Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

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Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Muckelmaus » 23. Mai 2013 10:23

Hallo ihr Lieben alle!

Kennt ihr das?
Das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen?
So fühle ich mich im Moment. Da ist keine Zeit zum Durchatmen oder Innehalten. Ich hab das Gefühl, ich stehe im Hamsterrad und drehe mich zwischen Kindern, Job, Haushalt und vor allem dem Jobcenter. Ich sollte irgendwann einmal ein Buch über meine Erfahrungen mit dieser Behörde schreiben. Das würde sicher ein Bestseller, von dem jeder glaubt, ich hätte ein fiktives Szenario beschrieben.
Das Pfingstwochenende habe ich mit Wühlen im Sozialgesetzbuch und derer gibt es ja immerhin 12 Stück.
Dabei wünsche ich mir nichts sehnlicher als mal ein paar Tage ohne Aufregung oder negative Neuigkeiten. Aber ein Ende ist nicht in Sicht ....

Erschöpfte, aber dennoch liebe Grüße
Muckel

Ein Kind betritt deine Wohnung und macht in den folgenden zwanzig Jahren so viel Lärm, dass du es kaum aushalten kannst. Dann geht das Kind weg und lässt das Haus stumm zurück, dass Du denkst, du wirst verrückt.
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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Ansa » 23. Mai 2013 17:52

Ach leibe Muckel,

ja, solche Tage und Zeiten gibt es, ich kann es Dir nachfühlen, sei gewiss, diese Zeiten gehen auch wieder vorrüber, irgendwann.

Bis dahin, weißt ja, wir sind für Dich da, ich reich Dir mal nen Tee rüber und ein Ohr (besser ein Auge ,) ).

Liebe Grüße
Ansa
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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Yvaine » 23. Mai 2013 20:49

Hallo liebe Muckel, hallo Ansa,

Ich stelle verständnisvoll selbstgemachte Kekse dazu und nehm mir eine Tasse Tee.

Vielleicht ist Buch schreiben der richtige Ansatz? Dann lesen wir dich bald nicht nur hier sondern in den Bestsellerlisten ;)

Viele Grüße,
Yvaine
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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Muckelmaus » 23. Mai 2013 21:49

Liebe Ansa, liebe Yvaine!

Danke für Tee und Kekse ... schmecken lecker und tun gut :-)

Ein Buch schreiben ... ich glaub, dazu hab ich im Moment nicht die Ruhe.
Manchmal denke ich auch, die Geschichten die wir dort erleben, sind kein Einzelfall. Das findet viel tausend Mal in Deutschland statt und oftmals sicher noch viel härter, als bei uns. Aber das kommt nicht so in die Öffentlichkeit, wie es vielleicht nötig wäre. Das Internet ist voll von Dramen, die sich in den Jobcentern abspielen und das sind nicht nur Dinge, die die Betroffen angeht, sondern auch viele der Mitarbeiter vor Ort. Denn auch die stehen unter Druck von oben.
Wäre unser momentanes Problem mit dem Jobcenter nicht so lang und kompliziert, würde ich es hier aufschreiben. Aber ich weiß noch nicht einmal, wo genau ich anfangen soll. Nur so viel ... meinem Mann ist seit Beginn der Umschulung Geld vorenthalten worden, welches ihm zugestanden hätte und nun kämpfen wir darum, es rückwirkend zu bekommen. Aber ich befürchte, wir kommen da ohne Anwalt nicht weiter. Der Schuh ist für uns allein wohl zu groß. Da gibt es unendlich viele Paragraphen, die ineinander greifen und als Laie verliert man irgendwann den Überblick.
Zeitgleich vertrete ich gerade im Job eine Kollegin und die Mehrarbeit ist doch anstrengend für mich, neben Kindern, Mann, Tieren und Haushalt.
Irgendwie hab ich das Gefühl, da gerade ein wenig auf der Strecke zu bleiben.

Das komische ist nur, dass wir ähnliche Situationen immer mal wieder hatten, aber nie hab ich mich so ausgelaugt gefühlt, wie im Moment.

Jetzt trinke ich noch einen Tee und esse noch ein paar Kekse und dann werde ich zu Bett gehen.

Liebe Grüße an euch alle und Gute Nacht
Muckel

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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Ansa » 24. Mai 2013 09:59

Liebe Muckel,

oha die Arge mal wieder - und ja, nimm Dir einen Anwalt, allein schafft man das nicht. Bei uns gibt es soziale Hilfsverbände, die in solcher Notlage ein Mandat übernehmen und helfen. Schau mal, ob es bei Euch in der Stadt auch so etwas gibt.

Da ändern sich ständig Gesetze und Verfügungen so dass selbst die Mitarbeiter selbst kaum mehr durchblicken. Und scheut den Weg zu Gericht nicht, es ist Euer Recht und 50 % aller Fälle haben Aussicht auf Erfolg oder anders 50 % aller Bescheide sind falsch. Ich finde, das ist keine schlechte Quote, leider braucht es diese Schritte oft genug. Und ja, es ist schwer - mein Mitgefühl habt ihr.

Anwälte haben, ich weiß nicht ob Dir das hilft, eine Beratungspflicht. Auch Fachanwälte, sie sind verpflichtet, wenn man das vorher anmeldet, ein Beratungsgespräch zu führen und das darf, soweit ich mich erinnere, nicht mehr als 15 € kosten. Falls Ihr keinen Rechtsschutz habt, ist das immer gut zu wissen.

So, ich schick Dir mal ein bisschen Kraft für heute und ein paar Sonnenstrahlen....

Liebe Grüße
Ansa
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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Traum-Tänzerin » 24. Mai 2013 13:46

Liebe Muckel,

ich komme gerade nicht drauf wie es heißt, es gibt die Möglichkeit ein Beratungsgespräch bei einem Fachanwalt über einen "Beratungsgutschein" den ihr über eure zuständiges Amtsgericht erhalten könnt, zu führen. Wenn ihr zum Gericht geht, dann wissen die was ihr meint und ihr bekommt einen Antrag den füllt ihr aus- sendet ihn zurück. Vorab könntet ihr euch schon einen Anwalt suchen, ich weiß das ihr aus der Nähe von Köln seid....wo genau, weiß ich nicht. Wenn du magst dann schicke mir eine PN mit eurem ungefähren Aufenthaltspunkt, dann könnte ich dir einen Anwalt nennen den ich persönlich für sehr kompetent halte- falls es eben nicht zu weit weg ist.

LG TT
An dem Tag, an dem
die Last auf deinen Schultern
unerträglich wird
und du strauchelst,
möge die Erde tanzen,
dir das Gleichgewicht wiederzugeben.
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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Muckelmaus » 24. Mai 2013 14:04

Ihr Süßen!

Verwöhnt mich nicht so sehr mit all den leckeren Sachen ... ich werde ja sonst noch kugelrund ,)

Euch allen ein dickes, großes DANKE für eure offenen Ohren und Augen. Es tut gut zu wissen, dass hier immer Ansprechpartner sind.

Der erste Schritt mit dem Jobcenter ist getan. Wir haben einen Überprüfungsantrag gestellt, mit der gleichzeitigen Aufforderung, den meinem Mann zustehenden Betrag rückwirkend auszuzahlen. Gleichzeitig haben wir dem Jobcenter mitgeteilt, dass wir uns nicht scheuen werden, den Stadtrat und auch die Presse über diese Sache zu informieren. Sind wir mal ehrlich ... die Jobcenter scheuen die Presse so sehr, wie der Teufel das Weihwasser. Auch rechtliche Schritte haben wir angedroht. Nun warten wir mal ab, welche Reaktion kommt. Sollte es ein ablehnender Bescheid werden, dann werden wir Traumtänzerins und Maxi´s Idee aufgreifen und uns einen Beratungsschein holen. Der wird dann einem Fachanwalt für Sozialrecht vorgelegt.

@ Traumtänzerin - ich schreib dir sicher eine PN und schon mal DANKE für deine Unterstützung.

Ganz liebe Grüße
Muckel

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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Yvaine » 25. Mai 2013 19:16

Hallo Muckel,

ich drück euch die Daumen! Vor allem, weil ich das Gefühl "des über den Kopf wachsens" gut kenne und es kein schöneres Gefühl gibt als die Erleichterung, wenn da ein Berg aus dem Weg ist. :dafür:

Trotz allem, bzw erst Recht: Ein schönes Wochenende an euch.
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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Tamara22 » 27. Mai 2013 20:45

Liebe Muckel...ich wünsch dir wie uns allen ein bischen Sonne, in jeglicher Form tut die gut und fehlt die manchmal.
Fühl dich lieb bedacht
Tami
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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Muckelmaus » 28. Mai 2013 08:06

Ihr Lieben ... Guten Morgen!

Zunächst mal Danke für die aufmunternden Worte und Tami für die Sonne. Sie scheint tatsächlich und ich kann kaum glauben, dass ich blauen Himmel dort draußen sehe.

In dieser Woche habe ich Urlaub und so ist es ein klein weniger ruhiger. Das tut mir gut.
Der Haushalt fordert natürlich trotzdem sein Recht und die Kinder wollen versorgt sein, aber das ist ok.

Im Moment träume ich von einer Luftveränderung, nur mal für ein paar Tage. Ich wünschte, wir könnten einmal raus aus diesem Alltagstrott.
Sonne, Sand, Meer oder auch nur ein Wochenende in der Eifel, im Sauerland, im Schwarzwald oder wo auch immer. Aber das ist ein Wunsch, der sich in unserer finanziellen Situation unmöglich realisieren lässt. Ich war so lange nicht mehr weg von hier und raus aus dem Alltag, dass ich kaum noch weiß, wie Urlaub eigentlich geht.

Ich wünsche euch allen einen ruhigen und sonnigen Tag
Muckel

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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Ansa » 30. Mai 2013 11:50

Liebe Muckel,

mir fällt grade ein - hast Du schon einmal an eine Mutter-Kind-Kur gedacht? Mal ehrlich, wenn man knapp bei Kasse ist, ein kleines Kind zu versorgen hat und sich so angeschlagen fühlt - leg doch Deinen Jahresurlaub in so eine Kur? Wäre das nicht eine Idee?

Ich hab das vor vielen Jahren auch einmal so gemacht, mit allen drei Mädchen, in den Sommerferien, auf und davon. Am Ende war es dort sehr schön, wir haben uns gut erholt und ich hab Freundinnen gefunden, die es heute noch gibt.

Genau für solche Momente gibt es diese Kuren ja auch, also, denk mal drüber nach, wenn Du magst.

Ansonsten, hier lugt grad die Sonne so ein bisschen durch die Wolken, südlich von Hannover ist zwar Land unter, aber wir haben doch Glück, zumindest die Hundespaziergänge sind trocken - immerhin. Also, ein paar Sonnenstrahlen sind auf dem Weg zu Dir....

Liebe Grüße
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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon sonnenschein2 » 30. Mai 2013 16:28

Liebe Muckel,
ich empfehle dir auch eine Mutter Kind Kur. Bei uns hier gibt es eine Anlaufstelle bei der Caritas. Die hat mir damals sehr weitergeholfen, denn dort gibt es ganz unkomplizierte Angebote für Mütter in belastenden Situationen. Ich hatte sogar mal den Luxus einer Kur vor Ort incl. Tagesmutter. Das ist hier ein Projekt der Caritas und finanziert sich aus Spenden. Wenn man etwas als Mutter dazu tun kann, ist es ok, wenn nicht macht das auch nichts.
Die Caritas hat für mich auch ganz schnell und ganz unkompliziert eine Mutter Kind Kur organisiert. Das ging von Antrag bis losfahren innerhalb von 4 Wochen, auch in den Sommerferien.
Vielleicht magst du mal schauen, ob es so eine Beratung auch bei dir gibt...Ich würde es jederzeit wieder machen. Ich bin über einen längeren Zeitraum von unterschiedlichen Organisationen der Caritas betreut worden und das war echt gut.

Liebe Grüße
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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Muckelmaus » 31. Mai 2013 14:39

Hallo ihr Lieben!

Boah - ist das heute wieder ein grauer und verregneter Tag :dagegen: Ich will endlich Sommer :dafür:

Über eine Mutter-Kind-Kur habe ich auch schon nachgedacht, weil ich weiß, wie gut sie tun kann. Ich war vor gefühlten 100 Jahren mit den Mädchen schon mal in einer Kur. Die Mädels waren damals noch klein (5 und 2 Jahre) und die Vorgeschichte war eine andere als heute.
Es mag blöd erscheinen, aber wenn ich eine Kur genehmigt bekäme, hätte ich meinem Mann gegenüber ein richtig schlechtes Gewissen. Steckt er doch in der gleichen Situation wie ich auch und eine Familien-Kur ist viel schwerer durchzusetzen, auch wenn es dieses Angebot gibt.

Liebe Grüße
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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon röschen » 1. Juni 2013 23:40

Liebe Muckel,

ich kann dir so gut nachfühlen. Durch diesen Stress bin ich nun 2 Jahre gegangen. Wir hatten zwar das Glück finanziell nicht auf Geld der Arge angewiesen zu sein weil ich voll arbeiten konnte, aber diese viele Bürokratie überfordert selbst mich als Beamtin, die sehr viel mit diesen Dingen zu tun hat. Nach langer Krankheit folgte bei meinem Mann die Kündigung und wir waren ständig auf Beratung angewiesen. Krankengeld, Kündigung im Krankenstand, Aussteuerung nach 18 Monaten, Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung, ...völlig neue Themen für uns.
Viel zu wenig und zu unkompetente Beratung - all das hat mich neben einem Fulltimejob, meinem Haushalt, den Kindern und einem frustrierten Ehemann den letzten Funken Kraft gekostet. Finanzielle Einbußen natürlich auch - gerade heute kam der Ablehnungsbescheid der Berufsunfähigkeitsversicherung für die letzten Monate, weil mein Mann sich mit Rat des Arbeitsamtes "gesund schreiben" ließ um vermittelbar zu sein. In seinem Beruf nicht, weil er das nie wieder sein wird - aber die BU lehnt nun die Rente für die letzten Monate ab, weil er ja anscheinend wieder arbeitsfähig ist. Vermittelt hat die Arbeitsagentur leider gar nicht, da hätte er sich genauso gut auch länger vom Arzt Arbeitsunfähigkeit bescheinigen lassen können....

Auch ich habe nicht mehr daran geglaubt, dass das jemals vorübergeht und gerade in den letzten Tagen merke ich, dass es sogar soweit ist, dass ich mein Glück vor lauter Elend der letzten Zeit noch schwer genießen kann - mein Mann hat eine tolle Arbeitsstelle gefunden, einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit nahezu sorglosen Zukunftsaussichten, unsere Tochter hat eine Zusage für ein Duales Studium in der Sozialpädagogik (ihr absoluter Traum),nach langem Bedenken nun endlich ihren Führerschein gemacht und alles entwickelt sich zum Positiven.

Jetzt aber genug von mir - ich möchte dir dadurch nur Hoffnung machen, dass es auch wieder besser wird! Deine Gedanken nach Ruhe kenne ich nur zu gut! Suche die Möglichkeiten, die möglich sind, z.B. die Mutter - Kind - Kur. Dein Mann wird dir das sicher nicht neiden und du musst kein schlechtes Gewissen haben. Er wird von deiner neuen Kraft profitieren!
Ich liebe meinen Mann, aber auch ich bin bei einem Punkt angelangt, andem ich erkennen musste, dass ich auch nur mal an mich denken mußte. Das hat auch ihm genutzt, wenn auch nur indirekt.

LG Röschen
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Re: Wenn einem alles über den Kopf wächst ....

Beitragvon Muckelmaus » 12. Juni 2013 19:01

Ihr Lieben!

Eine Weile lang habe ich hier nichts geschrieben. Ich musste erst mal meine Gedanken sortieren.

So langsam kehrt ein wenig Ruhe ein ... alle Anträge liegen nun beim Jobcenter und uns bleibt nur das übliche Abwarten. Das nervt zwar auch ein wenig, aber daran ist nun mal leider nichts zu ändern.

Mein Mann hat endlich seine Ergebnisse der schriftlichen Abschlußprüfung und er kann wirklich zufrieden mit sich sein. Am 01. Juli folgt dann noch die mündliche Prüfung und dann hat er es geschafft. Er bewirbt sich fleißig und auch da hilft leider nur Hoffen und Abwarten.

Im Moment versuche ich zwischen Kindern, Haushalt und Arbeit die Sonne zu genießen und mir kleine Ruheinseln zu suchen. Das ist nicht immer einfach, geb ich zu. Aber es gelingt mir zumindest hin und wieder und das allein tut schon gut.

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