Wo gehst du hin...

Hier ist Platz für Gedichte und Gedanken.

Wo gehst du hin...

Beitragvon Traum-Tänzerin » 25. Juli 2010 11:29

Wo gehts du hin?
Wo gehe ich hin?
Wo gehen wir hin?

Ja!
Nein!

Nein ist stärker als Ja
in diesem Fall

Verwirrung
ganz dicht an der Klarheit

Ob ich dich vermisse?
Ganz ehrlich?
Ich weiß es nicht!

Ob ich dazu etwas fühle?
Schwarze Leere!

Die schwarze Leere ist okay
sie tut nicht weh
sie fragt nicht
sie grübelt nicht
sie ist da

Was du über mich weißt?
Realistisch?
Real weißt du nix

Ob das schlimm ist?
Nein!
Schwarzer Leere
ohne Schmerz

Energie zu kämpfen?
Habe ich schon lang nicht mehr!
Will ich auch nicht mehr haben!

Unerreichbar fern
Schwarze Leere die es bedeckt

Meine Träume
Meine Ängste
Meine Sorgen
Meine Nöte
Meine Freuden
Meine Witze
Meine Leben
kennst du nicht

Du kennst mich nicht
und du kennst uns nicht
du kennst wahrscheinlich
noch nicht mal dich selbst!

Ob du weißt das da was fehlt?
Ob du weißt
das du ganz viel
nicht weißt?
Ich denke du weißt es!

Ich vermisse dich
oder den der du mal warst!

Ob ich dich hasse?
Nein ich hasse dich nicht!
Ich liebe dich
Vater

Du bist ein Teil von mir
ich bin ein Teil von dir
das kann uns keiner nehmen!
Verbunden solange wir leben!

Verbunden in der Ferne
Verbunden ohne Worte
Verbunden in der Nähe
ich weiß
du weißt das!

Ich glaube du weißt es
du weißt es ganz genau
verbunden

Du bist mein Vater
ich bin deine Tochter
für immer
auf ewig
mit Worte
ohne Worte
mit Vertrauen
ohne Vertraune
mit Sehnsucht
ohne Sehnsucht

Zwingen kann ich dich nicht
alles was bleibt
ist der Wunsch
du mögest dich dann
wenn du kannst
dann wenn die Kraft reicht
für uns interessieren!

Papa!
An dem Tag, an dem
die Last auf deinen Schultern
unerträglich wird
und du strauchelst,
möge die Erde tanzen,
dir das Gleichgewicht wiederzugeben.
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Re: Wo gehst du hin...

Beitragvon Gerda » 25. Juli 2010 13:52

Liebe TT,

ja, dein Papa ist ein Teil von dir. Er ist in dir, er ist immer da. Die Hälfte deiner Gene sind von ihm.

Es ist so traurig und so schwer, schon seit so vielen Jahren mit ihm, für dich. Der Teil von dir schmerzt. Du kannst deinen Papa nicht ändern, aber du kannst, je erwachsener und reifer du wirst, den Schmerz in dir selbst heilen. Dazu wünsche ich dir alles Gute! Du bist ja schon dabei!

Alles LIebe
Gerda
"Unser wahres Zuhause ist der gegenwärtige Augenblick. Wenn wir wirklich im gegenwärtigen Augenblick leben, verschwinden unsere Sorgen und Nöte, und wir entdecken das Leben mit all seinen Wundern.“

Sei selbst die Veränderung, die du dir wünschst.
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Re: Wo gehst du hin...

Beitragvon Traum-Tänzerin » 25. Juli 2010 17:10

Liebe Gerda,

danke für deine Antwort...viele Jahre, über zehn Jahre sind es mittlerweile-es könnten schon an die 15 Jahre sein- aber der Schmerz dazu wird dumpfer,seltener...aber ist beharrlich, er flammt in Sekunden hoch...es reicht ein Wort...trotzdem im Alltag ist es mehr die Leere und die Traurigkeit die es erträglich machen-die heilsam sind. Ich bin nicht mehr sauer, wütend oder hassend-ich bin nur traurig über sein Desinteresse.

LG TT
An dem Tag, an dem
die Last auf deinen Schultern
unerträglich wird
und du strauchelst,
möge die Erde tanzen,
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Re: Wo gehst du hin...

Beitragvon Gerda » 25. Juli 2010 20:57

Liebe TT,

so ein Schmerz, der in der Tiefe ruht und hochflammen kann, das ist ein Schmerz, der Zuwendung braucht, der Antworten von der erwachsenen Frau braucht, die der Vater nicht geben konnte. Er konnte und kann noch immer nicht deinen Schmerz beantworten, warum auch immer. Aber du bist jetzt erwachsen und hast die Möglichkeit, daran zu reifen und zu wachsen, indem du den Schmerz im Innern umarmst und das Mädchen, die du einmal warst, siehst, betrauerst; indem du lernst, sie zu bemuttern und zu bevatern, so, wie du es damals gebraucht hättest. Dann ist es möglich, den Schmerz im Innern als Kompost zu fühlen, der die TT -Blume zum Blühen bringt.

Alles Liebe
:umarmen:
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