsere Gäste auch geschlafen haben), das war wirklich sehr schön..... so haben wir den Sonntag über mit den letzten Gästen und der Familie alles ausklingen lassen.

Gestern hab ich die letzten Reste erledigt, was dann so anliegt, nach so einer großen Feier, aufräumen, sortieren und waschen, damit ich Donnerstag auch beruhigt nach Schweden fahren kann, für eine Woche. Allen hat es gut gefallen und einige haben sogar nch angerufen, um mir zu sagen, das es so schön war. Ich liebe unsere Hoffeste auch wirklich.

@ Manchmal gerät man übers Plaudern auch in ernste Themen, ich finde das gar nicht SO schlimm,schwere Kost in mundgerechten Häppchen kann so viel bewirken. Ich hab mich ja auch mit Zeit auseinander gesetzt. Wie konnte es dem Liebsten gelingen so ein gutes Verhältnis zu den Mädchen aufzubauen, wo er doch nur an den Wochenenden da war und den Alltag mit uns eher weniger gelebt hat? die Qualität der Zeit macht so viel mehr aus als die Quantität - das hätte ich mir früher auch nicht so vorgestellt.

Manchmal verändert ein einziger Satz an der entsprechenden Stelle mehr als Dutzende von Gesprächen, für mich war ein solcher Satz ganz einfach "Wenn Du es niemandem Recht machen kannst, egal wie viel Mühe Du Dir gibst, dann handle so, wie Du es für richtig hältst, wie es sich für Dich gut anfühlt, denn dann wird es gut werden." Das ich dies Recht habe, so zu handeln und das es mir zugebillgt wurde, war eine Bahnbrechende Erkenntnis für mich und hat vieles in meinem Leben wirklich verändert.

Von daher schätze ich beim Plaudern auch solche Augenblicke.

Euch einen schönen Tag
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