Anfrage an Bundesregierung

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Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon schmacko » 8. Januar 2010 22:48

Liebe Forumsteilnehmer,

leidvolle Erfahrungen mit Scheidungskindern und viele Einträge hier, die mich z.T. zu Tränen gerührt haben, waren für mich Anlass, zu ergründen, warum die Scheidung der Eltern die Biographien ihrer Kinder so lange und schwer belasten können. Die Probleme für den Einzelnen liegen oft im Verborgenen, sind vielfältig und muten z.T. schrecklich an. Und die enorme Zahl an Betroffenen ...

Nun denn: Eine mitmenschliche Gesellschaft benötigt - auch im Eigeninteresse - mehr Möglichkeiten, um diese Schicksale zu verbessern. Daher habe ich eine Anfrage an die Bundesregierung :schlafen: gestellt, welche diese zum Handeln auffordert.

Damit dieses Anliegen bis zu Frau Merkel durchdringt, benötigt es möglichst viele Unterstützer. Ihr könnt Eure Zustimmung, aber auch Eure Ablehnung, bis zum 30. Januar 2010 unter dem folgenden Link Ausdruck verleihen:

http://direktzu.de/kanzlerin/messages/24458

Ich hoffe, ich verstoße mit dieser Aufforderung nicht gegen die Forumsregeln und meine Anfrage verletzt keinen von Euch. Wenn doch, so bitte ich um Entschuldigung.

Danke Euch vielmals

Smack :dafür:
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon Girl-Soccer » 9. Januar 2010 01:35

:dafür:

Kleiner Tipp:
Veröffentliche doch hier deinen Beitrag dieser Plattform. (schieb's einfach hier noch rein)
Das könnte eher dazu anregen, es zu lesen.
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon Wüstenrennmaus » 9. Januar 2010 12:01

Aber da steht ja nirgendswo, WAS geändert werden soll? Oder habe ich das nicht gesehen? :)
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon schmacko » 10. Januar 2010 03:15

Hallo zusammen,

hier in FR ist alles weiss und die Leute, die mir begegnen sind alle gut gelaunt und recht gesprächig – schön! Ist es bei Euch auch so?

girlsoccer hat geschrieben:Kleiner Tipp:
Veröffentliche doch hier deinen Beitrag dieser Plattform. (schieb's einfach hier noch rein)
Das könnte eher dazu anregen, es zu lesen.


Danke für Deine Unterstützung girlsoccer!

Die Anfrage möchte ich nicht hier ins Forum kopieren – sie ist für den politischen Raum formuliert, weniger für den privaten Raum, den dieses Forum für viele Mitglieder bietet. Politische Diskussionen werden oft hart geführt und das würde sich mit den hiesigen Forumsregeln nicht vertragen. :meinung:
Das heißt keineswegs, dass ich Fragen und Meinungen der Mitglieder hier nicht im Forum sehen will. Aber politische Aktionen – und eine solche stellt die Anfrage dar – müssen auch mit der Außenwelt ausgetragen werden. Dafür sind andere Seiten besser geeignet. Wer sich zu diesem Thema engagieren will, der kann mit dem angegebenen Link den Weg in den politischen Raum gehen. :weg:

Wüstenrennmaus hat geschrieben:Aber da steht ja nirgendswo, WAS geändert werden soll? Oder habe ich das nicht gesehen? :)


Gute Frage und nun muss ich mich doch auf dieser Seite ins politische begeben: :kopftanz:

Änderungen zum Ist-Zustand sollten auf dem folgenden Grundgedanken aufbauen:

Das Thema Scheidungskinder sollte als politisch relevant betrachtet werden, denn es kann unserer Gesellschaft nicht gleichgültig sein, wenn die Hälfte der Bevölkerung mit einem Trauma lebt, das:

• die Entwicklungsmöglichkeiten der Betroffenen im privaten und beruflichen Bereich mit hoher Wahrscheinlichkeit einschränkt,
• zur Gefährdung der Gesundheit vieler beiträgt und
• bei einer enormen Anzahl von Bürgern subjektive Unzufriedenheit mit ihrem Leben verursacht.

Hier werden den Scheidungskindern die „Kosten der Freiheit“, die ein liberales Scheidungsrecht verursacht, aufgebürdet, ohne dass sie vorher gefragt werden oder adäquate Hilfen bekommen, um mit den Folgen klarzukommen. Daher muss als allererstes der Schutz des Staates für diesen Personenkreis sichergestellt werden, eine Verantwortung, der unser Gemeinwesen bis dato nicht nachkommt.

Die in der Folge in meiner Anfrage konkret bei der Regierung angefragten Maßnahmen sind:

1. die Folgen von Ehescheidungen für die betroffenen Kinder näher erforschen zu lassen.
2. die in der Forschung gewonnen Erkenntnisse in konkrete Programme umzusetzen.
3. Scheidungskinder auf ihrer Suche nach Selbsterkenntnis und ggf. Therapie zu unterstützen.
4. scheidungswillige Eltern über die Folgen einer Scheidung für ihre Kinder aufzuklären und negative Auswirkungen von Scheidungen auf die betroffenen Kinder zu minimieren.

3. und 4. Bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe, alles Weitere sollte sich aus 1. und 2. ergeben.

Fehlt etwas? :?

Danke Euch und schöne Grüße,

Schmacko
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon schmacko » 26. Januar 2010 11:50

Hallo zusammen,

nach dem derzeitigen Stand der Abstimmung würde die Anfrage NICHT ans Kanzleramt weitergeleitet :(. Es fehlen derzeit nur etwa 50 Stimmen - gemessen an der Zahl der Zugriffe hier eine geringe Steigerung, wenn - ja wenn Ihr Euch entschließen solltet, die Petition doch noch zu unterstützen.

Wenn nicht, dann hab ich mich halt, was meinen Ansatz oder die Wichtigkeit des Themas angeht, geirrt.

Aber noch ist es ja nicht soweit, also: :dafür:

http://direktzu.de/kanzlerin/messages/24458

Danke Euch und schöne Grüße,

Smack
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon MarliJo » 29. Januar 2010 01:17

Hallo Schmacko !

Habe leider deinen Thread zunächst übersehen und er ist mir erst jetzt aufgefallen :|

Dein Engagement an dieser Stelle finde ich wirklich herausragend und sehe es auch ähnlich, dass das Thema Trennungskinder und ihre Probleme stärker in das gesellschaftliche und politische Bewusstsein rücken sollte !
Ob Forschungslinien das richtige Instrument sind, um das Thema Trennunstrauma individuell wie es nun einmal ist beleuchten zu können und ob es der Politik möglich ist, aus Ergebnissen (welcher Form auch immer) , weiterführende Rückschlüsse festschreiben zu können, sehe ich skeptisch.

Wenngleich ich nicht mit allen Inhalten deines Schreibens an die Bundesregierung und den Formulierungen übereinstimme, unterstütze ich dein Vorhaben auf jeden Fall allein aus dem Grunde,dass ich es für wichtig halte, die Thematik auch verstärkt in politischen Kreisen zur Diskussion zu stellen. Damit etwas ankommt "da oben", muß es wohl so geschrieben werden !?!
Ich sehe es so, dass es bei einer Unterstützung nichts zu verlieren gibt - nur zu gewinnen.

Letztendlich -und das machte es der Politik glaube ich schwer, die Problematik (positiv) beeinflussen zu können - ist das grösstmögliche Wohlbefinden von Trennungskindern meiner Meinung abhängig davon, wie sehr es den Eltern gelingt, ihren Kindern "trotz allem" eine gute Perspektive für ihr Leben zu geben. Diese Verantwortung bleibt auch nach einer Trennung bei den Eltern und ihr gerecht zu werden oder nicht, ist (Wohl oder Übel) Elternangelegenheit innerhalb ihrer 4 (oder 8) Wände.
Die Politik kann denke ich "nur" Hilfe von Außen anbieten, wenn es die Betroffenen für sich persönlich denn wünschen.

Intrumentarien, damit Kinder mit den (negativen) Folgen einer Trennung klarkommen, sollten wie ich finde nicht erst dann greifen, wenn das "Kind schon in den Brunnen" gafallen ist, sondern dort ansetzen, wo die Folgen beginnen können - zum Zeitpunkt der beginnenden Trennung selbst.
Ich würde mir wünschen, dass es Stellen gabe, die "trennunswillige" Eltern aufsuchen können oder sogar verpflichtend aufsuchen müssten, an denen sie einen Leitfaden an die Hand bekämen, der Hilfe bietet, sich mit Blick auf die eigenen Kinder, RÜCKSICHTSVOLL zu trennen.
So wie es Insolvenzverwalter für zahlungsunfähige Unternehmen gibt, müsste es so etwas in der Art geben, um "handlungsinsolvente" Eltern so zu unterstützen, dass der Schaden geringstmöglich bleibt und Zukunft möglich ist - für die Kinder, wie für die Eltern.

MarliJo
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon schmacko » 3. Februar 2010 17:09

Endspurrrt!

Die Abstimmung läuft noch bis morgen früh und es fehlen noch ca. 20 Stimmen!

http://direktzu.de/kanzlerin/messages/24458

Schöne Grüße,

Schmacko
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon schmacko » 5. Februar 2010 22:20

Hallo zusammen,

die Zustimmung hat nicht gereicht, um die Anfrage zur Vorlage an die Regierung zu qualifizieren.

Vielen Dank an alle Feedbackgeber und Unterstützer.

Schmacko
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon MarliJo » 5. Februar 2010 23:57

Hallo Schmacko,

das ist sehr schade, finde ich !
Hoffe, du bist nicht zu sehr entäuscht ? Es lag sicher nicht an dem Vorhaben als solches, sondern eher daran,dass nicht genügend User/innen auf dein Vorhaben aufmerksam geworden sind, zumal die Frequenz hier momentan doch etwas verhaltener ist, als noch vor einigen Wochen.

Ist so etwas denn wiederholbar, neu anschiebbar ?

Viele Grüße
MarliJo
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon schmacko » 9. Februar 2010 01:02

Hallo MarliJo,

danke Dir für Deinen Trost und Deine Unterstützung. :winken:

Einmal ist Keinmal - das war ein erster Versuch zum Lernen.

An alle Forumsteilnehmer: Für einen weiteren Anlauf sind Eure Beobachtungen und Verbesserungsvorschläge natürlich willkommen - oder engagiert Ihr Euch unabhängig, auf einem ganz anderen Weg? Was kann man noch machen?

Ich werde ein wenig in mich gehen und sehen, was sich nach meinem ersten Versuch verbessern läßt.

Ein Ansatzpunkt kann sein, weitere Social Networks einzubinden, um mehr Attention und Response zu generieren. Die Seiten der politischen Parteien sind sicher ansprechbar und ich bitte die Forumsteilnehmer um Rat und Erfahrungen mit anderen Seiten.

Zum anderen muss man sich sicher Gedanken über Inhalt und Formulierung machen. Ich tendiere dazu, das Ganze zu verdichten auf weniger Punkte und nur eine starke Kernaussage herauszuarbeiten. Eine starke emotionale Ausrichtung erscheint ebenfalls erfolgversprechend. So bleibt der Leser bis zum Schluß bei der Sache.

Was meint Ihr?

Smack
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon PhilosophinOhneBoden » 14. April 2010 11:12

Finde das Vorhaben sehr gut. Die drei Punkte, die du eingangs nennt, sind die Wichtigsten. Die aufgezählten vier Punkte sidn sehr konkret. Eine Schwierigkeit könnte sein, dass da schon geforscht wurde bzw. schon Forschung läuft. Die Anfrage hat ja auch eher qualitativen Charakter, d.h. es geht um Intervention und psychologische Nah-Aufnahme sowie -Unterstützung. Da müsste schon eine riesige Kampagne her, so in der Art wie die mit dem Abnehmen (Künast & Co) dass sich da was tut. Udn ich glaube Eltern müssten shcon gezwungen werden, wenns um Scheidung geht, sich da so intensiv um das Kinderwohl zu kümmern (oh weh, jetzt fallen wahrscheinlich alle aus dem Elternforum über mich her ;-) aber ihr seid doch die kleien Ausnahme!). Also da müssten wir zusammen mit der Wissenschaft sowas bewegen wie die Nichtraucher-Kampagne. Ein Weg wäre auch einfach über die Wissenschaft zu gehen, dass die einen Forschungsantrag stellen. Bei der DFG gibt es meines Wissens auch eine Übersicht über laufende Forschungsprojekte.
Heißt nicht dass ich nicht dafür plädiere. Elterführerschein sowieso auch.
Liebe Grüsse und danke für dein Engagament! (sofern du es liest - ist ja schon ein bißchen her)
Glückbringergruß
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon schmacko » 15. April 2010 20:17

Hallo Philosophin,

bin schon noch da.:winken:

Wie auch Du anregst, versuche ich über die Wissenschaft zu gehen, genauer: Über das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) http://www.bib-demografie.de/cln_090/DE/Home/homepage__node.html?__nnn=true. Es berät die Bundesregierung bei Bevölkerungsfragen.

Auf meine 2 Mails habe ich bisher jedoch nur 1 Antwort erhalten, die nicht darauf schließen läßt, dass das Problem verstanden wird. Habe jetzt nochmals um eine Statusmeldung gebeten.

Wenn Ihr Lust habt, dem Anliegen einer besseren Prävention von Scheidungsfolgen z.B. über den Mechanismus - Kinderarmut - Ursachenbekämpfung - staatliche Förderung von Gegenmassnahmen - Nachdruck zu verleihen, so könnt Ihr das BIB über die Mailadresse bib@destatis.de anschreiben.

Schöne Grüße und danke für Eure Unterstützung,

Smack
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Re: Anfrage an Bundesregierung

Beitragvon Gerda » 15. April 2010 21:38

Hallo Schmacko,

hast du schon mal daran gedacht, deine Anfrage über Facebook zu machen? Dort erst mal viele Interessierte zu sammeln? Und mit vielen Interessierten dann diese Anfrage noch mal zu starten und die "Fans" um Beteiligung an den Unterschriften zu bitten?

Liebe Grüße
Gerda
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