Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Hier können interessante Bücher vorgestellt werden.

Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Volker » 25. Juni 2003 23:27



Hallo,

dieses Buch beschäftigt sich damit, welche Türen durch welche Sprache geöffnet werden. Ich denke, für schwierige Lebensphasen, wie Trennung und Scheidung ist eine möglichst klare Sprache sehr hilfreich um weg von Wortgefechten zum Kern der eigenen Wünsche zu kommen.
Volker

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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Volker » 28. September 2004 09:25

Hallo,
kleine Ergänzung:
Dieses Buch ist auch sehr gut geeignet für Foren, welche hauptsächlich mit Worten operieren:-))
Im Grunde zeigt das Buch zwei menschliche Haltungen auf: Die "Wolfssprache" und die "Giraffensprache", wendet sich also an alle, die eine authentische Verbindung mit ihren Mitmenschen suchen, die also Giraffe lernen wollen.....
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Setarkos » 30. November 2004 11:34

Hallo Volker, ich entdeckte Marshall Rosenberg, als ich nach elenden und vielfach erfolglosen Bemühungen, mit der "Speerwurfkommunikation" der Juristen zurecht zu kommen, mir die Strukturen unserer Kommunikation näher angeschaut hatte und alle Verständigungsprobleme auf UNBEWUSSTE EGOISTISCHE WAHRNEHMUNG zurückführen konnte.

Ich spreche vom "EIGWE-Syndrom", weil unsere Kommunikation durch "eigeninteresse-gesteuerte Wahrnehmungseinschränkungen" fast permanent so behindert wird, daß wir die Interessen unserer Partner nicht oder nur reduziert und verzerrt wahrnehmen, und damit jede Menge Schieflagen der überaus wichtigen PARTNERSCHAFTSBALANCEN erzeugen.

Da ich weiß, daß ich jetzt mit einigen Fachbegriffen hier so viel Ignoranz herausgekitzelt habe, daß viele Interessierte diesen Beitrag wegklicken, ohne sich mehr um das wichtigste Thema aller Zeiten und Gesellschaften zu kümmern, hier noch schnell eine Internetadresse, auf der es auch einen sehr einfachen, schnell verkonsumierbaren Zugang zu sehr viel PROBLEMBEWÄLTIGUNGSWISSEN gibt: http://www.verstaendigung.de (gratis und unverbindlich!)

Viele Kommunikationsbücher sind leider nur für sehr Interessierte geschrieben. Auch ich sitze mittlerweile auf so viel Expertenwissen, daß ich mir Feedbacks wünsche von Menschen, die mir sagen, wo sie mich nicht verstehen.

Unser größtes KOMMUNIKATIONSHANDICAP ist, daß es uns nicht gelingt, unsere Denkbeule wegzudenken, und daß wir das Interesse anderer brauchen, um uns verständnisvoll mitzuteilen. Das ist Voraussetzung, um mit Partnern zufrieden schaukeln zu können. Leider wissen die wenigsten, daß es nur darum geht, und daß dieses einfache Bild vom Miteinander hilft, die Ursachen unseres Aneinandervorbeis und Gegeneinanders zu erkennen.

Wer mal so weit ist, kann sich dann mit Leichtigkeit :D daran machen, gewohntes Verhalten zu ändern, das zu oft Mißverständnisse und Verschaukelungen produziert ...
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Setarkos » 30. November 2004 11:49

Nochwas: Um den Titel "Gewaltfreie Kommunikation" anzunehmen, muß man wissen, daß auch gegenseitiges Bewerfen mit Bomben Kommunikation ist. Kommunikation ist alles, alles ist Kommunikation ... - Und wie wenig die meisten über dieses spannende Thema wissen in einer problemüberfrachteten Zeit, müßte eigentlich ein gewaltiges Schlürfgeräusch verursachen beim Entdecken einfacher Kommunikationshilfen ... - Was ich oft vernehmen konnte, waren Rülpser, wenn angebotenes Wissen zu schnell verschluckt wurde ... :D
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Volker » 1. Dezember 2004 21:54

Alles braucht seine Zeit...und um zu fassen, verstehen, erleben was in einer Begegnung alles passiert und was man selbst dazu beiträgt gehört eine Menge Mut und Bereitschaft.

Danke für die Ausführungen zum EIGWE_Syndrom :-) und für den link!
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Setarkos » 1. Dezember 2004 22:46

Und selbst, wenn man die Theorie drauf hat wie ich, der sie sich durch verdammt harte Erfahrungen mit Streitpartnern erarbeiten mußte, braucht es noch eine ganze Weile, bis man es praktisch kapiert hat und dann auch seine Gewohnheiten besiegt! Ich habe erst in den letzten zwei Monaten gelernt, Streitgespräche mit den üblichen Angriffen, Scheingefechten, Rechtfertigungen und Nebenschauplatzkämpfen so in den Griff zu bekommen, daß konstruktive Problembewältigung stattfinden kann. Durch's Erarbeiten der Theorie verlor ich belastende Ängste, die ich ohne Familie nicht überstanden hätte, und durch die Praxis erfuhr ich dann so viel Zufriedenheit, daß ich an nichts anderem mehr arbeiten möchte, als meine Mitmenschen zu informieren, wie einfach das auch für sie möglich wird. Nur ein bißchen unter die Oberfläche tauchen, und man kann in jeder Drecksbrühe ein Korallenriff entdecken ... ;-)
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Tamara22 » 2. Dezember 2004 09:51

Hallo Ihr,
um dieses Eigwe-"Syndrom" mal von der Krankheit zu befreien, der natürliche Vorgang des Gehirns aus die Wahrnehmung zu reagieren und sie zu deuten, zu benennen und wegzusortieren oder ggf. zu reagieren ist ja nun mal nicht krankhaft, vielmehr in vielem sinnvoll und besser zu handhaben, wenn bewußt. Das NLP nennt das mentales Repräsentieren und transderivationale Suche;)
Jaja, noch mehr Fremdbegriffe...was solls wer einen Grund sucht damit nichts anfangen zu "können" braucht dazu keine Fremdbegriffe...
Diese Wahrnehmungseinschränkung brauchen wir auch um nicht ver-rückt zu werden und das Eigeninteresse um zu überleben...natürlich gibt es genug Situationen in denen es auch einschränkt.

Mal noch ein paar Sichtweisen, ob die wohl an der einen oder anderen Wahrnehmungseinschränkung vorbei kommen...und das nachdem sie von meiner natürlich schon gefiltert wurden*g*

Bye Tami
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Setarkos » 2. Dezember 2004 15:29

Hallo Du! Wenn man sich dieses "Hirnüberlastungsschutzes" bewußt ist, kann man seine Kommunikation verständnisvoller gestalten. Wird aber mit allen Mitteln verdrängt, sich unbewußt egoistisches Fokussieren bewußt zu machen, find ich das krank. Würde das Fieber verursachen, wäre ich vermutlich nicht auf die Idee gekommen, die Internetseite verstaendigung.de über einen Online-Salsa-Grundschritt-Tanzkurs bekannt zu machen ... ;)
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Volker » 2. Dezember 2004 16:15

Hallo Setarkos,

Du bist ja schnell dabei zu beurteilen, was krank ist... Ich denke es gibt viele Gründe, die dazu führen, dass sich unsere Wahrnehmung egoistisch fokussiert. Dazu zählen tägliche Prozesse und praktiken unseres Leistungssystems in dem Erziehung, Medizin und Selbstbild eine wichtige Rolle spielen. Wo genau wird denn in unserer Gesellschaft schon Gemeinschaft wirklich gefördert?
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Tamara22 » 2. Dezember 2004 18:08

Hi Setarkos,
glaubst du nicht, dass jedes Verhalten für irgendetwas Sinn macht, z.B. eine Verdrängungsstrategie. Also ich steh absolut dahinter, dass jedes Verhalten eine Absicht beinhaltet die FÜR diesen Menschen ist, so gesehen mag ein Sich-verhalten vielleicht doof daher kommen, aber es ist eine Lösungsstrategie mit Dingen umzugehen... (Nicht lachen Volker, ich lerne dazu...)
Ich glaube deine Ideen sind absolut sinnmachend, für mich braucht es noch ganz klar ein anerkennen und wertschätzen dessen wie sich ein Mensch bisher verhalten hat, denn nur so ist Veränderung möglich...in meinen Augen.

@ Volker: Der Mangel an Gemeinschafts-förderung tut sicher nicht gut...
Denke dabei immer an den Satz:" wenn du ein Kind großziehen willst braucht es ein ganzes Dorf".
Ich glaube die Masse an Fähigkeiten als Plus zu sehen geht im Streben nach Individualität unter, weil irrtümlicherweise gegelaubt wird, dass nur entweder oder möglich ist...

Lieben Gruß Tami

PS: Wenn ich euch jetzt sage, dass ich dieses Buch nicht gelesen habe werd ich dann rausgeschmissen?*g*
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Volker » 2. Dezember 2004 21:15

**'**Tami*****

Bis nächste Woche erwarte ich eine dreiseitige Rezension des Buches. Inklusive einer Stellungnahme und dem Entwurf einer Workshopreihe *g*
Volker

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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Tamara22 » 2. Dezember 2004 21:42

Ei Ei Käptain....

verbeug und am Boden kriech....

Tami*gg*
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Setarkos » 2. Dezember 2004 21:59

Lieber Volker, ich finde nur "krank", wenn jemand etwas mit ALLEN MITTELN verdrängt. Ich denke mal, daß ich hier die "Psychofritzen", wie ich sie gerne liebevoll nenne, wenn sie nicht nur Schubladen bewegen, meinungsstärkend hinter mir habe.

Wo genau in unserer Gesellschaft Gemeinschaft wirklich gefördert wird, ist eine gute Frage, die einem so richtig bewußt macht, daß man lange nach Antworten suchen muß.

Ich denke, daß die "kranke Indvidualisierung" unserer Gesellschaft eine Folge einfacher Mechanismen ist, die man gezielt beseitigen könnte, würde man sich ihrer bewußt werden. Auch wenn wir damit vom Thema abschweifen, will ich die Faktoren mal nennen:

1. Das Erfahrungswissen der Menschheit ist im letzten Jahrhundert regelrecht explodiert. Damit wurden Entwicklungen möglich, die man nur bestaunen kann. (Vor rund 50 Jahren wurde in Chicago der erste "Großrechner" vorgestellt, der damals 5.000 Rechenoperationen pro Sekunde leistete. Die Fachpresse schwärmte, daß es nicht so schnell Computer geben wird, die schneller arbeiten werden, aber an der Größe wird sich sicher einiges ändern. Das Monster wog 30 Tonnen und, wenn ich mich recht erinnere und brauchte 180 Quadratmeter Platz ... - Vor 100 Jahren wurden Säuglinge noch ohne Narkose operiert, weil man durch ihr Schreien annahm, sie würden noch keine Schmerzen empfinden ...)

2. Was sich entwickelte zur Mehrung unserer Wohlgefühle, ermöglichte immer schneller noch mehr Entwicklungen. Und so weiter, und so weiter, auch sagenhafte Kommunikationstechnik und Automobile, mit denen man seinen kleinen, überschaubaren Verantwortungsbereich (Familie, Großfamilie, Dorfgemeinschaft, Stadtviertel) verlassen konnte, wenn einem was zu viel Unwohlgefühle machte ...

3. Mit sagenhafter Kommunikation und grenzenloser Mobilität haben wir dann unsere relativ einfach kontrollierbaren kleinen Gemeinschaften immer weiter ausgedehnt, die dann durch Institutionalisierung, Zentralisierung und Internationalisierung immer größer und unüberschaubarer wurden. Beeindruckend für viele. Was riesig ist, ist ja meist gut. Sitzen viele Fliegen drauf, muß es schmecken ... :D

Das alles führte unter zu viel Ignoranz zur Ellenbogenmentalität. Unter der damit zunehmenden Vereinzelung des Menschen leiden wir heute, mehr als wir uns durch Forenbesuche und Handymanie bewußt machen wollen ... Ohnmachtsgefühle und Ängste nehmen zu. Wer Macht hat, setzt sie ein, um sich besser zu stellen als die vielen anderen, die sich eh nicht um uns kümmern. Und so weiter, und so fort ...

Ich mußte mir sehr viele Gedanken machen über die soziale Inkompetenz der Zeitgenossen, weil ich durch meine "Stellung" als Unfallopfer mit sehr belastenden Problemen hautnah erleben konnte, wie immer mehr Freunde keine Zeit mehr hatten und sich zurückzogen, um sich nicht zu belasten.

Pst: Ich habe "Kommunikationstechnik" nur deshalb fett geschrieben, damit Laura beim Drüberfliegen das Gefühl bekommt, daß wir beim Thema geblieben sind ... :D

Liebe Tami, klar macht jedes Verhalten Sinn, weil hinter allem, was wir denken, tun oder unterlassen der Zweck steckt, Wohlgefühle zu sammeln. Mit welcher Art von Sinn wir dann diese unersättliche "Gier" maskieren, ist jedem weitgehend selbst überlassen, soweit er mächtig genug ist. - Das habe ich jetzt sehr provokativ ausgedrückt, in der Hoffnung, daß sich Ablehnung regt, die nach Beseitigung dann das Wohlgefühl eines Erfolges produziert ... ;)

Eine FÜR den Menschen "bemühte" Absicht allein nützt aber nicht viel, wenn dieser Mensch so dumm kommuniziert, daß er die guten Absichten seiner Mitmenschen ins Gegenteil verkehrt und sich Menschen, die er zum Freund haben könnte, zum Feind macht.

Eigenes Verhalten anerkennen und wertschätzen ist ein Kinderspiel. Fremdes Verhalten genauso achten und würdigen, ist meist unmöglich, weil wir uns aufgrund zu geringer Informationen selten in die entscheidungsrelevanten Situationen anderer versetzen können. Weiß man das, ist es einfacher, das Denken, Tun und Unterlassen anderer zu akzeptieren. Meist akzeptieren wir es ja nur deshalb nicht, damit wir unsere Macht steigern, um mehr Wohlgefühle zu bekommen ...

Ehrliche Menschen, die nicht alle Bücher lesen, rausschmeißen ...? Aus was rausschmeißen? Aus einer Denkschublade? Wo denkst Du hin, Tami ...?
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Tamara22 » 2. Dezember 2004 23:06

Hi Setarkos,
alle Gespräche, die sich entwickeln gehören zum Thema aus dem sie entstanden sind, selbst dann wenn man am Ende nicht mehr so genau weiß, wie man da hin kam;)

Provozieren kann ich auch*g*...
Dieses "dumm kommunizieren" hat nur wieder eine Absicht hinter sich stehen, die FÜR diesen Menschen arbeitet, der nach aussen betrachtet sich Feinde macht, in seiner Repräsentation möglicherweise aber anderes erfährt.
Ich gebe dir allerdings dahingehend Recht (da war es wieder dieses Wort), dass ich denke es macht Sinn (für mich) die Handlung des anderen basierend auf einer FÜR ihn enstandenen Absicht zu sehen. Die muss nicht für mich sein, denn ein Für den anderen reicht schon völlig aus um einen Nutzen zu unterstellen. Ich tue mich damit leichter, davon auszugehen, sogar noch einen Schritt weiter, Menschen handeln aus einer positiven Absicht (für sich) heraus.
Schon allein deswegen, weil es darum geht die Grundbedürfnisse erfüllt zu bekommen, und damit meine ich nicht Futter...sondern geliebt weren, anerkannt werden, dazugehören....

Und weil ich eh anders bin...eigenes Verhalten achten ist ein Kinderspiel, gratuliere dann bist du schon weit gekommen, denn da liegt in meinen Augen schon einer der größten Knackpunkte überhaupt. Jemand der sich selbst nicht achten und wertschätzen kann, und davon gibt es in meinen Augen viele, hat es schwer im anderen Achtung und Wertschätzung zu erkennen, weil er/sie keine Idee davon hat...
Kinder die es nicht erlebt haben geachtet und wertgeschätzt zu werden, kriegen es vielleicht noch hin es anderen anstandshalber zukommen zu lassen, aber eine wirkliche Idee wie sich das anfühlt ist nochmal was anderes...

Wie fühlt sich deine Wertschätzung an und wo ist sie für dich in der "dummen Kommunikation" anderer? Und wie kann man diese Gier nach Wohlfühlen in sich selbst erfüllen und daraus schöpfend Kommunikation auf Ressourcen anstelle von Defiziten aufbauen....?

Keine Denkschubladen, na das wird eine Herausforderung*g*

Lieben Gruß Tami
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Re: Marshall Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation

Beitragvon Setarkos » 3. Dezember 2004 02:10

Schwitz! Du kannst Dich ganz schön abstoßen beim Schaukeln. Man muß aufpassen, daß man nicht runterfällt oder Lust bekommt, Dich oben verhungern zu lassen ... ;) Zuerst mal an den Anfang Deines Postings:

Jeder geht einfach zu sehr von sich aus, weil jeder nur mit seinem Hirn denken und mit sich selbst fühlen kann. Daß es auch Menschen gibt, sicher mehr als genug, die sich selbst gering schätzen, hätte ich beinahe völlig restlos insgesamt total übersehen.

Dabei zeigt sich doch genau hier unser aller gemeines Verständigungshandicap, das bei konsequenter Beachtung der Schlüssel zum Vermeiden von Streit ist: EBEN WEIL JEDER NUR MIT SEINER DENKBEULE SINNIEREN KANN UND ANGREIFEN, UND DIE ISOLATIONSHAFT "DENKSTE" UNS VON ANDEREN TRENNT, HAT DAS MEISTE DES GEGEN ANDERE GESCHLEUDERTEN NUR MIT DEM SCHLEUDERER SELBST ZU TUN. FOLGLICH KANN AUCH DIE DEFTIGSTE VERBALE OHRFEIGE NICHT SO SCHLECHT SCHMECKEN, DASS MAN SIE DEM LIEFERANTEN INS GESICHT SPUCKEN MUSS!

Das klingt jetzt zwar etwas verkünstelt, macht aber hoffentlich Knackerlaune für Grübelmonster wie Tami ... :D

Ich überlege, mit welchem Bild ich Dir erklären soll, wie ich mir meine eigene Wertschätzung begrifflich vorstelle? Ich habe das noch nie versucht, es klingt aber interessant, weil wir doch Wesen sind, die gerne was fühlen, streicheln, grapschen ... - Vielleicht wie eine etwas längere Umarmung zwischen zwei schönen Erlebnissen ... ? - Zu abstrakt. Ich werde mir die Frage mal auf ein Blatt Papier schreiben und es mir dann an ein Stöckchen klammern, das ich mir so auf den Rücken binde, daß ich es immer vor der Nase habe. :rolleyes:

Wo ist die Wertschätzung in der dummen Kommunikation anderer? Meine Wertschätzung, oder die Wertschätzung anderer?

Wie kann man die Gier nach Wohlfühlen in sich selbst erfüllen und daraus schöpfend Kommunikation auf Ressourcen anstelle von Defiziten aufbauen....?

Puuh! Sehr kurz und schwierig ...! - Wie kann man sich selbst befriedigend verständigen durch Nutzung vorhandener Möglichkeiten statt Unmöglichkeiten ...? - Ich glaube, heute ist nicht's Gescheites mehr drin in meinem Hirn. Ich werde morgen wiederkommen! Gute Ruhe solange!
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